Hessische Polizei - Polizeiautos
 
25.01.2019 | Hessisches Landeskriminalamt

Das erste Elektroauto ist da

„Wir freuen uns, Elektromobilität im Arbeitsalltag erproben zu können“, sagt Sabine Thurau, Präsidentin des Hessischen Landeskriminalamtes. Seit kurzem ist bei der Behörde ein BMW i3 im Einsatz. Rund 200 Kilometer weit kann der 102-PS-starke Wagen fahren. Dann muss nachgeladen werden. Über die reguläre Steckdose dauert das bis zu elf Stunden, über eine spezielle Ladesäule sind es knapp drei Stunden. Ausgestattet ist der i3 mit Rückfahrkamera, Park-Distance-Control, LED-Scheinwerfern und mehr.

Vom Gas gehen heißt bremsen

„An das lautlose Fahren muss man sich erst gewöhnen, es erfordert besondere Umsicht“, sagt Sandra Temmen, Leiterin der Geschäftsstelle KOMPASS. Gemeinsam mit ihrer Mitarbeiterin Yvonne Winterfeld-Henkel nutzt sie den i3. Vor der ersten Fahrt mussten die beiden etwas üben, denn beim Elektrowagen ist vieles anders als bei herkömmlichen Autos. „Vom Gas gehen ist gleichbedeutend mit bremsen“, nennt Yvonne Winterfeld-Henkel den wohl prägnantesten Unterschied.

Die Fahrt planen

Zudem müssen die Fahrten aufgrund der begrenzten Reichweite des Wagens geplant werden, schließlich wird das Benzin nicht knapp, kann nicht einfach die nächste Tankstelle angesteuert werden. „Wenn wir weitere Strecken fahren, erkundigen wir uns vorher, wo die nächste E-Ladesäule ist“, sagt Sandra Temmen. Im Winter ist gute Planung besonders wichtig, denn die Kälte vermindert die Leistung der Batterie, die Reichweite des i3 schrumpft.

KOMPASS, die junge Präventionsinitiative für Sicherheit

Große Aufkleber auf dem BMW i3 weisen öffentlichkeitswirksam darauf hin, dass die KOMPASS-Mitarbeiterinnen des Hessischen Landeskriminalamtes einmal mehr unterwegs sind. Doch noch weiß nicht jeder, was es mit KOMPASS auf sich hat. Die Sicherheitsinitiative des Hessischen Innenministeriums ist noch recht jung, wurde vor gut einem Jahr initiiert.

KOMPASS ist ein Angebot an die Städte und Gemeinden in Hessen. KOMPASS zielt auf eine nachhaltig ausgerichtete Verzahnung und engere Zusammenarbeit zwischen Bürgerinnen und Bürgern, Polizei und Kommune ab, um das subjektive Sicherheitsempfinden vor Ort zu verbessern.

Die hessische Polizei bietet an, gemeinsam mit den politischen Verantwortlichen der KOMPASS-Kommunen, den Bürgerinnen und Bürgern und weiteren Akteuren (etwa kommunalen Dienstleistern, Kirchen, Schulen oder Vereinen) passgenaue Lösungsangebote zu entwickeln. Die Bandbreite der präventiven Angebote ist groß, die Palette reicht vom Einsetzen eines „Schutzmanns vor Ort“, über das Schaffen eines Freiwilligen Polizeidienstes und die Schulung von Senioren-Beraterinnen und -Beratern bis hin zum Einrichten von LEON-Hilfe-Inseln für Kinder.

Erst die Analyse, dann ein Konzept

Zur Verleihung eines Sicherheitssiegels sind mehrere Schritte notwendig. „Es wird ein Konzept mit kurz-, mittel- und langfristig zu ergreifenden Präventionsmaßnahmen erstellt“, sagt Sandra Temmen. Bevor es soweit ist, finden zwischen den Beteiligten intensive Beratungsgespräche statt, die Sicherheitslage wird vor Ort genauestens analysiert.

Auf Grundlage des Standes der Umsetzung des Sicherheitskonzepts wird der Kommune dann das Sicherheitssiegel durch den Hessischen Innenminister verliehen. Mehrere Mindestvoraussetzungen müssen dafür erfüllt werden, etwa sollten drei neue Präventionsmaßnahmen oder Projekte umgesetzt worden sein, und die Kommune muss einen funktionierenden Präventionsrat, bzw. die aktive Beteiligung am Präventionsrat auf Kreisebene vorweisen.

Um KOMPASS-Kommune zu werden, muss sich die jeweilige Stadt oder Gemeinde beim zuständigen Polizeipräsidium bewerben, in denen ebenfalls KOMPASS-Beraterinnen oder -Berater eingesetzt werden – auch sie sind übrigens elektromobil unterwegs.

Zwei Frauen für KOMPASS

Beim Hessischen Landeskriminalamt, in der Zentralstelle für Kriminal- und Verkehrsprävention, ist die KOMPASS-Geschäftsstelle, deren Aufbau Polizeihauptkommissarin Sandra Temmen im Oktober 2017 übernommen hat, bei der Hauptsachgebietsleitung angesiedelt. Sandra Temmen ist genau die Richtige für diese Aufgabe: Seit vielen Jahren ist sie bereits kommunalpolitisch aktiv, kennt sich dadurch bestens mit in Kommunen vorherrschenden politischen Strukturen aus. „Meine Erfahrungen als Kommunalpolitikerin kann ich als Leiterin der KOMPASS-Geschäftsstelle sehr gut einbringen“, sagt Temmen. Unterstützt wird sie von Verwaltungsfachwirtin Yvonne Winterfeld-Henkel, die bereits seit 2002 für die hessische Polizei arbeitet. Als sie vom Aufbau der KOMPASS-Geschäftsstelle gehört hat, war sie direkt interessiert. Sie sagt: „Es ist schön, ein junges Projekt von Anfang an mit aufbauen zu können.“

Hier finden Sie weitere Infos zu  KOMPASS.

 

Freuen sich über das erste Elektroauto (v.l.): Sandra Temmen, Leiterin der KOMPASS-Geschäftsstelle, Sabine Thurau, Präsidentin des Hessischen Landeskriminalamtes, und Verwaltungsfachwirtin Yvonne Winterfeld-Henkel.

Foto: Freuen sich über das erste Elektroauto (v.l.): Sandra Temmen, Leiterin der KOMPASS-Geschäftsstelle,
Sabine Thurau, Präsidentin des Hessischen Landeskriminalamtes, und Verwaltungsfachwirtin
Yvonne Winterfeld-Henkel.