Luftbildaufnahme des Polizeipräsidiums Mitelhessen
 
22.06.2018

Mehr Sicherheit + Mehr Komfort bei der Fahrradcodierung

Schüler stellen neuen Fahrradkipphalter in Projektarbeit her

Schüler der Adolf-Reichwein-Schule stellen neuen Fahrradkipphalter für Fahrradcodierung vor     

Kein Heben, kein Ausbalancieren, kein Wackeln – die Zeit der beiden Holzböcke ist rum.

Vorfahren – Draufstellen – Umkippen – Codieren

lautet ab sofort das Motto.

   
Foto: Schüler der Adolf-Reichwein-Schule stellt neuen Fahrradkipphalter für Fahrradcodierung vor

 

Egal ob Damenrad, Herrenrad, Kinderrad, Tourenrad, Mountainbike, Cruising-Bike, Crossrad oder Rennrad, egal ob schweres E-Bike oder konventionell ohne Motor – der neue Fahrradkipphalter ersetzt die Holzböcke und macht das Codieren der Fahrräder wesentlich sicherer und komfortabler.

Das neue Gerät ist das Ergebnis eines umgesetzten Projekts von Schülern der Adolf-Reichwein-Schule.

Wackelige Angelegenheit: Fahrradcodierung auf zwei Holzböcken     

Bislang mussten die Fahrradcodierer die Bikes immer irgendwie auf zwei Holzböcke legen und diese ausrichten, sodass die Räder sicher lagen. Oftmals war das wegen der schwereren E-Bikes nicht einfach und blieb eine wackelige Angelegenheit.

  

Foto: Fahrradcodierung herkömmlicher Art auf zwei Holzböcken

 

 

„Da gibt es etwas Besseres“, dachte sich Jürgen Wege, der Leiter der Führungsgruppe der Polizeidirektion Marburg-Biedenkopf, der andernorts eine Hebeeinrichtung gesehen hatte. 

Er nahm Kontakt auf mit der Adolf-Reichwein-Schule, einer Schule mit einem umfänglichen Bildungsangebot. Das Angebot umfasst ein Berufliches Gymnasium, Fachoberschule, Höhere Berufsfachschule, Berufsfachschule, Berufsschule, Bildungsgänge zur Berufsvorbereitung und Produktionsschule.

Zusammen mit Herrn Robert Peter, dem Fachlehrer für Metalltechnik entstand die Idee eines Schülerprojekts zur Entwicklung eines Fahrradkipphalters.

Schüler der Adolf-Reichwein-Schule   
Hauptsächlich setzten drei Schüler der Klasse 10 bfa der Adolf-Reichwein-Schule im Alter von 16 und 17 Jahren das Projekt um. Sie entwickelten und bauten für gerade mal

200 Euro Materialkosten

den Halter, der zukünftig wesentlich zu einer verbesserten Sicherheit und einem höheren Komfort beim Codieren beiträgt.

Foto: Schüler der Adolf-Reichwein-Schule


Die hauptverantwortlichen Jugendlichen sind Schüler der zweijährigen Berufsfachschule Metalltechnik, die ihren zweijährigen Besuch mit dem mittleren Bildungsabschluss beenden. Die Adolf-Reichwein-Schule bietet die zweijährige Berufsfachschule im Metall, Elektro- und im Holzbereich an.


Die Übergabe des Fahrradkipphalters war am Mittwoch, 20. Juni 2018.

Heinz Frank, Leiter der Polizeistation Marburg bedankte sich auch im Namen des Leiters der Polizeidirektion Marburg-Biedenkopf, Kriminaldirektor Bodo Koch, für die Umsetzung des Projekts. Er wünschte den Schülern, die nach Schuljahresende nicht mehr in diesem Klassenverband zusammen sind, für ihren weiteren Lebensweg den Erhalt ihrer Kreativität und Geschicklichkeit sowie viel Erfolg.

Als Ausdruck des Danks überreichte er den Schülern ein kleines Präsent:

Heinz Frank, Leiter der Polizeistation Marburg, bedankte sich bei Lehrer Robert Peter und den Schülern der Adolf-Reichwein-Schule für die Umsetzung des Projekts Fahrradkipphalter
Foto: Erster Polizeihauptkommissar Heinz Frank bedankte sich bei dem Fachlehrer Robert Peter und den Schülern der Adolf-Reichwein-Schule 


Natürlich konnten sie ihr Werk auch in Aktion erleben. Die Codierung ihrer mitgebrachten Fahrräder übernahm dankenswerter Weise der Kollege Thomas Löhr von der Polizeistation Gießen Nord.
   

Die Codierung ihrer mitgebrachten Fahrräder übernahm der Kollege Thomas Löhr
Foto: Kollege Thomas Löhr codierte die mitgebrachten Fahrräder der Schüler

 

Weitere Fotos der Vorstellung des Projekts Fahrradkipphalter:

Weitere Bilder:

 

Text und Fotos: Martin Ahlich, Pressesprecher