Polizeifahrzeuge vor dem Polizeipräsidium Frankfurt am Main
 
19.10.2017 | Polizeipräsidium Frankfurt am Main

„Erkennbar sein“ während der dunklen Jahreszeit

Teil 2: Verhaltenstipps für Fahrradfahrer

UFFBASSE! – Für mehr Sicherheit im Straßenverkehr

Fahrradfahrer bei Nacht

 

17,7 % aller Unfälle im Stadtgebiet Frankfurt am Main ereigneten sich in 2016 bei Dämmerung oder Dunkelheit, wobei die Unfälle bei Dunkelheit im Vergleich zu Unfällen am Tag häufig schwerere Folgen aufweisen. Die Gefahr im Straßenverkehr getötet zu werden ist bei Dämmerung und nachts mehr als doppelt so hoch wie bei Tageslicht.

So verunfallten Radfahrende am häufigsten in der Rush Hour des Frankfurter Feierabendverkehrs (etwa 32 % der Radfahrunfälle ereigneten sich in dem Zeitfenster zwischen 15.00 - 19.00 h). Glücklicherweise hielten sich die Unfallfolgen – vermutlich aufgrund der geringen Geschwindigkeiten – dann in einem begrenzten Rahmen, denn rein statistisch betrachtet, ereignete sich ein Großteil der schweren Verkehrsunfälle mit Beteiligung von Radfahrenden zur Mittagszeit.

 

Verhaltenstipps für Fahrradfahrer

Machen Sie sich sichtbar!

Auch Radfahrende sind im Dunklen und in unübersichtlichen Verkehrssituationen besonders gefährdet – deshalb gilt es gerade zum Beginn der dunklen Jahreszeit auf eine funktionstüchtige Beleuchtungseinrichtung an Fahrrädern zu achten.

  • Die Vorschriften der StVZO zur Beleuchtung von Fahrrädern - und jetzt neu: von Fahrradanhängern - wurden zum 01.10.2017 neugefasst.
  • Nähere Hinweise zur Beleuchtung des  verkehrssicheren Fahrrades
  • Neben einer funktionierenden Beleuchtung ist es gerade für schwächere Verkehrsteilnehmer von besonderer Bedeutung „GESEHEN ZU WERDEN“.


    Wirksamkeit heller und retroreflektierender Kleidung
    Wirksamkeit heller und retroreflektierender Kleidung

    Durch das Tragen heller und retroreflektierender Kleidung kann die eigene Verkehrssicherheit von Fußgängern und Radfahrern um ein vielfaches erhöht werden.

    „Reflexstreifen“ an Kinderkleidung und –rucksäcken sind mittlerweile Standard.
    Mitarbeitende von Straßenreinigungsunternehmen oder im Straßenbau achten genau auf die Qualität ihrer Arbeitskleidung. Die Berufliche Warnkleidung hat dabei deutsche und europäische Normen zu erfüllen.
    Mittlerweile ziehen retroreflektierende Materialien auch in die Freizeitbekleidung von Erwachsenen ein. Auch für modebewusste Damen und Herren gibt es eine Vielzahl von Accessoires, Outdoor- und Fashionbekleidung, die die Vorteile der neuen Materialien nutzen und zudem „tragbar“ sind.
    Sicherheit muss dabei nicht teuer sein.

  • Fahren Sie vorausschauend!
    Radfahrende zählen - jedenfalls im Vergleich zu Kraftfahrzeugführern - zu den "schwächerern" Verkehrsteilnehmern.
    Im Falle eines Unfalls hilft in der Regel kein Airbag und kein Aufprallschutz - allenfalls der Fahrradhelm.
    Um im eigenen (körperlichen) Interesse Unfällen vorzubeugen, empfiehlt die Frankfurter Polizei, das Fehlverhalten anderer einzukalkulieren.
    Viele gefährliche Situationen kann man durch vorausschauendes Fahren komplett umgehen, einige Gefahren durch Voraussicht entschärfen und eine Menge nicht zu beeinflussender Gefahren kann man vorher erahnen. Besonders gefährlich wird es im innerstädtischen Bereich für Radfahrer, wenn Kfz-Führer im Zusammenhang mit dem („Rechts“)-Abbiegen oder beim Einfahren in den fließenden Verkehr die Vorfahrt der Radfahrenden nicht beachten.
    Zur Not ist kann es deshalb auch mal sinnvoll sein, auf das eigene Vorrecht verzichten.

  • Nehmen Sie gegenseitig Rücksicht!
    Kein Verkehrsteilnehmer ist nur auf ein Verkehrsmittel festgelegt. (Fast) jeder von uns ist sowohl als Fußgänger, als auch als Radfahrer oder Führer eines Kraftfahrzeugs unterwegs – oft hängt es nur davon ab, aus welchem Anlass wir mobil sind. Durch die höhere Verkehrsdichte und die Zunahme des Radverkehrs kommt es insbesondere auf Gehwegen, an Zebrastreifen beim Überqueren von Kreuzungen, aber auch im Bereich von Fußgängerzonen und Radwegen zu einer Häufung von Konfliktpunkten. So ist das „Fahren entgegen der Fahrtrichtung“ (z.B. auch im Bereich der Radwege) eine der häufigsten Unfallursachen, wenn Radfahrende verunfallen.
    Achten Sie bitte daher auch auf „schwächere Verkehrsteilnehmer“, wie Fußgängerinnen und Fußgänger, Kinder und Ältere, Personen mit Handicap oder einfach auch auf andere Radfahrer.

Wir bitten alle Verkehrsteilnehmer um #MehrVorsichtMehrRücksicht im Straßenverkehr.

Weitere Informationen und Empfehlungen finden Sie unter:

  Logo - RUNTER VOM GAS

  Aktion „RUNTER VOM GAS“ des Bundesministerium für Verkehr

 

  Logo-Deutscher Verkehrssicherheitsrat

 

  Presseinfo des Deutschen Verkehrssicherheitsrates vom 17.10.2017

 

 

 

Logo-LASS DICH SEHEN

  Aktion „Lass Dich sehen“

 

 

 

Polizeipräsidium Frankfurt am Main / Direktion Verkehrssicherheit / D 630 - Verkehrserziehung und -aüfklärung /#MehrVorsichtMehrRücksicht