Hessische Polizei - Polizeiautos
 
27.10.2020

Ende des 26. Einsatztages A 49 - Ausbau

Polizei Presse A 49 - Stand: 26.10.2020

Mehrere Abseilaktionen im Rhein-Main-Gebiet

Polizei informiert zum Weiter-/Neubau A 49

Gegen 07:00 Uhr am Montagmorgen seilten sich mehrere Ausbaugegner an unterschiedlichen Autobahnbrücken im Rhein-Main-Gebiet ab.

Betroffen waren die BAB 3 am Wiesbadener Kreuz, die BAB 661 zwischen "Kaiserlei-Kreisel" und Taunusring sowie die BAB 5 in Höhe des Luftbrückendenkmals / Zeppelinheim. Die betroffenen Autobahnabschnitte mussten daher aus Sicherheitsgründen jeweils für beide Fahrtrichtungen gesperrt werden, wodurch sich kilometerlange Staus bildeten.

Spezialkräfte angefordert

Um die Aktionen zu beenden, wurden speziell dafür ausgebildete Einsatzkräfte der Polizei teilweise u.a. mittels Hubschrauber an die Einsatzorte entsendet, um die Aktivisten sicher von den Autobahnbrücken herunterzuholen.

Bereits um ca. 10.30 Uhr war die BAB 661 wieder frei befahrbar; die Autobahngegner dort wurden in Gewahrsam genommen.

Auf der BAB 3 wurde die Brücke am Wiesbadener Kreuz ebenfalls geräumt. Auch dort konnte die Vollsperrung für den Verkehr gegen 11:00 Uhr wieder frei gegeben werden.

Der betroffene Autobahnabschnitt der BAB 5 konnte gegen 12:00 Uhr wieder für den Fahrzeugverkehr frei gegeben werden.

Autobahngegner dem polizeilichen Gewahrsam zugeführt

Im Zusammenhang mit den Abseilaktionen wurden insgesamt 12 Aktivisten, die sich an den drei Brücken abgeseilt hatten, in Polizeigewahrsam genommen. Weitere 18 Autobahngegner, die die Abseilaktion an den drei Brücken unterstützten, wurden ebenfalls dem Gewahrsam zugeführt.

Wie bereits bekannt, ereigneten sich während einer Abseilaktion zwei Unfälle auf der A 661. Diesbezüglich dauern die Unfallermittlungen aktuell an.

19 Strafverfahren nach Abseilaktionen

Im Zusammenhang mit den Abseilaktionen ist ergänzend anzufügen, dass sich mehre Auffahrunfälle im Rückstau ereigneten, die ausschließlich Sachschäden zur Folge hatten. Bei den Abseilaktionen wurden insgesamt 30 Personen festgestellt. 19 dieser Personen haben sich nun, nach einer vorläufigen Bewertung der Staatsanwaltschaften Frankfurt und Wiesbaden, wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr und Nötigung zu verantworten.

Kreuzungsbereich in Niederklein blockiert

Bereits in den frühen Morgenstunden haben ca. 15 Ausbaugegner den Kreuzungsbereich in Niederklein blockiert, wodurch es zu Verkehrsbehinderungen im morgendlichen Berufsverkehr kam. Der Blockade sollte sich ein Aufzug auf der B 62 in Richtung Schmitthof anschließen, der bei der zuständigen Versammlungsbehörde vor Ort angemeldet wurde. In diesem Zusammenhang wurde um 08:00 Uhr die B 62 zwischen Niederklein und Lehrbach gesperrt. Da gegen 08:25 Uhr die Kreuzung immer noch blockiert war, wurde die Versammlung durch die Versammlungsbehörde aufgelöst und durch die Einsatzkräfte der Polizei beendet. Entsprechende Ermittlungsverfahren wegen Nötigung wurden eingeleitet.

Einsatzkräfte mit Steinen beworfen

Aus dem südlichen Bereich des Herrenwalds wurden gegen 11:30 Uhr Einsatzkräfte beleidigt und mit Steinen beworfen. Glücklicherweise wurden keine Einsatzkräfte getroffen bzw. verletzt. Die "Werfer" zogen sich unmittelbar nach der Aktion in den Wald zurück.

Gegen 15:03 Uhr kam es in den Nachmittagsstunden auf dem Schotterparkplatz östlich von Niederklein zur Besetzung einer Baumaschine durch fünf Personen. Mit einer Hebebühne konnten schließlich alle Personen von dem Arbeitsgerät geholt und dem polizeilichen Gewahrsam zugeführt werden.

Baumfällarbeiten wurden an dem Tag nördlich der B 454 und südöstlich des "Jesus-Points" durchgeführt.

Polizeipräsidium Mittelhessen, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

 Weitere Informationen zum Weiterbau A 49