Polizeifahrzeuge vor dem Polizeipräsidium Frankfurt am Main
 
12.12.2017 | Polizeipräsidium Frankfurt am Main

Freiwilliger Polizeidienst (FPolD) – Jahresabschlusstreffen 2017 – Jubiläum für 10 Jahre ehrenamtliche Tätigkeit

Erstmalig wurde durch die Koordinatorin des Freiwilligen Polizeidienstes, Frau Ramona Börger, zu einer Zusammenkunft aller Helfer*innen des FPolD, der zuständigen Kollegen*innen der Reviere und der Ansprechpartner der Stadt Frankfurt am Main am Freitag, den 01.12.2017 um 17:00 Uhr, eingeladen. Diese Veranstaltung soll zukünftig jährlich (je nach Planungskapazitäten auch halbjährlich) stattfinden.

Um einen Jahresrückblick zu gestalten, wurde ein gemütliches Beisammensein in Adventsstimmung im großen Mehrzweckraum vorbereitet.

Das Beisammensein wurde durch selbst gebackene Plätzchen und Kuchen kulinarisch und durch weihnachtliche Dekoration sowie gedämpftes Licht stimmungsvoll abgerundet.

gemütliches Beisammensein in Adventsstimmung im großen Mehrzweckraum

Die Veranstaltung wurde durch die Begrüßungsrede des Polizeivizepräsidenten, Herrn Dr. Walter Seubert, eröffnet.

Das Rahmenprogramm begann mit der traurigen Mitteilung, dass wir uns in diesem Jahr von drei an Krebserkrankung verstorbenen Helfer*innen und wertvollen Menschen verabschieden mussten. Dies fand unter anderem durch einen ausgedehnten Schweigemoment die entsprechende Würdigung.

Im weiteren Verlauf wurden 14 Jubilare „für 10 Jahre ehrenamtliche Tätigkeit im Freiwilligen Polizeidienst“ an die Helfer*innen vom ersten bis fünften Kontingent ausgesprochen.

Davon sind fünf Helfer*innen bereits von Anfang an dabei. Zwei dieser beständigen Mitarbeiter*innen mussten wir leider aufgrund Erreichens der Altersgrenze oder aus privaten Gründen in diesem Jahr aus dem Dienst verabschieden.

Mit Übergabe der Jubiläumsurkunde und Aushändigung eines kleinen Präsentes (Glasbaustein des Polizeipräsidiums Frankfurt am Main) wurde durch Herrn Polizeivizepräsident insbesondere für deren Beständigkeit gedankt. Nur durch solch beständig und motiviert im Ehrenamt tätigen Helfer*innen ist eine gute Zusammenarbeit und eine Verzahnung zwischen dem Freiwilligen Polizeidienst mit den Bürger*innen und dem Polizeipräsidium sowie der Stadt Frankfurt am Main möglich und aufrechtzuerhalten.

Übergabe der Jubiläumsurkunde und Aushändigung eines kleinen Präsentes (Glasbaustein des Polizeipräsidiums Frankfurt am Main) durch PVP Dr. Seubert und Frau Börger

Im Anschluss daran wurde ein gemeinsamer Blick auf die verschiedensten Sondereinsätze, neben der originären Streifentätigkeit in den jeweiligen Revierbereichen, geworfen. Folgende Sondereinsatzmaßnahmen und Veranstaltungen konnten hier besonders erwähnt werden:

  • Am 24.06.2017 im Rahmen der Feierlichkeiten „150 Jahre Polizeipräsidium Frankfurt am Main“ und dem einhergehenden Tag der offenen Tür wurden die Helfer*innen als Kinderkommissar-Leon-Teams, als Fahrradcodierer sowie zur Unterstützung in sicherheitsrelevanten Bereichen zahlreich eingesetzt.
  • Trotz der sehr kurzfristigen und spontanen Unterstützungsanfrage konnte eine große Anzahl von freiwilligen Helfer*innen des FPolD zur Informationsflyer-Verteilung für die Evakuierungsmaßnahmen aufgrund der Entschärfung des Luftminenfundes am ersten Septemberwochenende gewonnen werden. Es erfolgte dadurch eine reibungslose Aktion und alle Anwohner*innen konnten innerhalb von zwei Tagen mit den nötigen Informationen versorgt werden.
  • 12 Fahrradcodieraktionen in dessen Rahmen insgesamt 696 Räder codiert wurden.
  • 31 zugesagte Termine für die Unterstützung der Kollegen*innen der Stadtpolizei beim Friedberger Markt, bei welchen jeweils 2-4 Helfer*innen pro Einsatz aktiv waren.

Im Programm folgte der Bericht über die in 2017 durchgeführte Umstrukturierung, sprich die Verschlankung der Reviere, die den Freiwilligen Polizeidienst nutzen. Hauptgrund hierfür war, dass im Ergebnis auf den jeweiligen Revieren mehr Mitarbeiter*innen zur Verfügung stehen. Die ehrenamtlichen Helfer*innen stehen erfahrungsgemäß und berufsbedingt zu unterschiedlichen Zeiten zur Verfügung. Folglich erhoffen wir uns durch die Gewinnung eines größeren Mitarbeiterpools, der engagiert im Ehrenamt tätig sein möchte, eine Vereinfachung bei der Findung von Streifenteams.

