Hessische Polizei - Polizeiautos
 
20.11.2018

Beamtendeutsch oder Jugendsprache – Egal! – Der Inhalt macht´s!

Jugendwort 2018: Ehrenmann / Ehrenfrau

Jugendwort 2018: Ehrenmann / Ehrenfrau - Symbolbild Polizeipräsidium Mittelhessen     

Es wird viel diskutiert, ob die jährlich gekürten Jugendwörter nun wirklich dem Sprachgebrauch der Jugendlichen entsprechen. Ehrenmann / Ehrenfrau schaffte es in diesem Jahr auf den ersten Platz bei der Wahl des Jugendwortes 2018.

Mal unabhängig von der Frage, ob das Wort nun wirklich so "trendy" ist oder nicht – wir finden, der Inhalt macht´s.


Jemand der etwas Besonderes für einen tut, auf dessen Zuverlässigkeit man sich verlassen kann, der eine gute Tat vollbringt – Ob man es nun kurz mit dem Wort Ehrenmann / Ehrenfrau umschreibt, oder ganz klassisch – vielleicht sogar im eher steifen Beamtenton – ausdrückt, solche Menschen braucht unsere Gesellschaft. Unzählige Beispiele dafür ergeben sich tagtäglich in unserem Berufsalltag, bei denen wir froh sind, dass es solche Menschen gibt!

Ehrenmänner und Ehrenfrauen in unseren Augen sind zum Beispiel:

  • Alle Zeugen
    Ob Unfallflucht, Ladendiebstahl oder Raub – in jedem Fall ist es wichtig Zeugen zu haben, die Tatabläufe und Täter beschreiben können.
      
  • Alle die Hinschauen
    Ob die Frau am Bahnsteig „blöd von der Seite angemacht wird“, Fremde sich in Nachbars Garten herumtreiben oder falsche Spendensammler auf dem Supermarktparkplatz versuchen Kasse zu machen – wer hinschaut statt wegzusehen und die Polizei über verdächtige Beobachtungen informiert, hilft andere vor Straftaten zu schützen.
      
  • Alle die Helfen
    Ob die Unterstützung beim Einfangen des ausgebüxten Nachbarhundes, die Abgabe des liegengelassenen Portemonnaies beim Fundbüro oder der warme Tee bei langen Einsätzen – die gute Tat mag für den Einzelnen nichts Besonderes sein, jede davon gibt aber den positiven Impuls an andere sie nachzuahmen.
      
  • Alle die da sind
    Ob die seelische Unterstützung von Opfern nach Straftaten, die Erstversorgung an der Unfallstelle oder das ehrenamtliche Engagement – wer hilft, der tut nicht nur Gutes für andere Menschen, sondern erfährt auch selbst ein Mehr an Zufriedenheit dadurch.

Es sind nur einige Beispiele von vielen, die wir hier anführen könnten. Wer die Augen offen hält, der kann für seine Mitmenschen jederzeit „Freund und Helfer“ sein, andere vor Gefahren schützen oder der Polizei bei der Aufklärung von Straftaten helfen.

Sylvia Frech, Pressesprecherin