Hessische Polizei - Polizeiautos
 
13.09.2019

Enkeltrickbetrüger mit erneuten Anrufen +++ Kripo warnt aktuell!!! +++

Nachdem eine 80 – Jährige am Dienstag von sogenannten Enkeltrickbetrügern um mehrere Zehntausend Euro „erleichtert“ wurde, kam es am Donnerstag in Gießen, Lich, Fernwald, Heuchelheim und Pohlheim wieder zu mehreren solcher Anrufe.

Auch am späten Freitagvormittag und am Freitagmittag gingen im Raum Gießen mehrere Dutzend solcher Anrufe bei zumeist älteren Menschen ein.

Die Unbekannten versuchten es mehrmals mit der bekannten ähnlichen Masche. In vielen Fällen begann das Telefonat mit den Worten: „Weißt Du wer ich bin?“. Im Anschluss nannten einige der Angerufenen dann den Namen eines Verwandten oder Bekannten. Im Anschluss gaben die Betrüger sich dann als diese Person aus und versuchten unter Vorspielen einer Notlage an das Ersparte der zumeist älteren Menschen zu kommen. Glücklicherweise blieb es bislang bei allen Telefonaten beim Versuch.

Die Kriminalpolizei warnt, da möglicherweise weitere solcher Anrufe im gesamten Kreisgebiet erfolgen können.

Die Ermittler halten es für möglich, dass sich im Raum Gießen eine bzw. mehrere Personen/en, die das Geld bei einem erfolgreichen Verlauf des betrügerischen Telefonates abholen kann, aufhält. Die Anrufer selbst dürften im Ausland sitzen.

Hinweise bitte an die Kriminalpolizei in Gießen
unter der Rufnummer 0641 – 7006 2555

Jörg Reinemer, Pressesprecher | PPMH | 13.09.2019 | Ac.


Achtung Mittelhessen: Immer wieder Enkeltrick - Aufpassen & warnen!

Klären auch Sie Senioren über die "Enkeltrick-Masche" auf!

Achtung in Mittelhessen: Immer wieder Enkeltrick - Aufpassen & warnen!

In Gießen haben sogenannte „Enkeltrickbetrüger“ am Dienstagmittag (10.09.2019) 69.000 Euro erbeutet. In diesem Fall hatten sich die Täter als eine Freundin der 80–Jährigen ausgegeben und eine Notlage geschildert. Die mit dem Verfahren befasste Gießener Kriminalpolizei sucht Zeugen, welche die beiden Abholer am Dienstag in der Neustadt in Gießen gesehen haben.

 

In dem ersten Telefonat am Dienstagmorgen meldete sich eine angebliche Freundin bei der Gießenerin. Sie schilderte der 80–Jährigen, dass sie in einer Notlage stecken würde und dringend Bargeld benötigen würde. Zur Mittagszeit suchte die Gießenerin dann ein Geldinstitut in Gießen auf und hob die geforderten 45.000 Euro ab. Wenig später meldete sich wieder die vermeintliche Freundin und bat die 80-Jährige darum, den Betrag an einen Mann zu übergeben. Tatsächlich erschien kurz danach eine „fremde“ Person in der Nähe des Wohnhauses und nahm die 45.000 Euro in Empfang. Am frühen Nachmittag klingelte es wieder am Telefon. Die „Freundin“ bat um weiteres Geld. Die Gießenerin ging danach zum zweiten Mal zu ihrer Bank und hob nochmals 24.000 Euro ab. Kurz danach meldete sich die Anruferin erneut und bat darum, dass das Bargeld wiederum übergeben wird. Das Geld wurde, ähnlich wie bei der ersten Übergabe, an einen anderen Mann übergeben. 

Die erste Person, welche die 45.000 Euro abholte, soll

  • dunkelblonde und
  • kurze Haare haben sowie
  • zwischen 35 und 40 Jahre 
  • etwa 175 Zentimeter groß und
  • schlank sein.
  • Er soll dunkel gekleidet gewesen sein.
  • Auffällig an ihm soll seine schwarze mitgeführte Umhängetasche sein.

