Hessische Polizei - Polizeiautos
 
19.08.2020

Videoüberwachung durch Stadt und Polizei am Marktplatz in Gießen in Betrieb genommen

Gemeinsame Pressemitteilung
der Stadt Gießen und des Polizeipräsidiums Mittelhessen

Logos: Stadt Gießen und Polizeipräsidium Mittelhessen  

Drei Kameras rund um die Uhr im Einsatz – Erster von drei Standorten läuft

Gießen: Die anhaltend hohe Anzahl der Straftaten, z.B. Körperverletzungen und Diebstähle löste in den vergangenen Jahren eine Diskussion über eine mögliche Videoüberwachung im Bereich des Gießener Marktplatzes aus. Leider mehren sich gesamtgesellschaftlich sogar Übergriffe gegen uniformierte Repräsentanten staatlicher Gewalt und Kräfte von Rettungsdiensten und Feuerwehren. All dies hat die Stadt Gießen und das Polizeipräsidium Mittelhessen bewogen, die Errichtung einer konzeptionellen Videoüberwachung im Stadtgebiet intensiv zu prüfen. In diesem Zusammenhang waren zunächst die notwendigen gesetzlichen Voraussetzungen zu beachten. Diese wurden durch das Polizeipräsidium Mittelhessen und auch durch den hessischen Beauftragten für Datenschutz geprüft.

Zusammen mit der Stadt Gießen wurde der erste Teil des Konzepts, die Anlage am Marktplatz, deren Bilder bei der  Polizeistation Gießen Nord am Berliner Platz auflaufen, nun offiziell in Betrieb genommen.

 Offizielle Inbetriebnahme der Videoüberwachungsanlage auf dem Marktplatz von Gießen: Die schwenkbaren Kameras
Foto: Die schwenkbaren Kameras am Gießener Marktplatz

Die Aufklärung von Straftaten wird durch eine Videoüberwachung erheblich erleichtert. Dies ist ein gewichtiges Argument für die Inbetriebnahme der Videoanlage rund um den Marktplatz. Vor allem aber steigern Videoüberwachungsanlagen das subjektive Sicherheitsgefühl der Menschen, die den Bereich passieren oder sich hier aufhalten. Wir wollen mit der Videoüberwachung Straftaten verhindern und den Überwachungsdruck für potentielle Straftäter erhöhen. Die Polizei verspricht sich davon eine deutliche Verbesserung.", erläutert Polizeipräsident Bernd Paul.

Die Aufzeichnung der Bilder erfolgt durch die Polizei, die für die Strafverfolgung zuständig ist“, ergänzt Bürgermeister und Ordnungsdezernent Peter Neidel.

„Aber auch die Leitstelle der städtischen Ordnungspolizei hat Leserechte und kann das Geschehen am Marktplatz an Bildschirmen verfolgen“. Dadurch könne eine etwaige Verwendung der „Mobilen Wache“ erheblich besser disponiert werden, so Neidel.

In nächster Zeit werden auch die Bereiche Walltorstraße und Bahnhofsvorplatz mit in die Überwachung einbezogen, die letzten technischen Voraussetzungen werden gerade geschaffen“, berichtet der Ordnungsdezernent.

Am Mittwoch, 19.08.2020, nahmen Gießens Bürgermeister Peter Neidel, Ordnungsamtsleiter Alexander Steiß und die Abteilungsleiter Dirk Drebes und Carsten Trittin sowie Polizeipräsident Bernd Paul, der Leiter der  Polizeidirektion Gießen, Joachim Bernard, der Leiter der  Polizeistation Gießen Nord, Mark Weiershausen, die Anlage offiziell in Betrieb, siehe Foto:

Offizielle Inbetriebnahme der Videoüberwachungsanlage auf dem Marktplatz von Gießen
Offizielle Inbetriebnahme der Videoüberwachungsanlage

Die erste Anlage der Videoüberwachung wird den Bereich Marktplatz abdecken. Dadurch entstehen auch bei Dunkelheit verwertbare Bilder von guter Qualität. Hauseingänge und Fenster werden durch Grauzoneneinblendung in der Software aus Gründen des Datenschutzes nicht von den Kameras erfasst. Damit wird gewährleistet, dass private Bereiche auch privat bleiben und sich die Besucher des Marktplatzes trotzdem sicherer fühlen.

Die Technik und der Bildspeicher sind im Gebäude der Polizeidirektion Gießen am Berliner Platz untergebracht, die Empfangszentrale der Bilder mit zwei Überwachungsmonitoren befindet sich in der Polizeistation Gießen Nord. Die schwenkbaren Kameras können von der Polizei bei Bedarf manuell gesteuert werden. Die Daten werden zehn Tage gespeichert und können somit auch für nachträgliche Ermittlungen verwendet werden. Danach werden die Bilder gelöscht.

 Offizielle Inbetriebnahme der Videoüberwachungsanlage auf dem Marktplatz von Gießen:  Bürgermeister Peter Neidel und Polizeidirektor Joachim Bernard auf der Wache in der Polizeistation Gießen Nord
Foto: Bürgermeister Peter Neidel und Polizeidirektor Joachim Bernard auf der Wache in der Polizeistation Gießen Nord

Der Bau und die Inbetriebnahme insbesondere der ersten Videoüberwachungsanlage benötigte sehr viel Zeit, weil dafür aufgrund fehlender Infrastrukturen, vor allem im Bereich Glasfasernetz und Stromanschlüsse erst eine gewisse Grundversorgung hergestellt werden musste. Davon werden nun unmittelbar die beiden anderen geplanten und bereits im Bau befindlichen Standorte für die Videoüberwachungsanlagen im Bereich der Walltorstraße und der Bahnhofstraße profitieren“, fährt Neidel fort.

Polizeipräsident Bernd Paul

 

Wir erhoffen uns durch die nun in Betrieb genommene Videoüberwachung eine Verbesserung der Sicherheit am Marktplatz. Wir erwarten dadurch einen Zugewinn für die Sicherheitsarbeit und sehen künftig bessere Chancen, auf Geschehnisse vor Ort schneller und gezielter einwirken zu können.“ ergänzten Polizeipräsident Bernd Paul und Bürgermeister Peter Neidel abschließend.

 


Im Anschluss an die Inbetriebnahme wurden auf der Wache der Polizeistation Gießen Nord anschaulich die auflaufenden Kameraaufzeichnungen und technischen Möglichkeiten vorgeführt. Die Gesamtkosten für die Technik, die Herstellung der Internetleitungen, die Inbetriebnahme und die Einweisung des Personals der Polizei belaufen sich auf ca. 115.000,00 €, davon werden 66% durch das Land Hessen bezuschusst.

 

Weitere Bilder:

 

Jörg Reinemer, Pressestellte Polizeipräsidium Mittelhessen
Claudia Boje, Pressestelle Stadt Gießen

Mehr zum  Konzept „Sicheres Gießen“