Hessische Polizei - Polizeiautos
 
11.04.2019 | Polizeipräsidium Nordhessen

Europäischer TISPOL Speedmarathon 2019

Fazit der Polizei in Nordhessen

0Mit dem europaweiten Speedmarathon am 03. April 2019, an dem sich auch Polizei und Kommunen in Nordhessen mit insgesamt 63 Messstellen in der Region beteiligten, sollten Verkehrsteilnehmer auf die oft fatalen Folgen von zu schnellem Fahren hingewiesen und das Geschwindigkeitsniveau auf den Straßen gesenkt werden. Der am Ende des Tages gezogene Schlussstrich in Nordhessen führte zu einem erfreulichen Ergebnis.

Nur etwa 5,3 Prozent der Verkehrsteilnehmer - und damit deutlich weniger als bei Geschwindigkeitsmessungen an andere Tagen - fuhren mit überhöhtem Tempo durch die Messstellen. Der Speedmarathon und die vorab bekannt gegebenen Blitzstellen sowie die vielfache Berichterstattung in den Medien zeigten also letzten Endes doch noch deutliche Wirkung. Zudem berichteten die eingesetzten Beamten von den Kontrollstellen überwiegend Positives. Die Aktion traf bei den Verkehrsteilnehmern auf breite Zustimmung. In unzähligen Gesprächen konnten die eingesetzten Beamten den Fahrern die schlimmen Folgen von Unfällen aufgrund überhöhter Geschwindigkeit ins Bewusstsein rufen.

Der Hinweis auf die eindeutigen Zahlen der Unfallstatistik tat vielfach sein Übriges: 14 von 33 Verkehrstoten waren in 2018 auf Nordhessens Straßen nach Unfällen wegen zu schnellen Fahrens zu beklagen, während die Geschwindigkeitsunfälle nur rund 7,5 Prozent der Gesamtunfälle ausmachten.

Am Ende der 16 Stunden Speedmarathon fuhren 29.734 Fahrzeuge durch die 63 Messstellen in Stadt und Landkreis Kassel sowie den Landkreisen Schwalm-Eder, Waldeck-Frankenberg und Werra-Meißner.

In 1.583 Fällen zeigten die verschiedenen zum Einsatz gebrachten modernsten Messtechniken zu hohe Geschwindigkeiten an. Die Quote von 5,3 Prozent liegt im Bereich der Vorjahre. In 2018 waren beim Speedmarathon 5,1 Prozent, in 2017 etwa 5,8 Prozent der Nordhessen zu schnell unterwegs. Auch dieses Jahr wurden die zu schnell Fahrenden vielerorts wieder direkt aus dem Verkehr gezogen und mit ihrem Verstoß konfrontiert, anderenorts erwarten die "Geblitzten" nun Post. Der Großteil der Tempo-Überschreitungen, 1.426 an der Zahl, bewegte sich im unteren Bereich von Verwarngeldern bis 35 Euro.

123 Fahrer müssen nun jedoch mit einem Punkt und Bußgeldern von 80 oder 100 Euro rechnen.

34 Verkehrsteilnehmer waren deutlich zu schnell und müssen nun mit Fahrverboten, mindestens zwei Punkten und Bußgeldern ab 160 Euro aufwärts rechnen.

Auch die allgemeine Verkehrssicherheit verloren die Beamten bei den gestrigen Kontrollen nicht aus den Augen und leiteten gegen zwei Fahrer Strafanzeigen wegen Fahrens unter Drogeneinfluss sowie gegen einen Fahrer eine Anzeige wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis ein.

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