Polizeifahrzeuge vor dem Polizeipräsidium Frankfurt am Main
 
12.09.2017 | Polizeipräsidium Frankfurt Main

UFFBASSE! – Für mehr Sicherheit im Straßenverkehr

Verkehrspräventionsveranstaltungen als Pilotprojekt an Frankfurter Haupt- und Realschule

 

Präventionsunterricht in einer Schulklasse der Ludwig-Börne-Schule
Foto: Lebhafter Infoaustausch mit SchülerInnen der Ludwig-Börne-Schule zum Thema „Multi-Tasking-Fähigkeit“ im Straßenverkehr

 

Abgelenkt durch die Benutzung von Kopfhörern war am 16.05.2017 eine 12-jährige Schülerin beim Überqueren der Lange Straße in Frankfurt am Main von einem Pkw erfasst und schwer verletzt worden.

Im Nachgang des Ereignisses kam es zur Kontaktaufnahme zwischen der Schulleitung der Ludwig-Börne-Schule und der hiesigen Verkehrserziehung. Weil Lehrer der Schule tagtäglich über ähnliche Beobachtungen berichteten, wurde in Abstimmung mit der Jugendhilfe der Einrichtung und unter Einbindung des Zentralpsychologischen Dienstes der Hessischen Polizei in den Sommerferien ein Informationsprogramm für Kinder von weiterführenden Schulen erarbeitet.

Unmittelbar nach Schulbeginn konnte damit begonnen werden, insgesamt sieben Klassen der Jahrgangsstufen 5 – 7 wesentliche Informationen zum Themenfeld „Ablenkung im Straßenverkehr durch Nutzung von Handys und Kopfhörern“ zu vermitteln. Im Rahmen einer Doppelstunde unterhielten sich Kinder, Lehrer und Polizisten unter anderem anhand von Filmmaterial über das jeweils eigene Nutzungsverhalten von Handys und Kopfhörern und die resultierenden Risiken bei der Nutzung der mobilen Endgeräte im Straßenverkehr. Es überraschte nicht wirklich, dass bereits Schülerinnen und Schüler der 5. Jahrgangsstufe bereits ausnahmslos über eigene Handys verfügen und somit ganz authentisch über eigene Erfahrungen bei der „Außer-Acht gelassenen Aufmerksamkeit“ berichten konnten. Im Anschluss erarbeiteten sich die SchülerInnen dann eine ganze Reihe wertvoller Verhaltenstipps für Fußgänger und Radfahrer im Straßenverkehr.

 „Unser Ziel ist es, gerade Kinder und Jugendliche der weiterführenden Schulen anzusprechen, denn diese Altersstufen sind besonders gefährdet. Kinder in diesem Alter nehmen eigenständiger und intensiver am Straßenverkehr teil und Mobiltelefone haben sich bereits im Alltag der 5.-Klässler etabliert. Praktisch jeder von ihnen hat bereits ein eigenes Handy mit dabei - allerdings hat sich das Gefahren- und Risikobewusstsein noch nicht vollständig ausgeprägt. Deshalb versuchen wir, den Schülerinnen und Schülern im Verlauf der Veranstaltungen etwas mitzugeben, an das sie sich auch im Alltag, z.B. auf dem Weg zur oder von der Schule, erinnern können“ erläutert PHK Thomas Gohla, als Leiter der Verkehrserziehung und –aufklärung beim Polizeipräsidium Frankfurt am Main.

Zu diesem Zweck hatten die Schülerinnen und Schüler bunte Luftballons aufgepustet und mit ihren persönlichen Wünschen beschriftet. Am Beispiel eines virtuellen Unfallopfers wurde in der Folge deutlich, wie gefährdet auch die eigenen Träume sein können, wenn man die Aufmerksamkeit im Straßenverkehr verliert.

Schule und Verkehrserzieher werden jetzt in einem nächsten Schritt den Verlauf und die Nachhaltigkeit dieser Verkehrspräventionsmaßnahme auswerten, um neben dem Themenfeld „Ablenkung im Straßenverkehr“ künftig auch weitere Themen der Verkehrssicherheit in einem Baukastensystem zusammenzufassen.   

#MehrVorsichtMehrRücksicht – denn: „Aufmerksamkeit im Straßenverkehr verträgt keine Pause“

 

Text und Fotos: D630