Hessisches Polizeipräsidium für Technik
 
29.05.2020

HPT– Das Polizeipräsidium für die Funktionssicherung der hessischen Polizei

Wir sind zuständig für die Funktionssicherung der hessischen Polizei

 

Durch unser umfangreiches IT-Know how und unsere Beratungskompetenz in Zusammenarbeit und Abstimmung mit unseren Kolleginnen und Kollegen zehn weiterer Polizeibehörden und der Abteilung Landespolizeipräsidium im Hessischen Ministerium des Innern und für Sport stellen wir die IT-Infrastruktur der Hessischen Polizei zur Verfügung. Wir ermöglichen und unterstützen in Erfüllung unseres gesetzlichen Auftrags in bestmöglicher Art und Weise die polizeiliche Belegschaft bei der Gefahrenabwehr, Strafverfolgung sowie Prävention und Verkehrssicherheit. Mit stets optimierten Rahmenbedingungen tragen wir dazu bei, dass unsere Kolleginnen und Kollegen gut und vor allem sicher ihre Arbeit vor Ort (Unfall-/Tatort, Büro, Auto, usw.) tätigen können.

Hessisches Polizeipräsidium für Technik (HPT)
Willy-Brandt-Allee 20
65197 Wiesbaden
Telefon (0611) 8801-0
E-Mail: Pressestelle.hpt@polizei.hessen.de

 

Wir sind verantwortlich:

  • als zentrale Beschaffungsstelle bzw. Vergabestelle für die Mobilität und das Flottenmanagement der hessischen Polizei auf der Straße, auf dem Wasser und in der Luft, Dienstbekleidung (auch für die Justizbehörden), Waffen, Munition, allgemeine Ausrüstung und Gerät (auch für Justiz).
  • für die polizeiliche Informations- und Kommunikationstechnik, einschließlich des polizeilichen und nichtpolizeilichen hessischen BOS-Digitalfunks.
  • für die Betreuung und Weiterentwicklung der fachlichen IT-Anwendungen.
  • für die Bauplanungskoordination bei Neu-, Umbau- oder Sanierungsmaßnahmen.
  • für das kaufmännische Rechnungswesen, Kosten und Forderungen.
  • als Koordinierungs-, Kompetenz- bzw. Beratungsstelle in Angelegenheiten der Abfallentsorgung und des Gefahrguttransportes.
  • für die Verwertung von Asservatwaffen, auch für die Waffenbehörden (Landrats- und Ordnungsämter) sowie Justizbehörden.

 

Unser Team

Beim Hessischen Polizeipräsidium für Technik sind derzeit 403 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Es handelt sich dabei um eine aufgabenbezogene personelle Mischung aus Fach- und Verwaltungsbeamtinnen und -beamten, 152 Vollzugsbeamtinnen und -beamte und Tarifbeschäftigten (z. B. Ingenieure, Informatiker pp).

 

Der Behördenaufbau

Das HPT gliedert sich in folgende Kernbereiche:

  • Präsident und Vizepräsident/-in mit Präsidialbüro
  • die Abteilung 1: Verwaltung
  • die Abteilung 2: Ausstattung, Sonderzuständigkeiten
  • die Abteilung 3: Polizeiliche Informations- und Kommunikationstechnik
  • die Abteilung 4: BOS-Funk Hessen

 

Abteilung 1 – Verwaltung

Beschaffung

 

Das HPT vertritt das Land Hessen im Rahmen des strategischen Beschaffungsmanagements als zentrale Einkaufsorganisation für polizeiliche Beschaffungen. Wir beschaffen Liefer- und Dienstleistungen, die unmittelbar zur Aufgabenerfüllung der Polizei dienen. Das monetäre Durchlaufvolumen innerhalb der zentralen Beschaffungsorganisation beträgt jährlich rund 75 Millionen Euro, verteilt auf rund 1.100 Beschaffungsvorgänge. Hierbei liegen bei ca. 200 Vergabeverfahren die Auftragswerte über 10.000 Euro, so dass diese national oder europaweit „ausgeschrieben“ werden. Es werden rund 1.600 Verträge (nur HPT) bewirtschaftet.

 

Öffentlich-rechtliche und Zivilrechtliche Forderungen

 

Die Abteilung 1 ist zuständig für die Erhebung der Kosten von Maßnahmen der Polizeibehörden nach dem hessischen Sicherheits- und Ordnungsgesetz und der Vorschriften des Verwaltungskostenrechts; bspw. Abschleppmaßnahmen, Gewahrsamsnahmen, Transportbegleitungen oder nach Einsätzen aufgrund von Falschalarmen. Auch die Prüfung und Durchsetzung zivilrechtlicher Forderungen des Landes Hessen in Zusammenhang mit Dienstunfällen und außerdienstlichen Unfällen sowie Sachbeschädigungen fällt in unseren Verantwortungsbereich. So wurden im Jahr 2019 rund 18.300 Kostenbescheide erlassen, die zu Einnahmen i. H. von 3.5 Mio. Euro führten. Es wurden 840 zivilrechtliche Forderungen geltend gemacht, die zu Einnahmen in Höhe von ~452.000 Euro führten. Diese Einnahmen fließen in den Polizeihaushalt.

