Hessische Polizei - Polizeiautos
 
30.08.2019

Polizei Mittelhessen kontrolliert Gefahrguttransporte auf der A45

Spiegelbild Lkw: Gemeinsame Kontrolle der mittelhessischen Verkehrsdienste auf der A45 im Lahn-Dill-Kreis.



Unterstützt von den Gefahrgutbeauftragten des Lahn-Dill-Kreises und der Stadt Dillenburg nahmen die  Verkehrsdienste aus den Landkreisen Lahn-Dill, Marburg-Biedenkopf, Gießen und Wetterau sowie Kolleginnen und Kollegen der Polizeiautobahnstation Mittelhessen am Dienstag (27.08.2019) Gefahrguttransporte auf der A45 ins Visier.

 

 
Zwischen 10.00 Uhr und 17.00 Uhr stoppten die Experten die Laster auf den Parkplätzen „Auf dem Bon“ und „Hirschkopf“ bei Dillenburg und überprüften die Einhaltung der einschlägigen Vorschriften.

Insgesamt 14 Verstöße gegen die Lenk- und Ruhezeiten registrierten die Verkehrsexperten. Drei Fahrern von Gespannen (Zugfahrzeug mit Anhänger), die es auf eine Gesamtmasse von mehr als 3 Tonnen brachten, wurde die Weiterfahrt untersagt. In ihre Zugfahrzeuge war trotz der gewerblichen Fahrten kein elektronisches Kontrollgerät eingebaut worden. Die Fahrer erwartet ein Bußgeld von 1.500 Euro, für die Firmen wird ein Bußgeld in Höhe von 3.000 Euro fällig.

Asiatische Autorikscha auf dem Anhänger, Gesamtgewicht über drei Tonnen und auch hier hat das Zugfahrzeug keinen Fahrtenschreiben für den gewerblichen Transport
Foto: Asiatische Autorikscha auf dem Anhänger, Gesamtgewicht über drei Tonnen und auch hier hat das Zugfahrzeug keinen Fahrtenschreiben für den gewerblichen Transport

Einem Gefahrgutlenker untersagten die Verkehrsexperten wegen mangelnder Ladungssicherung die Weiterfahrt. Erst nachdem die Spedition weiteres Sicherungsmaterial herbeigeschafft hatte und die Ladung korrekt gesichert war, durfte die Tour fortgesetzt werden. In diesem Fall werden gegen den Fahrer, den Spediteur und den Lademeister Bußgelder in Höhe von insgesamt ca. 2.000 Euro verhängt.

Hier beanstanden die Polizisten, dass das Gefahrgut „heruntergezurrt“ und die Ladung dadurch nicht sicher verstaut wurde.
Foto: Hier beanstanden die Polizisten, dass das Gefahrgut „heruntergezurrt“ und die Ladung dadurch nicht sicher verstaut wurde.

Anstelle der erlaubten 40 Tonnen brachte es ein Holzlaster aus dem Hochsauerlandkreis auf ganze 52 Tonnen. Nachdem die Ordnungshüter an der Kontrollstelle bereits den Verdacht hatten, dass deutlich zu viel Holz geladen worden war, brachte eine Wägung auf einem Dillenburger Firmengelände Gewissheit. Im Zuge des sogenannten Verfallsverfahren berechnet die Bußgeldstelle den finanziellen Vorteil der durch die Überladung eingesparten zusätzlichen Fahrt. Der Wert errechnet sich aus der Überladung sowie der eingesparten Transportstrecke. In diesem Fall rund 1.300 Euro.

52 anstelle von 40 Tonnen! Dieser Holzlaster war deutlich überladen.
Foto: 52 anstelle von 40 Tonnen! Dieser Holzlaster war deutlich überladen.

Ebenfalls eine zusätzliche Fahrt wollten zwei Spediteure einsparen, indem sie ihre Ladung über das Heck ihrer „Curtainsider“-Anhänger hinausragen ließen. Hierzu mussten sie allerdings auch die Türen des Anhängers offen stehen lassen, mit dem Ergebnis, dass die Maximalbreite beider Trucks überschritten war. Beide Fahrer konnten hierfür keine entsprechende Ausnahmegenehmigung vorweisen. Auch in diesem Fall findet das sogenannte Verfallsverfahren für die Berechnung der eingesparten Transporte Anwendung: einmal ca. 2.500 Euro sowie für den zweiten Fall etwa 2.000 Euro.

Weitere Bilder:

Guido Rehr, Pressesprecher


 Plakat verkehrssicher-in-mittelhessen    

 

Solche Kontrollmaßnahmen gehören auch zu verkehrssicher-in-mittelhessen.

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