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11.05.2021 | Unfallstatistik

Polizeipräsident Bernd Paul stellt Verkehrsunfallstatistik 2020 vor

 Verkehrsunfallstatistik für das Jahr 2020 des Polizeipräsidiums MittelhessenLogo des Polizeipräsidiums Mittelhessen

 

  • Starker Rückgang der Unfallzahlen

  • Weiterhin viele tödliche Verkehrsunfälle auf außerörtlichen Bundes- und Landesstraßen

  • Aufklärungsquote bei Unfallfluchten nochmals verbessert

  • Zunahme von Unfällen mit Fahrrädern und Pedelecs   

  

Mittelhessen: 19.614 Verkehrsunfälle wurden im Polizeipräsidium Mittelhessen mit den vier Landkreisen Marburg-Biedenkopf, Wetterau, Lahn-Dill und Gießen sowie auf den Bundesautobahnen im letzten Jahr aufgenommen. Dies bedeutet einen Rückgang von 17,54 Prozent. Die Anzahl der Verkehrstoten sank von 49 auf 42.

Weit mehr als die Hälfte aller Verkehrsunfälle machen die Wildunfälle (5.201) und die Verkehrsunfallfluchten (5.204) aus. Während das Minus bei den Verkehrsunfallfluchten mit 18,25 Prozent deutlich ausfiel, sank die Zahl der Wildunfälle um 7,98 Prozent.

Polizeipräsident Bernd Paul

Die Pandemie hatte im letzten Jahr deutliche Auswirkungen auf die Verkehrsunfallstatistik für Mittelhessen. Diese Entwicklung, die einen Rückgang von etwas über 4.000 Verkehrsunfälle ausmacht, bedeutet gleichzeitig den niedrigsten Wert seit Einrichtung unseres Präsidiums vor 20 Jahren.

Foto: Polizeipräsident Bernd Paul

 

Trotz dieser positiven Entwicklung bei den Unfallzahlen müssen wir leider weiter eine hohe Anzahl an Verkehrstoten auf den mittelhessischen Straßen beklagen. 42 Personen kamen bei Verkehrsunfällen im letzten Jahr in den vier Landkreisen und auf den Bundesautobahnen in Mittelhessen ums Leben. 19 Personen, also fast die Hälfte, starben, weil zu schnell gefahren wurde. Zu hohe Geschwindigkeit ist auch weiter mit fast 20 Prozent die Hauptunfallursache, wenn Menschen verletzt oder getötet werden. Wir wollen unsere Bemühungen weiter verstärken und gegen rücksichtslose Raser konsequent vorgehen. Beispielsweise haben wir am Karfreitag konzentrierte Kontrollaktionen gegen Raser an verschiedenen Brennpunkten in allen vier Landkreisen durchgeführt. Solche konzeptionell durchgeführten Kontrollmaßnahmen sind wichtig und tragen deutlich zur Verringerung schwerer Unfälle bei. Wir werden in diesem Jahr neben solchen größeren Aktionen auch bei den täglichen Kontrollen die zu hohe Geschwindigkeit im Fokus behalten.“, so Polizeipräsident Bernd Paul bei der Vorstellung der Unfallzahlen für das Polizeipräsidium Mittelhessen.

Der Leiter der Abteilung Einsatz, Leitender Polizeidirektor Manfred Kaletsch, fügte an, „dass ein besonderes Interesse weiter der Verkehrsprävention gilt. Wir haben mit dem Präventionsprogramm verkehrssicher-in-mittelhessenvor 14 Jahren ein umfangreiches und sehr erfolgreiches Projekt ins Leben gerufen und damit ein breites Fundament in der Präventionsarbeit geschaffen. Dies wurde mit vielen Aktionen, wie BOB oder MAX, bereichert und bekannt gemacht. Wir wollen damit die Verkehrsteilnehmer über Unfallgefahren und deren schlimme Folgen aufklären. Beispielsweise konnte durch die Aktion BOB erreicht werden, dass im letzten Jahr über 70 Prozent weniger junge Personen am Steuer durch den Einfluss von Alkohol verunglückten, als noch vor Beginn des Projekts 2006. Diese vorbeugenden Maßnahmen, in denen wir unterschiedliche Zielgruppen zu unterschiedlichen Themen ansprechen, wollen wir weiter ausbauen und dabei auch eng mit anderen Institutionen zusammenarbeiten.“

 Diagramm: Entwicklung der Gesamtunfälle im Polizeipräsidium Mittelhessen der letzten fünf Jahre

 Unfallstatistiken der vergangenen Jahre 

Jörg Reinemer, Pressesprecher

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