Nicht unerwähnt sollte an dieser Stelle bleiben, dass wir uns im Zuge der Umstrukturierung zudem von knapp 20 Helfer*innen offiziell trennen mussten, da sie gemäß der Dienstanweisung die erforderliche Mindestvorgabe im Jahr von 70 Stunden nicht mehr einhalten oder aus anderen persönlichen oder gesundheitlichen Gründen das Ehrenamt nicht mehr wahrnehmen konnten.

Aktuell haben wir 41 aktive Helfer*innen des FPolD in der Direktion Nord auf dem 6., 12. und 18. Polizeirevier und in der Direktion Süd auf dem 8. und 17. Polizeirevier.

Wir wollen das Engagement gerne beibehalten und ausbauen. Es besteht letztlich die Möglichkeit eine Gesamtzahl von 90 Helfer*innen im Polizeipräsidium Frankfurt in Kooperation mit der Stadt Frankfurt einzusetzen.

Wir konnten in 2017 neun neue Helfer*innen im Rahmen des 13. Ausbildungskontingentes gewinnen und möchten in 2018 verstärkt für Neuzugänge in den Freiwilligen Polizeidienst werben. Die Werbung erhoffen wir uns unter anderem durch die Schutzmänner vor Ort und die aktiven Helfer*innen in den jeweiligen Stadtteilen, in den der FPolD gezielt eingesetzt wird.

Gerne kann bei Interesse die Werbung auch durch alle Mitarbeiter*innen des Polizeipräsidiums erfolgen. Nachfolgende Datei zum Download enthält den „Flyer FPolD“ und kann ausgedruckt und ausgeteilt werden. Es besteht zudem die Möglichkeit auf hochwertigem Papier gedruckte Flyer bei E43 (069 755 34310) zu bestellen.

Das nächste Ausbildungskontingent ist für Frühjahr/Sommer 2018 geplant und das Eignungsauswahlverfahren für Anfang 2018 angedacht. Es liegt uns bereits eine nicht unbeachtliche Anzahl von Bewerbungen vor. Das erforderliche Bewerbungsformular ist auf Anfrage über das Funktionspostfach e43.ppffm@polizei.hessen.de zu erhalten.

Bewerber für den FPolD müssen unter anderem zwischen 18 und 65 Jahre alt sein und einen unbefristeten Aufenthaltstitel vorweisen. Sie sollten einen konfliktschlichtenden Charakter haben und gerne mit Menschen in Kontakt treten.

Im weiteren Verlauf der Veranstaltung wurden die Helfer*innen darüber informiert, dass der Informationsfluss von E43 zukünftig direkt an diese und nicht mehr über die für sie zuständigen Reviere gesteuert wird.

Gegen Ende des Rahmenprogrammes erfolgte durch den Leiter-E43, Herrn Thomas Zosel, die freudige Nachricht, dass auch für den FPolD das „LandesTicket2018“ zum Jahresbeginn kommen wird.

Weitere Themenpunkte waren die Vorstellung der in 2017 eingeführten Veränderungen im Eignungsauswahlverfahren und der Ausbildung. In Zusammenarbeit mit dem Psychologischen Dienst der HPA wurde ein neuer Fragebogen für das Auswahlverfahren erarbeitet, der auf die Punkte Motivation, Verantwortungsbewusstsein, Flexibilität, sprachliche Kompetenz und Konfliktverhalten besondere Beachtung legt. Im Rahmen der fünfzigstündigen Ausbildung der Helfer*innen gab es erstmalig eine Schulung in den Grundlagen der Kommunikation.

Im Anschluss des offiziellen Programmes wurden Feedbackbögen verteilt und es wurde zu einem ausgedehnten Austausch angeregt. Verbesserungsvorschläge sowie positive Anmerkungen sind an dem Abend selbst, telefonisch oder per Mail zahlreich eingegangen. Die Koordinatorin des FPolD freut sich darüber hinaus über noch weitere eingehende Feedback-Bögen und wird sich diesen gerne annehmen und in Zusammenfassung spätestens im Jahresabschlusstreffen 2018 davon berichten.

Aus Sicht der Koordinatorin handelte es sich um eine gelungene Veranstaltung, mit dem Ziel zu einem ehrlichen und offenen Miteinander zu kommen und Vertrauen geschafft zu haben.

Gruppenfoto

An dieser Stelle darf ein D A N K an alle Plätzchen- und Kuchenbäcker*innen sowie dem Team der Hausarbeiter für die Vorbereitungen der Rahmenbedingungen im Mehrzweckraum nicht fehlen!

Text: Ramona Börger – Koordinatorin FPolD – E43
Fotos: Dieter Herwig – Freiwilliger Helfer (12. Polizeirevier)