Polizeifahrzeuge vor dem Polizeipräsidium Frankfurt am Main
 
24.09.2018 | Polizeipräsidium Frankfurt am Main

Kontrolleinheit Autoposer Raser Tuner (KART)

Peter Beuth besucht Kontrolleinheit Auto-Poser, Raser und Tuner der Frankfurter Polizei

Der Hessische Innenminister Peter Beuth war heute zu Gast im Polizeipräsidium Frankfurt am Main, um sich über die Arbeit der Kontrolleinheit Auto-Poser, Raser und Tuner (KART) zu informieren. Seit dem 1. März 2018 zählt die KART insgesamt 7 Mitarbeiter/innen. Bei der neuen Einheit handelt es sich um ein Pilotprojekt, welches auf ein Jahr angelegt ist.

 Pressekonferenz KART im Polizeipräsidium Frankfurt am Main

Die Beamten sind in zivil unterwegs und haben, wie der Name es bereits verrät, Poser, Raser und Tuner im Blick. Während die Poser mit zu lauten Fahrzeugen, quietschenden Reifen, aufheulenden Motoren und unnötigem Umherfahren auf sich aufmerksam machen, hat so manch ein Tuner Teile an seinem Fahrzeug verbaut, welche alles andere als verkehrssicher sind. Gefährlich ist auch das Verhalten mancher Raser. Erst gerade vor kurzem hat KART einen Autofahrer innerorts angehalten, welcher mit 115 km/h, statt den erlaubten 50 km/h, unterwegs war. Außerorts haben die Beamten auch schon 200 km/h, statt der erlaubten 100 km/h gemessen. Mit einem solchen Verhalten gefährden die Fahrer nicht nur sich, sondern auch Dritte.

Polizeipräsident Gerhard Bereswill und Staatsminister Peter Beuth   Vorführung einer Kontrollsituation

Doch damit nicht genug: Nicht selten wird mit sehr einfachen Mitteln das Fahrzeug so manipuliert, dass es unheimlich laut ist. Der gemessene Spitzenwert (Peak-Wert) lag bei einem Pkw bisher bei 116 dB. Für den Spitzenwert eines Motorrads hat die Skala das Schallpegelmessgerätes nicht einmal mehr ausgereicht: Der Wert lag bei über 130 dB. Um es sich besser vorstellen zu können: Das Fahrzeug war lauter, als wenn man 1 Meter von einer Kettensäge entfernt steht und das Motorrad lauter als ein Düsenflugzeug in 100 Meter Entfernung. Dass bei einem solchen Lärm manch Frankfurter/in nicht schlafen kann, verwundert nicht.

Seit dem Bestehen, hat KART unter anderem bereits mehr als 1.300 Fahrzeuge kontrolliert, 52 Strafanzeigen aufgenommen, 808 Ordnungswidrigkeiten festgestellt sowie 102 Fahrzeuge sichergestellt. Auch wenn es in Frankfurt keine Raserszene gibt, konnte KART in einem Fall ein illegales Autorennen an einer Ampel beweissicher dokumentieren und zur Anzeige bringen.

Die Poser, Raser und Tuner haben bereits gemerkt, dass KART konsequent durchgreift. Dies werden sie auch weiterhin tun; für mehr Sicherheit im Straßenverkehr und ruhigere Tage und Nächte in Frankfurt.