Hessische Polizei - Polizeiautos
 
13.05.2020 | Verkehr/Statistik

Polizeipräsidium Südhessen - Verkehrsbericht 2019

 

Verkehrsbericht 2019

 

Verkehrsbericht 2019

Unfallanalyse für Südhessen,
die Landkreise sowie der
Stadt Darmstadt und
der Bundesautobahnen

 

  

Vorwort

Sehr geehrte Leserin, sehr geehrter Leser,

ein Verkehrsunfall, insbesondere mit verletzten oder gar zu Tode gekommenen Menschen, ist für alle Beteiligten und ihre Angehörigen ein schreckliches Ereignis. Umso erfreulicher ist es, dass die Zahl der Verkehrstoten in Südhessen im vergangenen Jahr deutlich gesenkt werden konnte und mit 34 den bisher drittniedrigsten Stand seit der elektronischen Datenerfassung erreicht hat.

In dem vorliegenden Verkehrsbericht werden umfassende Informationen zur Entwicklung des Verkehrsunfallgeschehens des Jahres 2019 auf den südhessischen Straßen an Hand von detaillierten Zahlen und Diagrammen zusammengefasst dargestellt.

Für das Polizeipräsidium Südhessen lässt sich die Unfallbilanz mit folgenden Aussagen zusammenfassen:

  • Leichter Anstieg der Unfallzahl
  • Rückgang bei schwerem Personenschaden, insbesondere der tödlich Verunglückten
  • Niedrigste Zahl an Schwerverletzten seit Einführung der elektronischen Unfallerfassung
  • Verkehrsunfallfluchten auf historischem Höchststand

Die Anzahl der polizeilich registrierten Verkehrsunfälle im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Südhessen ist nach einem Rückgang im letzten Jahr wieder leicht gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahr wurden 1,94 % mehr Unfälle erfasst. Der Anstieg ist ausschließlich Sachschadensunfällen zuzurechnen.

Für die Polizei in Südhessen ist die Reduzierung der Gefahren im Straßenverkehr, insbesondere aber die Senkung der Zahl schwerer Verkehrsunfälle sowie deren Folgen, ein im Vordergrund stehendes Anliegen. Umso erfreulicher ist es, dass die Zahl von 661 Schwerverletzten den niedrigsten Wert seit Einführung der elektronischen Unfallerfassung im Jahr 2006 darstellt und der Langzeittrend weiter fortgesetzt werden konnte.

Bei Unfällen mit tödlichem Ausgang ist im Vergleich zum Vorjahr ein deutlicher Rückgang zu verzeichnen. Bei 31 Unfällen wurden 34 Verkehrsteilnehmer tödlich verletzt. Im vorangegangenen Jahr waren es 60 Getötete bei 58 Verkehrsunfällen.

Dieser Rückgang ist vor allem der Gruppe der motorisierten Zweiradfahrer zuzuordnen. Nicht zuletzt durch die umfangreichen und vielfältigen polizeilichen Maßnahmen konnte diese positive Entwicklung erreicht werden.

Trotz der positiven Entwicklung der Unfallzahlen wird es weiter das oberste Ziel bleiben, die Zahl der Unfälle - und im Besonderen die mit schweren Unfallfolgen - zu reduzieren, denn es darf nicht in Vergessenheit geraten, dass mit all diesen statistischen Zahlen auch jeweils ein persönliches Schicksal verbunden ist.

Die Zahl der Verkehrsunfallfluchten hat mit einer Steigerung um 3,1 % auf 7.130 Unfälle einen historischen Höchststand erreicht. Das bedeutet, dass sich bei 28,8 % aller in 2019 polizeilich aufgenommenen Verkehrsunfälle die Unfallverursacher unerlaubt vom Unfallort entfernt haben.

Neben Schwerpunktkontrollen im Rahmen der landesweiten Verkehrssicherheitsstrategie zu den Themen, Geschwindigkeit, schwächere Verkehrsteilnehmer und die Überwachung des gewerblichen Güter- und Personenverkehrs werden auch Alkohol und Drogen am Steuer weiterhin genauso im Fokus liegen, wie das Thema „Ablenkung“.

Ein besonderes Augenmerk wird zudem weiter auf die motorisierten Zweiradfahrer gerichtet.

Unter dem Gesichtspunkt der Verhinderung von Unfällen bzw. Straftaten wurden über das ganze Jahr 2019 hinweg, insbesondere auf Parkplätzen und Rastanlagen entlang der Bundesautobahnen, Kontrollen von Fahrern des gewerblichen Güterverkehrs hinsichtlich ihrer Fahrtüchtigkeit durchgeführt.

Sollte bei Lkw-Fahrern eine Alkoholisierung festgestellt worden sein, wurde die Weiterfahrt bzw. Abfahrt verhindert.

Auf diese Weise konnten alleine von der Polizeiautobahnstation 235 Trunkenheitsfahrten verhindert werden.

Darüber hinaus wurden in Südhessen im vergangenen Jahr bei 1.954 Verkehrsteilnehmer im Rahmen von Polizeikontrollen der Einfluss berauschender Mittel bei der Teilnahme am Straßenverkehr festgestellt.

Hinzu kommen 568 Unfälle, bei denen festgestellt wurde, dass der Konsum von Alkohol oder Drogen zumindest mitursächlich für den Unfall war.

Vielen Verkehrsteilnehmern ist hierbei oft nicht bewusst, wie weitreichend die Folgen sein können.

Dabei ist es ganz einfach: Wer fährt - trinkt nicht!

Sicherheit im Straßenverkehr geht uns alle an.
Machen Sie mit - Fahren Sie fair und schützen Sie sich und andere!

Bernhard Lammel
Polizeipräsident

Mai 2020

 

 Pressemeldung Bereich Polizeipräsidium Südhessen, pdf 67,6 KB

 Verkehrsbericht 2019 - Vorwort und Erläuterungen, pdf 407 KB

 Lagebild für den Bereich des Polizeipräsidiums Südhessen, pdf 762 KB

Weitere Bilder:

Zahlen aus den Städten und Gemeinden:

 Landkreis Bergstraße 

 Stadt Darmstadt, pdf 674 KB

 Landkreis Darmstadt-Dieburg

 Landkreis Groß-Gerau 

 Odenwaldkreis 

 Bundesautobahnen Südhessen, pdf 527 KB