Hessische Polizei - Polizeiautos
 
05.06.2013

MAXimal mobil bleiben - mit Verantwortung

Vorstellung der neuen Verkehrspräventionskampagne "MAX"

Im vollen Konzertsaal des Gießener Rathauses präsentierte Werner Koch, Staatssekretär im Hessischen Ministerium des Innern und für Sport (Foto rechts), am Sonntag, 26. Mai 2013, im Rahmen eines Verkehrssicherheitstages für Seniorinnen und Senioren die neue mittelhessische Verkehrspräventionskampagne MAX.Staatssekretär Werner Koch präsentierte die neue mittelhessische Verkehrspräventionskampagne MAX

MAX steht für "MAXimal mobil bleiben - mit Verantwortung!".
MAXimal mobil bleiben - mit Verantwortung! Kurzform - Aktion MAX

"Senioren gehören heute nicht zum 'Alten Eisen', sie sind fit und nehmen aktiv am Leben teil. Nichts desto trotz gibt es bei dem ein oder anderen beispielsweise körperliche Einschränkungen, die vielleicht zu Unsicherheiten in der alltäglichen Mobilität führen können. Aufklärung kann dazu beitragen Probleme zu erkennen, darauf zu reagieren und so die Verkehrssicherheit zu steigern. Hier setzt das neue Konzept 'MAXimal mobil bleiben - mit Verantwortung' an", so Staatssekretär Werner Koch in seinem Grußwort.

Polizeipräsident Manfred Schweizer begrüßt im vollen Konzertsaal des Gießener Rathauses die Teilnehmer des ersten Verkehrssicherheitstag für Seniorinnen und Senioren in Mittelhessischen
Foto oben: Polizeipräsident Manfred Schweizer begrüßt im vollen Konzertsaal des Gießener Rathauses die Teilnehmer des ersten Verkehrssicherheitstag für Seniorinnen und Senioren in Mittelhessischen

MAX soll Menschen ab 65 Jahren zur größtmöglichen Verkehrssicherheit bei gleichzeitiger maximaler Mobilität verhelfen - Mobilität mit Bus oder Bahn, Auto, Fahrrad oder motorisiertem Zweirad oder als Fußgänger.

  • Plakat zur Aktion MAX - Eine Verkehrspräventionsaktion für Seniorinnen & Senioren des Polizeipräsidiums Mittelhessen - MAXimal mobil bleiben – mit Verantwortung! Wie ist das eigentlich mit Fahrübungen oder Weiterbildungsstunden oder Übungen an den vielen neuen Fahrzeugassistenzsystemen?
  • Welche altersbedingten Einschränkungen könnten auf mich zukommen?
  • Wie steht´s um meine Augen, mein Gehör, meine Reaktion?
  • Muss ich wegen meines Blutzuckers, Bluthochdrucks oder/und meiner Medikamente Obacht geben?
  • Welche Möglichkeiten bieten der öffentliche Personennahverkehr oder die Deutsche Bahn?
  • Was sollte ich bei der Teilnahme am Straßenverkehr beachten?
  • Seniorengerechter Gesundheitssport?

Die Aktion MAX setzt hier mit breit gefächerten Informationen aus einem 2 rote PfeileThemenbaukasten an.

Dieser ist das zentrale Element der Aktion MAX und gefüllt u.a. mit Vorträgen, Filmen, Simulationen und Tests.

Vertreter verschiedener Behörden und Institutionen (u. a. Staatsanwaltschaft Gießen, Gerichtsmedizinisches Institut Gießen, Polizei, Stadt Gießen, Landkreis Gießen, Regierungspräsidium Gießen, Sportkreis Gießen) Optiker, Akustiker, Fachhändler z. B. von Fahrzeugassistenzsystemen oder Schutzkleidung für Radfahrer und E-Bikes, TÜV, DEKRA, Malteser, Apotheker, Fahrschulen, Stadtwerke, Deutsche Bahn, B.A.D.S. und sogar ein Autohersteller unterstützen die Präventionskampagne und stellen sich und ihr spezielles Know-how zur Verfügung.

Infoveranstaltungen, Workshops oder Präventionstage lassen sich je nach Publikum und Wünschen individuell und zielgerichtet zusammenstellen.