Der zweite Abholer der 24.000 Euro soll

  • dunkle Haare und
  • etwa gleich groß und alt sein.
  • Er soll ein rundes Gesicht sowie
  • einen Oberlippenbart haben.
  • Auch diese Person soll eine Umhängetasche mitgeführt haben.

Die Polizei sucht Zeugen, die am Dienstagmittag bzw. am frühen Nachmittag im Bereich Neustadt verdächtige Beobachtungen gemacht haben. Möglicherweise hat jemand die beiden Männer gesehen.

Hinweise zum Fall bitte an die Kriminalpolizei in
Gießen unter der Rufnummer 0641/7006-2555

Der Enkeltrick bleibt nach wie vor eine aktuelle Betrugsmasche, mit der Kriminelle versuchen, hauptsächlich ältere Menschen um ihr Erspartes zubringen. Die Vorgehensweise ist immer nahezu gleich - lediglich bei den Geschichten am Telefon zeigen sich die Betrüger kreativ und variabel. Oftmals geben sie sich als Enkel aus. In anderen Fällen, wie in diesem Fall, war es die vermeintliche Freundin. 

Vorsicht ist geboten, wenn das Telefon klingelt und der erste Satz in etwa so lautet wie: "Hallo Oma (oder Ansprache mit Namen), ich bin´s! Bin grad in der Nähe und wollte mich mal melden. Du weißt doch er dran ist, oder?"  

Jörg Reinemer, Pressesprecher | PPMH | 12.09.2019 | Ac.


Haben Sie eine Oma? Prima! Und wann haben Sie sie das letzte Mal angerufen?

Senioren im Fokus dreister BetrügerDer Enkeltrick ist eine nach wie vor aktuelle Betrugsmasche, mit der Kriminelle versuchen hauptsächlich ältere Menschen um ihr Erspartes zubringen.

 Symbolbild links: Senioren im Fokus dreister Betrüger

"Nur eine ständige Aufklärung und die Kenntnis über Vorgehensweisen der gemeinen Betrüger bewahrt davor, Opfer zu werden."

Die  Vorgehensweise ist immer nahezu gleich - lediglich bei den Geschichten am Telefon zeigen sich die Betrüger kreativ und variabel. Vorsicht ist geboten, wenn das Telefon klingelt und der erste Satz in etwa so lautet wie:"Hallo Oma (oder Ansprache mit Namen), ich bin´s! Bin grad in der Nähe und wollte mich mal melden. Du weißt doch wer dran ist, oder?"

 Tipps und Hinweise, die davor schützen, Opfer eines Enkeltricks zu werden:

  • Ausrufezeichen_93px.gifOberstes Gebot! Niemals Geld an unbekannte Personen übergeben.
  • Seien Sie misstrauisch, wenn sich Anrufer, ohne ihren Namen zu nennen, als Verwandte, Bekannte oder Freunde ausgeben. Lassen Sie sich nicht dazu verleiten, zu raten, wer Sie anruft.
  • Geben Sie keine Details zu Ihren familiären oder finanziellen Verhältnissen preis.
  • Geben Sie vor allem niemals Kontodaten preis!
  • Halten Sie nach einem Anruf mit finanziellen Forderungen immer sofort persönliche Rücksprache und benutzen Sie dazu nur die ihnen bekannten Rufnummern.
  • Informieren Sie sofort die Polizei, wenn Ihnen eine Kontaktaufnahme verdächtig vorkommt: Notrufnummer 110.

Lassen Sie es uns so sagen: Was Sie nicht tun (anrufen), machen andere für Sie – und lassen es sich verdammt gut bezahlen...

Wir kennen das doch alle: Arbeit hier, Termin dort. Noch kurz die Mails checken, das Neuste aus den Sozialen Medien anschauen, Freunden ein Like auf Ihre Posts geben. Da ist schnell mal keine Zeit mehr, um sich um die Menschen zu kümmern, denen man ein Like noch in Form einer Umarmung geben kann und zu denen man neuste News noch mündlich und persönlich teilen muss. Immer mehr Seniorinnen und Senioren sind in den Sozialen Netzwerken unterwegs – aber ganz viele eben auch noch nicht. Diese Mitmenschen erreichen wir nur, wenn wir uns Zeit für sie nehmen, sie besuchen, sie anrufen und mit ihnen reden. Und das ist es, wozu wir Sie gerne ermutigen möchten – aus guten Grund! 

