Luftbildaufnahme des Polizeipräsidiums Mitelhessen
 
08.05.2018

Räder werden im Landkreis Gießen mit neuem Gerät codiert

Gießener Polizei warnt vor Fahrraddieben!

 

Gießen (Stadt und Landkreis): Ein neues und effektives Codier - Gerät soll es Fahrraddieben im Landkreis Gießen 2018 schwerer machen. Nach dem letzten Wochenende, an dem viele ihr Fahrrad bei dem sonnigen Wetter aus dem Keller holten, begann auch die Hochsaison für Fahrraddiebe. 2017 wurden im Landkreis Gießen 402 schwere Diebstähle von Fahrrädern gemeldet. Fast 90 Prozent davon wurden im Stadtgebiet Gießen begangen. Die Aufklärungsquote lag jeweils bei etwa nur fünf Prozent.
  

Gießener Polizeidirektion hat auch das neue Nadelmarkierungssystem im Einsatz.
Beispielfoto: Polizei Gießen hat auch das neue Nadelmarkierungssystem im Einsatz.

 
Die Ermittlungsarbeit der Polizei wird teilweise durch einen wichtigen Umstand erschwert:

Die Eigentümer können der Polizei nach einem Diebstahl keine Individualnummer mitteilen. Dadurch kann ein gestohlenes Rad nicht als solches erkannt werden und der Dieb kann nach einer Kontrolle unbehelligt davon radeln. Diese Problematik ergibt sich dann auch bei sichergestellten Fahrrädern. Ein Nachweis ist somit für die Polizei nicht möglich und die Räder können dem Eigentümer nicht übergeben werden. Oft landen dann solche Räder beim Fundbüro oder eben beim Tatverdächtigen.

Die Gießener Polizei weist darauf hin, dass man bei einem Erwerb eines Fahrrades einen Fahrradpass ausfüllen und diesen mit der eingetragenen Rahmennummer zu Hause aufbewahren sollte. Solche Fahrradpässe sind bei vielen Zweiradhändlern und bei der Polizei zu bekommen.

Fahrradpass - auch als App  

Eine Alternative bietet dazu auch eine kostenlose App für i-Phones und Android-Smartphones. Dabei können alle Daten gespeichert und im Falle eines Diebstahls sofort an die Polizei gesendet werden.

Hier gelangen Sie direkt zur kostenlosen 2 rote Pfeile Fahrradpass-App

 

Fehlt jedoch eine Rahmennummer am Fahrrad oder ist diese für eine Fahndung ungeeignet, so kann eine Codierung auch nachträglich und unentgeltlich bei der Gießener Polizei erfolgen! 

Seit einigen Wochen hat die Gießener Polizeidirektion auch das neue Nadelmarkierungssystem im Einsatz. Sowohl im Stadtgebiet als auch im Landkreis werden demnächst viele Termine angeboten. Dabei kann sich jeder sein Fahrrad oder E-Bike mit Hilfe des neuen Gerätes erfassen lassen.


Fahrrad-Codier-Termine bei der Polizeistation Gießen-Nord

Die Codier-Aktion soll immer montags (ausschließlich Feiertage) bei der Polizeistation Gießen Nord, am Berliner Platz 1, stattfinden und bis in den Herbst gehen.

Hier erfahren Sie die weiteren Codierungstermine:

Codierungstermine Frühling bis Oktober 2018 - montags -

  • immer montags, von 09.00 bis 16.00 Uhr,
    bei der  Polizeistation Gießen Nord, am Berliner Platz 1,

    +++
    Ausnahme am Montag, 14.05.2018  n u r von 13.00 bis 16.00 Uhr +++
        

Interessenten werden jedoch gebeten, sich jeweils in der Woche zuvor unter der

Rufnummer 0641 – 7006 3770 für den darauffolgenden Montag anzumelden. 

 

Die fertige Codierung mit dem entsprechenden Aufkleber - Finger weg! Mein Rad ist codiert -Zu jeder Gravur händigt Polizeioberkommissar Thomas Löhr jedem Besitzer einen deutlich sichtbaren Aufkleber mit der Aufschrift

„Finger weg! Mein Fahrrad ist codiert.“

aus, siehe Foto rechts.

Damit kann der rechtmäßige Eigentümer ohne Probleme ermittelt werden. Auch muss niemand befürchten, dass eine Registrierung oder Speicherung von sensiblen Daten erfolgt.


Zusätzlich werden jeweils weitere  Fahrrad-Codier–Aktionen im gesamten Landkreis angeboten. Hinweise dazu finden Sie hier im Internet auf der Seite des Polizeipräsidiums Mittelhessen unter Prävention:  Einbruch- und Diebstahlschutz.

Übrigens: Nicht nur Fahrräder lassen sich codieren. Mit Hilfe des neuen Gerätes lassen sich nahezu alle Materialen mit einer Kennzeichnung versehen werden. Ob Bohrmaschine, Reitsattel, Laptop oder Skateboard – die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig und die Substanzverletzungen im Verhältnis von früher sind sehr gering.

Hier noch einige wertvolle Tipps Ihrer Polizei:

  • Stellen Sie die Rahmennummer ihres Fahrrades fest. Sollte Ihr Rad keine Rahmennummer haben, lassen Sie es codieren.
  • Tragen Sie alle wichtigen Daten Ihres Rades in einem Fahrradpass oder einer App ein. Nützlich dabei ist auch ein Foto.
  • Sollten Sie ein gebrauchtes Rad kaufen, verlangen Sie einen Eigentumsnachweis oder einen Kaufbeleg.
  • Schließen Sie Ihr Fahrrad immer mit dem Rahmen sowie dem Vorder- und Hinterrad an massive Stahlketten, Panzerkabelschlösser oder Bügelschlösser an einen feststehenden Gegenstand an. Dies gilt auch in Fahrradkellern oder anderen Unterstellmöglichkeiten.
  • Nehmen Sie wertvolles Zubehör wie einen Radcomputer möglichst mit.
  • Bringen Sie den Aufkleber "Finger weg - mein Rad ist codiert" am Fahrrad an. Diese Aufkleber und ein Faltblatt "Guter Rat ist nicht teuer. Und der Verlust Ihres Rades?" sind bei jeder Polizeidienststelle erhältlich.
  • Weitere Tipps gibt es bei Ihrem Fachhändler oder bei jeder Polizeidienststelle.
  • Wenn Ihr Fahrrad trotzdem gestohlen wurde: Erstatten Sie sofort Strafanzeige und bringen Sie alle Unterlagen mit.

Jörg Reinemer, PressesprecherLogo: Polizei-Beratung

Zusätzliche Informationen finden Sie hier im Internet:  Fahrradfahrer aufgepasst! und unter:

www.polizei-beratung.de zum Thema
  Sicherung von Zweirädern