MAX-Plakatenthüllung mit v.l. Polizeipräsident Manfred Schweizer, Staatssekretär Werner Koch, Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz, Landrätin Anita Schneider und Polizeidirektor Manfred Kaletsch
Foto oben: MAX-Plakatenthüllung mit v.l. Polizeipräsident Manfred Schweizer, Staatssekretär Werner Koch, Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz, Landrätin Anita Schneider und Polizeidirektor Manfred Kaletsch

 

Der Verkehrssicherheitstag bot Besuchern im und rund um das Rathaus Gießen schon einen Eindruck vom Inhalt und Aussehen des Themenbaukastens.

Verkehrssicherheitstag für Senioren am Sonntag, 26. Mai 2013 in Gießen Es gab u.a. kostenlose Hör-, Seh- und Reaktionstests, Übungen im Fahrsimulator, den Einsatz von Sehfehlerbrillen und einen Altersanzug zur Simulation von Alterseinschränkungen sowie diverse Kurzvorträge und viele Informationen rund um das Thema Gesundheit und Straßenverkehr.

2 rote Pfeile Mehr zum Programm

Darbietungen von Chiara und Markus Herzberger an der Geige bzw. am Piano

 

Trotz Dauerregens und niedriger Temperaturen kamen zwischen drei- und vierhundert Seniorinnen und Senioren zu dem Präventionstag. Nach den von Darbietungen von Chiara und Markus Herzberger (Foto links) an der Geige bzw. am Piano begleiteten Grußworten machten sie ausgiebig Gebrauch von den vielfältigen Angeboten.

 

Der Fahrsimulator war ständig belegt

 

Z.B. waren der Fahrsimulator und die T-Wall, eine aus wechselnd aufleuchtenden Tasten bestehende "Wand" zum Testen der Reaktion, dauerbesetzt. Den Hörtest absolvierten mindestens 120, den ebenfalls kostenlosen Sehtest im Fielmann Sehtestmobil mehr als 50 Besucher.

 

Die T-Wall, eine aus wechselnd aufleuchtenden Tasten bestehende -Wand- zum Testen der Reaktion, war dauerbesetzt

 

 

Auch der Rettungsdienst hatte ständig Gäste, die den "Altersanzug" und seine Folgen probierten und/oder die Übungspuppe reanimierten.

Auch der Rettungsdienst hatte ständig Gäste, z. B. beim Reanimieren üben

 

 

 

Den Film "Geisterfahrer" fand ebenso seine Zuschauer und Zuhörer, wie die Vorführung des Seniorensports und die späteren Vorträgen zu Neuerungen der Straßenverkehrsordnung und zur Auswirkung von Medikamenten.

 

Die Resonanz an den Angeboten im Außenbereich mit z.B. der Möglichkeit zum Testen von Fahrassistenzsystemen oder der Aufklärung über E-Bikes und Schutzkleidung litt leider unter der Witterung und hätte mehr Besucher verdient gehabt.

passendes Fahrradzubehör gehörte auch zum Angebot des Verkehrssicherheitstages Der Verein Ehrenamt Gießen e.V., der maßgeblich an der Organisation mitwirkte und zum Gelingen des Tages beitrug, indem er u.a. auch für das leibliche Wohl der Gäste sorgte, freute sich besonders über die rege Teilnahme.

Angehörige der Generation 65+ äußerten sich sehr positiv und erfreut und hoffen auf mehr solcher Angebote.

 

 

MAX ist neben BOB die zweite Säule unter dem "Dach" des bekannten mittelhessischen Verkehrspräventionsprogramms verkehrssicher-in-mittelhessen und wird zunächst im Landkreis Gießen durchgeführt.

Die Plakate zur -verkehrssicher-in-mittelhessen- mit den Aktionen BOB und MAX

MAX-SchlüsselanhängerMAX hat wie BOB einen Schlüsselanhänger als individuelles Identifikationssymbol.

Der MAX-Schlüsselanhänger (Foto rechts) ist u.a. bei den Gießener Polizeistationen, im Rathaus und im Landratsamt Gießen kostenlos erhältlich.

