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26.11.2018 | Hessisches Landeskriminalamt

Glühwein und Co. haben es in sich

Impressionen vom Sternschnuppenmarkt in der Wiesbadener Innenstadt

„In Glühwein steckt oft mehr Alkohol, als man denkt“, sagt Thomas Mosbacher. Der Verkehrsexperte vom Hessischen Landeskriminalamt weiß: Bis zu 13 Prozent sind drin. Das kann zu viel sein, um noch sicher mit dem Auto vom Weihnachtsmarkt nach Hause zu fahren.

Kälte, Mandelduft, Lichterzauber. Die Zeit der Weihnachtsmärkte beginnt, der Absatz von Feuerzangenbowle, Grog und Rum-Punsch steigt. Und damit die Gefahr, die eigene Fahrtauglichkeit zu überschätzen. Denn Glühwein und Co. haben es in sich. Die Wärme des Getränks und dessen hoher Zuckeranteil beschleunigen die Alkoholaufnahme. „Glühwein sollte man auf keinen Fall unterschätzen“, sagt Thomas Mosbacher.

Schon eine Tasse kann zu viel sein

Mit jedem Schluck Alkohol steigt die Unfallgefahr. Die kritische Grenze liegt bei 0,3 Promille. Baut man einen Unfall, wird in einen solchen verwickelt oder fällt hinter dem Lenkrad mit seiner Fahrweise auf, drohen Strafen. „Die 0,3-Promille-Grenze kann selbst ein 80 Kilogramm schwerer Mann schon nach einem Becher Glühwein erreichen – je nach Rezeptur.“

Für Fahranfänger in der Probezeit gilt die 0,0-Promille-Grenze. Erfahrene Fahrer sind, wenn sie mit über 0,5 Promille erwischt werden, den Führerschein los. „Dieser Wert kann nach dem zweiten Glühwein nicht nur bereits erreicht, sondern je nach Gewicht und Alkoholgewöhnung sogar überschritten sein“, sagt Mosbacher. Und zwar selbst noch dann, wenn zwischen dem letzten Schluck und der Fahrt nach Hause noch eine Pause liegt, in der sich ein Teil des Alkohols wieder abbauen konnte.

Bus und Bahn statt Autofahren

Glühwein gehört für Viele zum Weihnachtsmarktbesuch dazu. „Wer auf die alkoholische Variante nicht verzichten möchte, sollte sich im Vorfeld bereits darüber Gedanken machen, ob es nicht besser ist, mit Bus und Bahn anzureisen. Denn das kann einen Haufen Ärger sparen“, sagt Mosbacher. Und noch ein zweites Argument spricht für die Nutzung des Öffentlichen Personennahverkehrs: „Weihnachtsmärkte sind Publikumsmagnete.“ Gerade in Großstädten gibt es in der Vorweihnachtszeit auf den Straßen oft kein Durchkommen mehr, sind die Parkmöglichkeiten schnell ausgeschöpft. „Da ist es meist entspannter, das Auto einfach zu Hause stehen zu lassen.“