Außenaufnahme des Polizeipräsidiums Osthessen
 
07.10.2016

Gemeinsame Kontrolle von Kriminal- und Schutzpolizei

Gemeinsame Kontrolle von Kriminal- und Schutzpolizei in Sachen Tierschutz in Osthessen Landkreise Fulda, Hersfeld-Rotenburg und Vogelsbergkreis - Einen mobilen Kontrolltag mit dem Schwerpunkt Tiertransporte führten Beamte des Kommissariats für Umweltdelikte der Kriminaldirektion Fulda und Beamte der Direktion Verkehrssicherheit / Sonderdienste in den letzten Tagen durch.

Gemeinsames Ziel der Beamten von Kriminal- und Schutzpolizei war es, eine Momentaufnahme der Transportzustände bei der Beförderung lebender Tiere auf den Straßen der drei osthessischen Landkreise und den dazugehörigen Bundesautobahnen A4, A5, und A7, zu erhalten.

Dabei kommt auch den Fachdiensten und Amtstierärzten der Kreisveterinärämter eine große Bedeutung zu. Werden durch die Polizei schwerwiegende tierschutzgefährdende Feststel-lungen getroffen, dann kommen die Amtsveterinäre an den jeweiligen Kontrollort, um ggf. sofort erforderliche Maßnahmen zu treffen oder zu veranlassen.

Während das Zentralkommissariat Umweltdelikte in Fulda vornehmlich Straftaten, wie beispielsweise Tierquälerei oder tierseuchenrechtliche Sachverhalte bearbeitet, sind es bei den durch die Verkehrsdienste und Polizeiautobahnstationen festgestellten Verstößen, meist Transportfehler mit tierschutzrechtlicher Relevanz.

Bei der Kontrolle wurde ein LKW eines hessischen Viehhandelsunternehmens auf der BAB A5, in der Gemarkung Alsfeld-Berfa, auffällig. Augenscheinlich drückte das Ladungsgewicht den Aufbau des LKW zu tief in die Federung nach unten. Der 7,5-Tonner war mit  sechs ausgewachsenen männlichen Rindern deutlich überladen. Beim Wiegen wurde ein tatsächliches Gewicht von knapp 9,5 Tonnen gewogen, somit eine Überladung von rund 25 %. Fahrer und Halter des LKW müssen nun mit einer empfindlichen Geldbuße durch die zentrale Bußgeldstelle und mit einem Punkt in Flensburg rechnen.

Im Bereich des Parkplatzes "Eifa" wurde ein Kleintransporter-Anhänger-Gespann kontrolliert, mit dem 20 Ferkel befördert wurden. Die Tiere befanden sich augenscheinlich in einem guten Zustand. Allerdings fehlten einige vorgeschriebene Dokumente, die vor allem seuchen-rechtlich erforderlich gewesen werden. Es konnten keine  Nachweise über den Herkunfts-betrieb und über den seuchenrechtlichen Status der Tiere vorgelegt werden. Auch hatte der Fahrer keinen Befähigungsnachweis zum Transport lebender Tiere dabei. Weiterhin lag keine Unternehmerzulassung zum Transport lebender Tiere vor. Fahrer und Halter dieser Fahrzeugkombination werden nun ein Buß- oder Verwarnungsgeld von der zuständigen Veterinärbehörde erhalten.

Positiv hervorzuheben ist die Kontrolle eines Transports von 170 Schlachtschweinen, der im Landkreis Hersfeld-Rotenburg, im Bereich des Kirchheimer Dreiecks, von der Autobahn A7 „gezogen“ wurde. Dieser konnte nach der Kontrolle seine Fahrt völlig unbeanstandet fortsetzen. Der Fahrer hatte dabei sogar noch das Dach des Sattelanhängers hydraulisch angehoben, um den Schweinen für eine möglichst angenehme und kühle Temperatur im Inneren des Transportfahrzeuges zu sorgen.  Ein Beispiel mit Vorbildcharakter in Sachen Tier-schutz!

Ein sofortiges Einschreiten der Amtsveterinäre wurde an diesem Tag nicht erforderlich.

Ein erfreuliches Ergebnis vor allem für die "Passagiere" und für die Transporteure dieser Tiertransporte, aber gleichzeitig auch für die kontrollierenden Polizeibeamten.

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