Der MAX-Schlüsselanhänger war sehr begehrt bei den Senioren – den gab es u. a. kostenlos am Polizeistand von Claudia Schäfer und Jörg Pfeiffer

 

 

Foto links: Der MAX-Schlüsselanhänger war sehr begehrt bei den Senioren – den gab es u. a. kostenlos am Polizeistand von Claudia Schäfer und Jörg Pfeiffer

 

Polizeipräsident Manfred Schweizer

 

 

"Wir widmen uns in besonderer Weise der Altersgruppe der über 65jährigen, die immer größer und mobilitätsbewusster wird. Mobilität ist ein Ausdruck von Lebensqualität und gerade im fortgeschrittenen Alter ein unverzichtbares Gut, dass es auch im Zusammenhang mit der sicheren Teilnahme am Straßenverkehr zu erhalten gilt. Dazu trägt die Aktion MAX bei, indem sie das entsprechende Wissen und die erforderlichen Kompetenzen unserer Seniorinnen und Senioren fördert und stärkt", sagte Polizeipräsident Manfred Schweizer (Foto rechts).

Anmerkung:

Die Arbeitsgruppe des Präventionsrates setzt sich zusammen aus folgenden Behörden/Institutionen:

  • Stadt Gießen - Straßenverkehrsabteilung;
  • Landkreis Gießen - Fachdienst Verkehr;
  • Staatsanwaltschaft Gießen;
  • Verkehrswacht Gießen;
  • Verein Ehrenamt Gießen e.V. und
  • Polizeipräsidium Mittelhessen - Direktion Verkehrssicherheit/Sonderdienste.

Logo des Polizeipräsidiums MittelhessenNach der Analyse steigt der Anteil der Bevölkerung der Menschen über 65 Jahre von derzeit einem Fünftel bis ins Jahr 2050 auf ein Drittel an. Damit einher geht eine Zunahme  älterer Menschen, die aktiv und in allen Verkehrsarten am Straßenverkehr teilnehmen. Mit Ablauf des Jahres 2011 betrug der Bevölkerungsanteil der Generation 65+ in Mittelhessen 19,5%.

Während zwischen 2006 und 2012 die Gesamtzahl der Unfälle um 5,5% gestiegen ist, wuchs der Anteil der durch einen Beteiligten dieser Altersgruppe verursachten Unfälle um 20,7%. Bei den über 75jährigen lag die Steigerung im gleichen Zeitraum sogar bei  55,5 %.

Die Untersuchung enthält weitere detailliertere Zahlen, Betrachtungen und Unterscheidungen, kommt aber zusammenfassend zu folgendem Ergebnis:

Werden die verursachten Unfälle der Generation 65+ ins Verhältnis zu dem sogenannten Fahrleistungsanteil gesetzt, gehören die über 75-Jährigen gleich hinter den "Jungen Fahrern" zwischen 18 und 24 Jahren (=Zielgruppe der Aktion BOB) zu den am stärksten belasteten Verkehrsteilnehmern. Im Vergleich zu anderen Altersgruppen unauffällig ist dagegen derzeit das Unfallaufkommen der 65 bis 74-Jährigen.

Polizeidirektor Manfred Kaletsch"Da der demografische Wandel jedoch zu einer Zunahme der Bevölkerung der Generation 65+ führen wird und diese Gruppe zukünftig mobiler sein will und sein wird, bedarf es einer frühzeitigen, zielgruppenorientierten Verkehrsprävention, welche mit der ganzheitlichen und nachhaltig ausgerichteten "Aktion MAX" heute seinen Anfang genommen hat", sagt  Polizeidirektor Manfred Kaletsch (Foto rechts); Leiter der Direktion Verkehrssicherheit/Sonderdienste und der Arbeitsgruppe Verkehrssicherheit des Präventionsrats von Stadt und Landkreis Gießen, der sich an dieser Stelle bei allen Beteiligten bedankt, die an der Erarbeitung und der Umsetzung des Konzeptes mitgewirkt haben und weiterhin mitwirken werden.

    2 rote Pfeile Mehr zur Aktion MAX

 

Zur Bildergalerie einfach auf das folgende Bild klicken!

Bildergalerie zum Start der - Aktion MAX - eine Verkehrspräventionsaktion für Seniorinnen & Senioren

 

Weitergehende Informationen zum Thema verkehrssicher-in-mittelhessen mit Aktion BOB und MAX finden Sie unter:

Internetadresse: "www.verkehrssicher-in-mittelhessen.de"