 

Abteilung 2 – Ausstattung, Sonderzuständigkeiten

Fuhrpark

 

In die Neubeschaffung von Fahrzeugen investieren wir jährlich ca. 20 Mio. Euro und stellen ca. 500 Fahrzeuge für alle polizeilichen Einsatzbereiche in Dienst, z. B. auch sondergeschützte Fahrzeuge für unsere Spezialeinheiten. Die hessische Polizei unterhält einen Gesamtbestand von etwa 4.000 Fahrzeugen. Darunter auch ca. 125 Leasingfahrzeuge und ca. 250 Fahrzeuge des Bundes.

 

Schutzausstattung

  • Vor dem Hintergrund der aktuellen politischen Lage, wie z. B. terroristische Anschläge und auch AMOK-Lagen, liegt uns die Sicherheit unserer Kolleginnen und Kollegen besonders am Herzen. Wir entwickeln Uniform und Schutzbekleidung stetig weiter und investieren viel Geld.
  • Insgesamt sind Schutzausstattungen im Wert von ca. 16,5 Mio. Euro im Einsatz, hierunter fallen Einsatzhelme und die ballistischen Schutzwesten der Schutzklasse 1.
  • Aktuell werden die Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte mit einer ballistischen Schutzweste mit integriertem Stichschutz ausgestattet. Insgesamt wurden bereits 10980 Sets an die Kolleginnen und Kollegen ausgegeben.
  • Gegenwärtig liegt ein Schwerpunkt in der Beschaffung und Versorgung der Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten mit persönlicher Schutzausstattung zur Bewältigung der polizeilichen Aufgaben während der Pandemie.

 

Waffen und Gerät

Der Bereich WuG ist verantwortlich für eine dreistellige Anzahl diverser Produkte und Produktgruppen, darunter beispielsweise Waffen, Munition, Holster, Taschenlampen, Kriminaltechnik, Verkehrstechnik, aber auch für die Verwertung und Vernichtung von Asservatwaffen für Polizei und Justiz sowie der kreisfreien Städte und Landkreise.

Derzeit ist beispielsweise der Roll-Out von etwa 1.500 Mitteldistanzwaffen Heckler & Koch G 38 im Kaliber 5,56 mm x 45 NATO in vollem Gange. Hierfür wurden zusätzlich umfangreiche, mehrjährige Rahmenverträge mit Munitionslieferanten für Einsatz-, Trainings- und Farbmarkierungsmunition in kürzester Zeit abgeschlossen. Das Gesamtvolumen für die Beschaffung der Waffen und der Munition liegt hierbei deutlich im zweistelligen Millionenbereich.

Auch ein europaweiter Rahmenvertrag zur Beschaffung leistungsstarker Taschenlampen wird derzeit in Zusammenarbeit mit einem behördenübergreifenden Fachteam vorangetrieben.

 

Abteilung 3 – Polizeiliche Informations- und Kommunikationstechnik

Die Abteilung 3 ist die Zentralstelle für Informations- und Kommunikationstechnik der hessischen Polizei. Damit die Polizei- und Kriminalbeamten und -beamtinnen im weiten Feld der Gefahrenabwehr und Kriminalitätsbekämpfung die ihnen zugewiesenen Aufgaben im vollem Umfang erfüllen können, stellen wir sowohl die zentrale IT-Infrastruktur inklusive mobilem Zugriff als auch die polizeilichen Fachanwendungen wie Auskunftssysteme, Vorgangsbearbeitungssysteme und Spezialanwendungen rund um die Uhr an 365 Tagen zur Verfügung.

 

Insgesamt betreuen wir u. a.:

  • Ca. 20.100 polizeiliche IT-Anwender.
  • Verteilt auf mehr als 230 Standorte in ganz Hessen.
  • Aktuell 111 Vorhaben, teils Projekte zur Einführung neuer Fachverfahren, teils Weiterentwicklung der bestehenden Anwendungslandschaft, 25 Großanwendungen von zentraler Bedeutung für die Polizei.

 

Abteilung 4: BOS-Funk Hessen / Autorisierte Stelle

 

Bund und Länder betreiben ein bundesweit einheitliches digitales Funknetz für alle Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS). Neben der Polizei zählen zu den BOS insbesondere die 75.000 Feuerwehrfrauen und -männer, die Rettungs- und Hilfsdienste und die Katastrophenschutzbehörden. Die Abteilung 4 des HPT ist die technische und taktisch-operative Entscheidungsinstanz in allen Fragen rund um das Thema Digitalfunk in Hessen.

Der Digitalfunk in Zahlen:

  • Über 99 Prozent Netzabdeckung (Fahrzeugfunk).
  • 458 Freifeld-Basisstationen „on Air“.
  • 38 Maßnahmen zur weiteren Netzoptimierung, z. B. Bau von Basisstationen, aktuell in Planung/ Realisierung.
  • 6 Luftfahrtzellen „on Air“.
  • 700 Objektfunkanlagen.
  • 5 Objektversorgungs-Basisstationen in Nutzung.
  • 11 Objektversorgungs-Basisstationen in Planung.
  • 141.227 Nutzer/Berechtigungen (alle BOS-Hessen) im TETRA-Berechtigungs-und Administrationstool registriert, davon
  • 68.421 für Sprech- und Datenfunk,
  • 68.748 für Alarmierung und
  • 4.379 für Sirenensteuerung.
  • 135.912 Funkgeräte in Nutzung und in den Verwaltungs- und Aministrationsdatenbanken erfasst, davon
    • 67.850 Hand- und Fahrzeugfunkgeräte,
    • 68.062 Pager/Alarmempfänger und
    • 48 Sirenensteuergeräte (aktuell im Rollout).