Polizeifahrzeuge vor dem Polizeipräsidium Frankfurt am Main
 
26.10.2017 | Polizeipräsidium Frankfurt am Main

„Erkennbar sein“ während der dunklen Jahreszeit

Teil 3: Verhaltenstipps für Fußgänger

UFFBASSE! – Für mehr Sicherheit im Straßenverkehr

Schlechtere Erkennbarkeit ohne Retroreflektierende Streifen (Vergleich)

Fußgänger werden von Fahrzeugführern in der dunklen Jahreszeit im Straßenverkehr schlechter wahrgenommen als tagsüber. Dadurch entstehen häufiger gefährliche Situationen, die nicht selten mit schwerwiegenden Folgen für die Fußgänger enden.

In 2016 ereigneten sich im Stadtgebiet Frankfurt am Main 569 Verkehrsunfälle mit Beteiligung von Fußgängern. Dabei wurden sechs Menschen getötet, 85 schwer- und 358 leichtverletzt. Ein Drittel dieser Unfälle (185) geschah bei dämmrigen respektive dunklen Lichtverhältnissen. Dabei wurden zwei Menschen getötet, 36 schwer- und 123 leichtverletzt. Betrachtet man nun diese 185 Unfälle nach der monatlichen Unfallstatistik, dann fällt auf, dass sich 68 Prozent (125) in den Monaten November bis März ereigneten, also genau in den kalten Herbst und Wintermonaten, an denen es länger dunkel ist.

Das Unfallrisiko bei Dunkelheit wird immer noch von vielen Verkehrsteilnehmern unterschätzt. Das ist u. a. daran zu erkennen, dass viele Fußgänger mit dunkler Kleidung unterwegs sind. Vielen von uns ist nicht bewusst, wie spät sie damit von anderen Verkehrsteilnehmern wahrgenommen werden. Ein dunkel gekleideter Fußgänger kann von einem Autofahrer bei schlechten Sichtverhältnissen erst aus  rund 25 Metern Entfernung erkannt werden. Der Anhalteweg eines Pkw mit 50 km/h beträgt bei einer Gefahrenbremsung aber rund 28 Meter. Somit könnte ein Pkw im Stadtverkehr nicht mehr rechtzeitig zum Stehen gebracht werden, wenn in solchen Situationen ein Fußgänger die Fahrbahn betritt.

Trägt ein Fußgänger jedoch helle Kleidung, dann kann er bereits ab einer Entfernung von 40 Metern und wenn er Kleidung mit reflektierenden Materialien trägt sogar schon ab einer Entfernung von 130  - 160 Metern wahrgenommen werden.

Reflektierende Materialien sind ein Sicherheitsgewinn in der Dunkelheit. Sie werfen das Scheinwerferlicht von Kraftfahrzeugen oder Fahrrädern direkt zurück und erhöhen so die Sichtbarkeit. Eine sichere Ausrüstung muss aber nicht teuer sein. Sicherheitswesten, Reflektoren, blinkende Armbänder, leuchtende Taschen, Capes oder reflektierende Schirme können stellenweise sehr kostengünstig erworben werden.

Zu Fuß Gehende gehören zu den schwächeren Verkehrsteilnehmern - Kinder, Senioren oder Menschen mit Handicap gar zu den schwächsten Verkehrsteil-nehmern. Eltern sollten daher beim Kauf von Kinderjacken, Schulranzen oder Rucksäcken darauf achten, dass auf diesen Reflektoren angebracht sind oder alternativ ihre Kinder mit zusätzlichen, reflektierenden oder leuchtenden Accessoires ausstatten. Schulkinder sollten zudem morgens ausgeschlafen und gut gefrühstückt frühzeitig den Schulweg antreten, denn in Eile übersehen Kinder schnell brenzlige Situationen.

Hundebesitzer statten ihre Hunde oft mit Reflektoren und Leuchtbändern aus, damit diese gut gesehen werden. Sie selbst tragen jedoch häufig dunkle Kleidung und sind dadurch nicht sichtbar. Achten Sie daher auch auf sich selbst und tragen am besten reflektierende Materialien. Das Gleiche gilt für Freizeitsportler. Häufig erlebt, überqueren dunkel gekleidete Jogger schnell die Straße, die im Vorfeld kaum oder gar nicht wahrnehmbar waren.

Polizeipräsidium Frankfurt am Main / Direktion Verkehrssicherheit / D 630 - Verkehrserziehung und -aüfklärung /#MehrVorsichtMehrRücksicht

Fazit

Sehen und gesehen werden ist das Motto in diesen und den folgenden Tagen.
Bitte #MehrVorsichtMehrRücksicht für alle Verkehrsteilnehmer auf Frankfurts Straßen.

Schlechtere Erkennbarkeit ohne Retroreflektierende Streifen (Vergleich)


Weitere Informationen unter:

 

Lass Dich sehen

 

 Aktion „Lass Dich sehen“ unter www.lass-dich-sehen-frankfurt.de

 

DGUV

 

 Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) unter:
  https://www.youtube.com/watch?v=J9TN5SyEt_g