Polizeifahrzeuge vor dem Polizeipräsidium Frankfurt am Main
 
07.09.2018 | Polizeipräsidium Frankfurt Main

Was macht die Polizei gegen Ablenkung im Straßenverkehr

UFFBASSE!

 

Banner: Polizeiliche Maßnahmen gegen Ablenkung im Straßenverkehr

Verkehrssituation mit einer durch ein Handy abgelenkten Autofahrerin

Zoom auf eine durch ein Handy abgelenkte Autofahrerin

 

 

 

Ablenkung im Straßenverkehr:

DAS ALLSEITS UNTERSCHÄTZTE RISIKO

„Viele Fußgänger, Radfahrer und Autofahrer beschäftigen sich nicht permanent mit dem Verkehrsgeschehen,
sondern schenken anderen Dingen ihre Aufmerksamkeit – eine gefährliche Entscheidung.

 

 

Gerade im Straßenverkehr müssen ständig und blitzschnell Entschlüsse gefasst werden. Stelle ich mich als Radfahrer noch neben das Auto, das rechts abbiegen möchte, oder bleibe ich dahinter stehen? Muss ich jetzt bremsen, weil die Ampel gerade auf Gelb springt, oder schaffe ich es noch problemlos über die Kreuzung? Und: Laufe ich als Fußgänger einfach los oder gucke ich erst links und rechts nach Fahrzeugen? All diese Handlungen, die Verkehrsteilnehmer scheinbar intuitiv und routiniert ausführen, sind in Wahrheit sekundenschnelle Entscheidungen des Gehirns. Werden sie von anderen Überlegungen unterbrochen, nimmt die Reaktionszeit ab“ (aus: Pressemitteilung der Kampagne „runtervomgas.de“)  und die Unfallgefahr steigt etwa um das 5fache.

Auch in Frankfurt am Main ist die Nutzung von Mobiltelefonen und Kopfhörern bei der Teilnahme im Straßenverkehr weit verbreitet. Betroffen sind alle Verkehrsteilnahmearten, Führer und Führerinnen von Kraftfahrzeugen nutzen das Handy ebenso selbstverständlich wie Radfahrer oder Radfahrerinnen oder Fußgänger oder Fußgängerinnen.

Weil das Risiko vergleichsweise gering erscheint, nutzen beispielsweise Autofahrer das Handy gerne im „Stop&go“-Verkehr oder während der Rotphase vor einer Ampel, um zu telefonieren oder Nachrichten zu checken. Dabei stellt sich allzu schnell ein schleichender Gewöhnungsprozess ein, der das Gefahrenbewusstsein mehr und mehr einschränkt. Weil meist nichts passiert, nutzen wir das Handy immer häufiger und umso ungenierter.

Da aber z.B. Kinder manchmal verzögert reagieren oder gar unvermittelt auf die Straße treten, stellt gerade die Nutzung von Mobilfunkgeräten und Kopfhörern durch Auto- und Radfahrer eine besondere Gefahr im Straßenverkehr dar – und vor dem Hintergrund der zunehmenden Verkehrsdichte ist die Annahme, „man habe auch mit dem Handy alles unter Kontrolle“ ein eklatanter Trugschluss! „Schwächerer Verkehrsteilnehmer“, wie Kinder, Menschen mit Handicap und Senioren oder Seniorinnen stehen im Straßenverkehr unter dem besonderen Schutz des § 3 StVO. Führer von Fahrzeugen haben sich, insbesondere durch Verminderung der Fahrgeschwindigkeit und durch ständige Bremsbereitschaft so zu verhalten, dass eine Gefährdung ausgeschlossen ist – aber bereits eine Sekunde reicht, um ein Kind zu übersehen, das plötzlich zwischen parkenden Fahrzeugen auf die Straße läuft.

Weil die Unfallursache „Ablenkung“ nach Expertenmeinung mittlerweile zu den „Killern im Straßenverkehr“ hinzugetreten ist und bei der verbotswidrigen Nutzung von Mobiltelefonen realistischerweise von einem besonderen Dunkelfeld ausgegangen werden muss, hat sich die Polizei Frankfurt am Main im Rahmen ihrer Schwerpunktsetzungen das Ziel gesetzt, insbesondere diese Verkehrsunfallursache wirksam und nachhaltig zu bekämpfen.

Seit Mai 2017 hat die Polizei Frankfurt am Main die Präventions- und Informationskampagne „UFFBASSE! - Für mehr Sicherheit im Straßenverkehr“ begonnen und kombiniert die zum Teil öffentlichkeitswirksam angelegten Präventionsmaßnahmen in Schulen und bei Veranstaltungen auch gezielt mit repressiven Kontrollen auf der Straße. So konnten im Verlauf eines Jahres etwa 2500 Verstöße gegen das Handynutzungsverbot im Rahmen des täglichen Streifendienstes und durchgeführten Kontrollstellen veranzeigt werden.

Wir als Polizei Frankfurt empfehlen, bei der Teilnahme am Straßenverkehr fahrfremde und ablenkende Tätigkeiten, wie beispielsweise das Telefonieren über eine Freisprechanlage auf ein Mindestmaß zu beschränken und auf die Nutzung von mobilen nicht fest verbauten Endgeräten gänzlich zu verzichten.

Da abzusehen ist, dass wir die anlassbezogenen Kontrollzahlen 2018 steigern werden, lautet unsere Botschaft deshalb: 

#UFFBASSE!

Handynutzer erhöhen nicht nur das Unfallrisiko im Straßenverkehr sondern auch die Wahrscheinlichkeit aufzufallen und angezeigt zu werden!


 

Video-Teaserbild: Filmbeitrag von RTL zu Ablenkung durch Mobiltelefone am Fahrradlenker„Handy am Fahrradlenker – Polizei fährt Kontrollen“ vom 01.08.2018 (RTL)

 

Video-Teaserbild: UFFBASSE! Für mehr Sicherheit im Straßenverkehr - Ablenkung durch MobiltelefoneRechtliche Infos zur Nutzung von mobilen Endgeräten finden sie hier

 

Video-Teaserbild: Ablenkung auf der KehrmaschineAblenkung auf der Kehrmaschine

 

Video-Teaserbild: Interview zu Ablenkung im StraßenverkehrInterview zu "Ablenkung im Straßenverkehr"

 

Video-Teaserbild: Was macht ihr eigentlich mit eurem Handy im Straßenverkehr"Was macht ihr eigentlich mit eurem Handy im Straßenverkehr?"

 

Video-Teaserbild: Nur eine SekundeNur eine Sekunde...!

 

Video-Teaserbild: UFFBASSE!"UFFBASSE! Für mehr Sicherheit im Straßenverkehr"


Link zur Web-Seite der Verkehrserziehung und -Aufklärung des Polizeipräsidium Frankfurt am Main (D 630)