Polizeifahrzeuge vor dem Polizeipräsidium Frankfurt am Main
 
14.02.2020 | Polizeipräsidium Frankfurt am Main

„Senioren und Seniorinnen im Fokus“

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Um die Verkehrssicherheit älterer MitbürgerInnen in Ffm.-Rödelheim zu erhöhen, widmeten sich die Frankfurter Polizei und die Städtische Verkehrspolizei am 13.02.2020 den alltäglichen Konflikt- und Gefahrenstellen mit denen ältere Menschen regelmäßig im Straßenverkehr konfrontiert werden.

So werden ältere MitbürgerInnen im Straßenverkehr häufig durch

  • Verbotswidriges Parken auf Gehwegen oder im Bereich von abgesetzten Bordsteinen
  • Unberechtigtes Parken auf Behindertenparkplätzen
  • Verstellen von Einmündungs- und Kreuzungsbereichen
  • Achtloses Abstellen von eScootern auf den Gehwegen
  • Unerlaubtes Befahren von Gehwegen als Radfahrende

behindert oder gar gefährdet.

Um an diesem Tag wirksame Abhilfe zu schaffen, begaben sich die eingesetzten Beamtinnen der polizeilichen Seniorenberatung, mit Unterstützung weiterer VerkehrserzieherInnen und des 11. Polizeireviers im Rahmen einer gemeinsamen Begehung mit Seniorinnen und Senioren in das Umfeld des Sozial- und Rehazentrums West.

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Dabei hatten Polizei und städtische Verkehrspolizei in einem kurzem Zeitraum von 2 Stunden bereits eine Vielzahl von Verstößen festzustellen und zu verfolgen. Konkret wurden

  • 17x Verwarnungen mit Verwarnungsgeld
  •   3x Abschleppungen, sowie
  • 14x mündliche Verwarnungen

registriert und teilweise im Beisein der Senioren mit den Verursachern thematisiert. Dabei überraschte nicht, dass vielen Verkehrsteilnehmern nicht bewusst ist, dass auch das “nur kurzzeitige Parken auf dem Gehweg” für benachteiligte Menschen eine schwerwiegende Behinderung darstellt und mit Umwegen oder zusätzlichen Gefahren verbunden ist.

Der Sinn “taktiler Streifen” zur verkehrssicheren Führung von Menschen mit Seheinschränkungen war nur den wenigsten geläufig.

Das größte Hindernis für alle zu Fußgehenden waren an diesem Tag, die zahlreichen Baustellen, die in der Vergangenheit u.a. zur Umleitung der Buslinie 34 und der Verschiebung von Bushaltestellen geführt hatten – ein Umstand, der gerade Menschen mit Bewegungseinschränkungen vor zusätzlich Anforderungen stellt.

Alle Seniorinnen und Senioren, aber auch viele Anwohner und Passanten begrüßten die polizeilichen Maßnahmen und konnten im Rahmen der durchgeführten Beratungsgespräche für sich wertvolle Informationen mitnehmen, um ihren Verkehrsalltag künftig noch ein wenig sicherer zu gestalten.

O-Ton eines Passanten aufgrund der polizeilichen Maßnahmen in der Radilostraße: "Schön, dass die Polizei heute so präsent ist. Sie machen hervorragende Arbeit."

O-Ton im Seniorengespräch mit einer 87jährigen Rentnerin: "Die Anerkennung, dass auch wir Verkehrsteilnehmer mit Einschränkungen sind und unsere Bedürfnisse haben, tut richtig gut."

Widerspruch seitens der der Verursacher von Verkehrsbehinderungen ergab sich nicht.

Auf der Basis der gesammelten Informationen wird die Frankfurter Polizei die städtischen Behörden auf konkrete Örtlichkeiten mit der Bitte hinweisen, den Verkehrsraum im Umfeld der besuchten Senioreneinrichtung weiter zu optimieren und im Übrigen werden wir unsere Anstrengungen zum Schutz der „schwächeren Verkehrsteilnehmer“ in ähnlicher Form fortsetzen.

MAXimal mobil sein – ein Leben lang!

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