Hessische Polizei - Polizeiautos
 
04.01.2019

Falsche Microsoftmitarbeiter – Falsche Polizisten – Wucherpreise vom Schlüsseldienst

Die Polizei warnt aktuell vor Betrügern

Anrufer

Aufgrund aktueller Vorfälle warnt die Polizei in Südhessen vor Betrugsmaschen.

Landkreis Darmstadt-Dieburg: Achtung - Falsche Polizeibeamte rufen erneut an
04.01.2019 – 10:38

Erneut erfolgt eine Warnmeldung der Polizei zu Anrufen falscher Polizeibeamter. Am Donnerstag (3.1.) waren davon Bürgerinnen und Bürger in Reinheim, Groß-Zimmern und Ober-Ramstadt betroffen. Bei der Polizei haben sich bisher drei Betroffene gemeldet. Glücklicherweise zeigen die permanenten Warnhinweise Wirkung, es ist kein Vermögensschaden bekannt geworden.

Die Anrufer hatten vorgegaukelt, dass es in der Nachbarschaft zu Einbrüchen gekommen sei. Bei den Tätern habe man auch die Adresse der Angerufenen gefunden. Man wolle diese nun warnen sowie ihre Wertsachenin Sicherheit bringen.

Zu Anrufen von solchen Anrufern gibt die Polizei folgende Hinweise und Tipps:

Geben Sie keine persönlichen Daten oder Angaben zu Ihren Lebensverhältnissen preis. Machen Sie niemals Angaben zu Wertsachen oder Vermögenswerten. Polizeibeamte fragen nicht nach persönlichen Geldverstecken. Die Polizei stellt kein Bargeld oder sonstige Wertsachen vorsorglich sicher. Beenden Sie das Gespräch und verständigen Sie die die örtliche Polizei oder die Notruf-/Einsatzzentralen der Polizei über die Notrufnummer 110.

Die Polizei ruft niemals mit der Notrufnummer 110 oder ähnlicher Kombination an!


Alsbach-Hähnlein: Über 1300 Euro für Austausch von Türschloss/Polizei ermittelt wegen Wucher gegen Schlüsseldienst
04.01.2019 – 12:08

Über 1300 Euro verlangte ein Schlüsseldienst in der Neujahrsnacht (01.01.) gegen 0.30 Uhr von einer 51 Jahre alten Frau für den Austausch des Haustürschlosses. Die 51-Jährige, die ihren Schlüssel nicht bei sich hatte, musste aufgrund einer Erkrankung dringend in ihre Wohnung und entrichtete in der Eile den geforderten Betrag.

Sie wendete sich später aber an die Polizei. Die Beamten des Kriminalkommissariats K 23 in Darmstadt ermitteln nun wegen des Verdachts des Wuchers gegen den Schlüsseldienst aus Nordrhein-Westfalen.

Aus gegebenem Anlass und weil es immer wieder vorkommt, dass dubiose Firmen auch andere Dienstleistungen, wie Elektro-Notdienste oder Rohrreinigung anbieten und dann auffällig hohe Summen von Kunden verlangen, weist die Polizei auf Folgendes hin:

Unbekannte, nichtregionale Firmen aus dem Internet sollten Sie kritisch betrachten und bei der Suche nach Firmen darauf achten, dass sie mit ortsansässigen Nummern hinterlegt sind und der Kontakt direkt mit einem Mitarbeiter der Firma und nicht mit einem Callcenter erfolgt.

Suchen Sie sich ortsansässige Firmen aus und speichern Sie sich für zukünftigen Bedarf bereits im Mobiltelefon die Nummer.

Kosten für die Anfahrt und die Leistung bereits telefonisch oder spätestens vor Ort vorab klären.

Nach der Öffnung keine Rechnung unterschreiben, die nicht überprüft wurde und insbesondere überhöhte Rechnungen nicht sofort oder nicht vollständig begleichen. Bei Nötigung oder Druck Unterstützung bei Nachbarn oder Bekannten holen oder die Polizei rufen.


POL-DA: Groß-Umstadt: Falscher Microsoftmitarbeiter betrügt Senior/Warnung der Polizei
04.01.2019 – 12:31

Ein über 90 Jahre alter Senior erhielt am Donnerstag (03.01.) den Anruf eines angeblichen Mitarbeiters der Firma Microsoft, dem es anschließend im Rahmen des Gesprächs gelang, auf dem PC des Seniors auf bislang unbekannte Weise eine Schadsoftware einzurichten. Es kam zum Systemausfall.

Im Laufe des Gesprächs entlockte der Betrüger dem Mann zudem verschiedene Passwörter. Kurz darauf wurden ohne Wissen des Opfers widerrechtlich Käufe im Internet getätigt. Der Schaden beträgt nach ersten Schätzungen rund 1000 Euro.

Die Polizei warnt:

Microsoft ruft niemals bei Computerbesitzern an. Microsoft kennt weder die Telefonnummern noch die Anschriften der Nutzer. Auch werden von Microsoft keinesfalls unaufgefordert Mails an Nutzer verschickt.

Erhalten Sie einen Anruf von einem vermeintlichen Support-Mitarbeiter, beenden Sie schnellstmöglich das Gespräch. Reagieren Sie nicht auf vermeintliche Warnhinweise, die auf dem Browser-Bildschirm erscheinen oder auf E-Mails und laden Sie keine Anhänge herunter. Geben Sie in keinem Fall Ihre privaten Daten heraus.

Haben Sie bereits mit einem angeblichen Support-Mitarbeiter gesprochen, kann es sein, dass eine Schadsoftware auf Ihrem Computer installiert wurde. Trennen Sie dann Ihren PC vom Netz und lassen Sie ihn von einem Experten prüfen. Ändern Sie anschließend alle Passwörter und Zugangsdaten. Vor allem Ihre Zugänge zu E-Mail-Konten, Online-Banking und Online-Shops.

Sind Sie betroffen, melden Sie den Betrugsfall der Polizei.