Klar, Sie kennen das: Betrüger rufen an, geben sich als angebliche Polizeibeamte, alte Bekannte oder Verwandte aus. Doch in Wahrheit wollen sie den Angerufenen nur einen Bären aufbinden und sie dazu bringen ihr Erspartes auszuhändigen, um so Beute zu machen. Doch die Menschen, die es in der Hauptsache betrifft, unsere älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger, durchschauen die Betrüger und ihre Maschen oft nicht so leicht. Sie brauchen Ihre Hilfe!

Viele ältere Menschen freuen sich, wenn das Telefon klingelt und sich jemand Zeit nimmt, um mit ihnen zu reden. Sie finden es schön, wenn nach langer Funkstille der vermeintliche Enkel endlich mal wieder Zeit findet Oma oder Opa anzurufen. Und klar, wenn sich die junge Generation meldet und um Hilfe bittet, dann werden Oma und Opa die letzten sein, die diese Hilfe verweigern. Sie werden all ihr Erspartes zusammenkratzen und es gerne dem Enkel geben, der in einer Notlage steckt. 

Die Freude über die Aufmerksamkeit, die unbegrenzte Hilfsbereitschaft und das geschickte Vorgehen der Täter führen in der Kombination jedoch dazu, dass die Betrüger Erfolg haben können. 


Wetterau: Es war nur einer gut aufgeklärten Bankmitarbeiterin zu verdanken, dass eine Seniorin aus Friedberg nicht ihr Geld an eine falsche Enkelin zahlte. Letztere rief nämlich an und bat um 40.000 Euro für den Kauf einer Wohnung. Sie setzte die Seniorin unter Zeitdruck, sprach von Vorteilen, wenn der Vertrag schnell unterzeichnet werde, und brachte die Friedbergerin dazu, dass sie versuchte bei der Bank das Geld für die vermeintliche Enkelin abzuheben. Die Bankmitarbeiterin zahlte das Geld nicht aus, wies die Seniorin auf den Betrugsverdacht hin und behielt damit absolut Recht. Die richtige Verwandtschaft der Seniorin wusste nichts von einem Wohnungskauf und benötigtem Geld, sie verständigten die Polizei. Die Betrügerin gab auf, als die Seniorin ihr bei einem erneuten Anruf erklärte, dass sie kein Geld bekomme.

Alles keine Einzelfälle. Unzählige Male klingelte erst wieder in der Wetterau bei Seniorinnen und Senioren das Telefon. Die Betrüger bedienen sich der öffentlichen Telefonverzeichnisse, suchen gezielt nach älter klingenden Vornamen und probieren quasi wahllos ihr Glück. Der Schwerpunkt der Anrufe lag gestern in Wölfersheim. Von Altenstadt, über Büdingen, Friedberg, Bad Nauheim bis Münzenberg und Butzbach klingelten jedoch die Telefone. Glücklicherweise wurde bislang kein Fall bekannt, in dem die Täter, die sich als Enkel mit Geldnöten ausgaben, tatsächlich Erfolg hatten.

Unsere Erfahrungen, unsere vielen Gespräche mit Seniorinnen und Senioren und ihre Rückmeldungen zeigen: Es lohnt sich viel über das Thema Betrug zu reden und zu schreiben. Es lohnt sich für jeden einzelnen Menschen, den wir vor den Betrügern schützen können, dem wir sein hart erspartes Geld bewahren können. Bitte helfen Sie mit! Seien Sie es die mit Oma und Opa reden und überlassen Sie das Feld nicht den miesen Betrügern!

Die Bitte der Polizei: Reden, reden, reden!

Sylvia Frech, Pressesprecherin


Weitere Tipps zum Thema  "Enkeltrick" und im Internet unter:

Schriftzug: www.polizei-beratung.de