Außenaufnahme des Polizeipräsidiums Osthessen
 
27.01.2017

„Schutzmann Gerk“ geht in den Ruhestand

Staatssekretär Werner Koch, Ewald Gerk, Polizeipräsident Günther Voß
Fulda - Den Polizeibeamten und „Vollblutgewerkschafter“ Ewald Gerk verabschiedete Werner Koch, Staatssekretär im Hessischen Innenministerium, am Donnerstag (26.01.) aus dem aktiven Polizeidienst. Viele Wegbegleiter waren der Einladung von Ewald Gerk gefolgt und hatten den Weg in das osthessische Polizeipräsidium in Fulda gefunden. Sogar drei der vier bisherigen Präsidenten gaben dem zukünftigen Pensionär die Ehre.

Der amtierende Behördenleiter  Günther Voß eröffnete die Veranstaltung, begrüßte die Anwesenden und stellte fest, dass ihn mit Ewald Gerk viele gemeinsame Erlebnisse verbinden. Neben dem Alter und dem Diensteintritt bei der Hessischen Polizei am 1. Oktober 1974, waren die Vorbereitungen zur Gründung des Polizeipräsidiums Osthessen in Fulda sicher der wichtigste gemeinsame Meilenstein. Sowohl Voß als auch der Fast-Ruheständler Gerk beteiligten sich aktiv daran; Ewald Gerk sogar mit geistlicher Unterstützung.

"Das Engagement, die Ausdauer und unsere Hartnäckigkeit hat sich gelohnt", erklärte der Behördenleiter und wünschte dem baldigen Pensionär für den neuen Lebensabschnitt alles Gute, Gesundheit und Zufriedenheit.

Staatssekretär Werner Koch ließ es sich nicht nehmen, den Schutzmann Gerk persönlich aus dem Dienst zu verabschieden. Als "Kämpfer für die Belange der Kolleginnen und Kollegen der hessischen Polizei" beschrieb Koch den Gewerkschafter. Stets sachlich und fair sei der vertrauensvolle Umgang in den vergangenen Jahren gewesen. Schmunzelnd fügte der Innen-Staatssekretär hinzu: "Wenn Ewald Gerk aus der Tür hinausging, konnte es durchaus sein, dass er zum Fenster wieder herein kam."

Den lobenden Worten Kochs schlossen sich Karsten Bech als Personalratsvorsitzender der osthessischen Polizei, Jens Mohrherr als Vorsitzender des Hauptpersonalrates sowie der GdP-Landeschef Andreas Grün an.

„Offen, ehrlich, streitbar, immer fair und sehr gut vernetzt“ beschrieb Polizeidirektor Bernhard Jäger seinen ehemaligen Mitarbeiter in der Führungsgruppe der Polizeidirektion Fulda. Er bedankte sich bei ihm für die hervorragende Zusammenarbeit und das vertrauensvolle Arbeitsverhältnis.

In seinen Abschiedsworten betonte  Gerk, dass es für ihn immer wichtig war, um die Sache zu streiten und dabei niemals die Würde des Menschen zu verletzen. Kam es doch einmal zu persönlichen Streitgesprächen, so wurden diese nicht in die Öffentlichkeit getragen, sondern hinter verschlossenen Türen geführt.

Auch wenn er nun nicht mehr aktiv im Dienst der hessischen Polizei steht, wird sich Ewald Gerk auch weiterhin für die Gerechtigkeit und Belange der Polizeifamilie einsetzen. Für seine Pensionärszeit wünschten ihm alle Anwesenden viel Glück, vor allem aber gute Gesundheit.

 

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