Luftbildaufnahme des Polizeipräsidiums Mitelhessen
 
06.04.2017

Grünberg praktiziert die Aktion MAX

Eine etwas besondere Rollator Schulung

Plakat zur Aktion MAX - Eine Verkehrspräventionsaktion für Seniorinnen & Senioren des Polizeipräsidiums Mittelhessen - MAXimal mobil bleiben – mit Verantwortung!

Mobilität im Alter praxisnah erleben war Thema eines MAX-Workshops in Grünberg. Eingeladen hatte der Seniorenbeirat der Stadt Grünberg um seinen Vorsitzendem Walter Corell und Marlene Queckbörner, um die Aktion MAX etwas bekannter zu machen.

Dankenswerterweise stellte die Theo-Koch-Schule in Grünberg Räumlichkeiten und der Schulhof diesbezüglich zur Verfügung. Einem praxisbezogenen Workshop stand somit nichts mehr im Wege.

 

Foto: Das Plakat zur Aktion Max

 

Polizeioberkommissar Steffen Dapper

 

Der Seniorenbeirat hatte am Samstag, 25.03.2017, mit Polizeioberkommissar Steffen Dapper von der Polizeistation Grünberg (Foto rechts) einen Referenten gewinnen können, der den

Slogan „MAXimal - mobil bleiben mit Verantwortung“ der Aktion MAX

den Teilnehmern ein wenig näher brachte, auch praktisch!

 

Vortrag zum Gebrauch von Rollatoren durch einen Sanitätsfachmann im Rahmen des MAX-Workshop in Grünberg
Foto: Vortrag zum Gebrauch von Rollatoren durch Sanitätsfachmann Blaut

Dapper wies in seinem Vortrag darauf hin, dass die Unfallzahlen älterer Verkehrsteilnehmer über 55 Jahre, speziell bei der Nutzung von Autos und Motorrollern, erheblich zugenommen haben. Die Bevölkerung werde immer älter, bleibe nach wie vor aktiv und nehme gerne auch am öffentlichen Leben teil. Auf Grund der ländlichen Struktur, stehe der öffentliche Nahverkehr aber nicht überall im zufriedenstellenden Umfang zu Verfügung und daher sei man auf das Auto angewiesen.

Interessierte Senioren lauschen dem Vortrag im Rahmen des MAX-Workshop in Grünberg
Foto: Interessierte Senioren lauschen dem Vortrag im Rahmen des MAX-Workshop in Grünberg

Wichtig sei eine freiwillige, regelmäßige Überprüfung der Fahrtauglichkeit, denn im Alter können die körperlichen Einschränkungen zunehmen. Alle Sinne lassen nach, ebenso die Seh- und Hörfähigkeit und hinzukommen zudem oft Medikamenteneinnahmen. Wenn man auf technische Hilfen wie Rollatoren und Krankenfahrstühle umsteigen müsse, dann gehe der Umgang und die Benutzung nicht automatisch, sondern erfordere einen Lernprozess und ein Umdenken.

Einige der Teilnehmer des Rollatoren-Praxistest im Rahmen des MAX-Workshop in Grünberg
Foto: Einige der Teilnehmer des Rollatoren-Praxistest im Rahmen des MAX-Workshop

Dazu hatte sich der Inhaber des örtlichen Sanitätshauses, Paul Blaut, etwas Besonderes einfallen lassen. Die Teilnehmer des Workshops konnten an diesem Tag auch einen praktischen Test mit Rollatoren absolvieren, die zudem kostenlos zur Verfügung gestellt wurden. Der Hindernis-Parcours verfügte  unter anderem auch über unterschiedliche Teppichmatten, zudem mussten Hindernisse überwunden werden. Herr Blaut betonte, dass er keine Verkaufsveranstaltung durchführe, sondern nur den Umgang mit den Rollatoren und die unterschiedlichen Angebote aufzeigen wolle.

Rollatoren-Praxistest im Rahmen des MAX-Workshop in Grünberg, hier mit Polizeioberkommissar Dapper
Foto: Rollatoren-Praxistest mit Polizeioberkommissar Dapper (links) und Herrn Paul Blaut, einem Sanitätsfachmann

Dem Aufruf in der Presse waren nicht nur die in der Kernstadt Grünberg befindlichen Seniorenhäuser gefolgt, nein auch Privatpersonen fanden sich zur Veranstaltung ein. Sie hatten ihr Kommen nicht bereut, sollte man den Aussagen im Nachhinein Glauben schenken.

 Aktion MAX - Machen Sie mit!

"So etwas sollte viel öfter angeboten werden. Wir haben einiges dazu gelernt.“

„Die Informationen durch die Polizei und das Sanitätshaus waren sehr hilfreich. Es hat wirklich Spaß gemacht“,

 

so die Aussagen einiger Teilnehmer/innen. Auch die von den Seniorenhäusern anwesenden Betreuerinnen kündigten bereits an, diese Veranstaltung bei anderen Pflegeeinrichtungen zu empfehlen.  

Abschließend erhielt jede/r Teilnehmerin/er eine  Teilnahmebescheinigung.  Alles in Allem eine gelungene zweistündige, mit Spaß und auch dem nötigen Ernst verbundene Veranstaltung, die sicherlich ihre Wiederholung findet.

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MAX richtet sich speziell an die Generation 65Plus und hält ganz konkrete Empfehlungen bereit.

Aktion MAX - KontaktadressenDie Ansprechpartner und Referenten der Institutionen können bei der Geschäftsstelle von verkehrssicher-in-mittelhessen erfragt werden. Diese ist zu erreichen im 

Polizeipräsidium Mittelhessen 
Tel. 0641 7006-3810
bzw.
per Mail: aktion-max.ppmh@polizei.hessen.de

Mehr zur 2 rote Pfeile Aktion MAX

Mehr zum Verkehrspräventionsprogramm verkehrssicher-in-mittelhessen und der dazugehörigen Aktion MAX finden Sie im Internet unter:

Internetadresse: "www.verkehrssicher-in-mittelhessen.de"