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06.03.2019 | Polizeipräsidium Nordhessen

Großer Schlag gegen die Rauschgiftkriminalität

Über 36 Kilogramm Drogen beschlagnahmt und sieben Verdächtige festgenommen

Ein großer Schlag gegen die Rauschgiftkriminalität in Kassel ist letzte Woche der Kasseler Kriminalpolizei und der Staatsanwaltschaft Kassel gelungen.

Bei umfangreichen Ermittlungen durch die beim Kommissariat 34 zur Bekämpfung der Kriminalität in der Kasseler Innenstadt eingerichtete "AG Stern" geriet eine bestimmte Tätergruppe ins Visier der Drogenfahnder, die offenbar einen florierenden Handel mit Kokain und Cannabis organisierte. Umfangreiche operative Maßnahmen konnten die kriminellen Bandenstrukturen weiter aufhellen, sodass in den letzten Tagen schlagartig mehrere Festnahmen und die Durchsuchung von insgesamt fünf Wohnobjekten in Stadt und Landkreis Kassel erfolgten.

Insgesamt sieben Tatverdächtige, sechs Männer und eine Frau, nahmen Beamte nordhessischer Spezialeinheiten und operativer Einheiten fest.

Über 36 Kilogramm Rauschgift  ( im Einzelnen 2,5 kg hochwertiges Kokain, 24,5 kg Haschisch, 6,25 kg Marihuana und 3 kg Amphetamin ), welches für den Weiterverkauf in der Kasseler Innenstadt bestimmt war, sowie 147.000 Euro Bargeld, mutmaßlich aus Drogengeschäften stammend, konnten die Ermittler beschlagnahmen. Die Drogen haben einen geschätzten Straßenverkaufswert von einer halben Millionen Euro.

beschlagnahmtes Rauschgift
(beschlagnahmtes Rauschgift)

Als möglichen Kopf der Bande identifizierten die Ermittler während der über Monate andauernden Ermittlungen einen 46-jährigen Marokkaner. Ihn und einen 43-jährigen deutschen Mittäter nahmen Beamte einer Spezialeinheit gestern in Schauenburg fest, nachdem sie von einem 52-jährigen Niederländer zwei mit Cannabis und Kokain gefüllte Sporttaschen erhalten hatten.

Der 52-jährige Lieferant wurde kurz darauf noch im Besitz des vereinbarten Kurierlohns auf der A 44 festgenommen.

Bei der Durchsuchung der fünf Wohnobjekte in Stadt und Landkreis Kassel nahmen die Drogenfahnder die drei Männer im Alter von 24, 29 und 57 Jahren sowie eine 29 Jahre alte Frau fest, die alle die marokkanische Staatsangehörigkeit haben.

Bei diesen Maßnahmen stellten sie auch den größten Teil des im Rahmen des gesamten Verfahren aufgefundenen Rauschgifts, das Bargeld und umfangreiches Beweismaterial sicher. Unter anderem fanden sie auch eine geladene, scharfe Schusswaffe. Nach derzeitigen Erkenntnissen fungierte der festgenommene 24-Jährige ausschließlich als Bewacher einer sogenannten "Bunkerwohnung" und war dort für das Strecken und Verpacken der Drogen verantwortlich. Den Verkauf übernahmen offenbar der 29-Jährige und der 57-Jährige.

Auf Antrag der Kasseler Staatsanwaltschaft wurden alle sechs festgenommenen Männer, von denen sich die 24, 29 und 46 Jahre alten Tatverdächtigen zudem illegal in Deutschland aufhalten, einem Haftrichter vorgeführt. Gegen die 29-Jährige haben sich keine Haftgründe ergeben, weshalb sie zunächst auf freien Fuß gesetzt worden ist.

Gegen alle sechs männliche Tatverdächtige wurde Haftbefehl erlassen, fünf davon sitzen in Untersuchungshaft.

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