Luftbildaufnahme des Polizeipräsidiums Mitelhessen
 
14.10.2020

Ende des 13. Einsatztages A 49 - Ausbau

Polizei Presse A 49 - Stand: 13.10.2020

Nach Räumung eines Camps Rodungsarbeiten für den 13.10.2020 beendet; Aktivisten seilten sich von Fußgängerbrücke ab

Polizei informiert zum Weiter-/Neubau A 49

Giessen (ots) - Der polizeiliche Einsatz zur Begleitung der Baumfällarbeiten im Zusammenhang mit dem Weiterbau der A 49 neigte sich dem Ende.

Das im südlichen Herrenwald befindliche Camp "Neuerding" wurde am Morgen von Einsatzkräften geräumt. Gegen 48 Personen wurden Platzverweise ausgesprochen. 23 Personen mussten davon von den Bäumen geholt werden. Die Rodungsarbeiten begannen gegen 10.45 Uhr.

 
Es wurden aber lediglich einzelne Bäume gefällt, um die Einsatzmaßnahmen am Camp zu ermöglichen. Die Räumungsarbeiten waren gegen 12:30 Uhr abgeschlossen und die beauftragte Baufirma begann mit den eigentlichen Rodungsarbeiten. Diese wurden vor Ort von einem starken Polizeiaufgebot mit mehreren hundert Kräften belgeitet. Durch eine weiträumige Absperrung gewährleisteten die eingesetzten Beamten die sichere Durchführung der Baumaßnahmen. Dafür musste auch ein Teil der B 454 und K 12 gesperrt werden. Trotz der umfassenden und dynamischen Lage sowie der teils in größerer Höhe stattfinden Einsatzmaßnahmen wurden nach derzeitigen Erkenntnissen keine Personen verletzt. Auch heute ging der Grundsatz: "Sicherheit vor Geschwindigkeit" wieder entsprechend auf. 


Aktivisten blockieren A3 - Autobahn gesperrt

Eine Gruppe Aktivisten blockierte ab ca. 10.00 Uhr die A 3, um gegen die Rodungen im Herrenwald und Maulbacher Wald zu protestieren. Zwei Personen seilten sich von einer Brücke ab. Sieben weitere Personen befanden sich im Bereich der Brücke. Die Autobahn war deshalb zwischen Idstein (Rheingau-Taunus) und Bad Camberg (Limburg-Weilburg) bis gegen 12.30 Uhr in beide Richtungen gesperrt. Es gab umfassende Verkehrsbeeinträchtigungen. Ein Höheninterventionsteam kam zum Einsatz. Die beteiligten Aktivisten wurden festgenommen. In Richtung Köln gab es aber noch etwa 15 km Stau wegen Bergungsarbeiten. Hier hatte sich ein schwerer Folgeunfall zwischen PKW und LKW ereignet. Ein Rettungshubschrauber flog den schwer verletzten Fahrer in eine Notfallklinik. Dazu wurde eine gesonderte Pressemeldung abgesetzt. Gegen die Teilnehmer der Abseilaktion wird nach Rücksprache mit der zuständigen Staatsanwaltschaft Wiesbaden ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Ein Gutachter wurde ebenfalls beauftragt.

Polizeipräsidium Mittelhessen, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

 Weitere Informationen zum Weiterbau A 49