Außenaufnahme des Polizeipräsidiums Osthessen
 
01.12.2017

Oh Tannenbaum, süßer die Kassen nie klingen ...

Vorsicht beim Online Shopping - Das Internetkommissariat des Polizeipräsidiums Osthessen informiert (Foto: pixabay.com)
Osthessen - Einkaufen über das Internet ist für viele nicht mehr wegzudenken. Die Unabhängigkeit von Öffnungszeiten sowie günstige Preise sind Hauptgründe für das Online Shopping. Gerade zur Weihnachtszeit boomt das Geschäft über das Internet.

Leider bringt das angenehme Einkaufen über das Internet nicht nur Vorteile sondern auch viele Risiken mit sich.

Online Shops bieten neben einer großen Produktpalette auch bequeme Bezahlmöglichkeiten für jedermann. Doch hinter dem Online-Händler können sich auch Betrüger verbergen, die mit sogenannten Fake-Shops (gefälschten Online-Shops)  Online-Käufer abzocken wollen.

Fake-Shops sind auf den ersten Blick nicht sofort erkennbar. Oft kopieren die Betrüger echte Online-Shops und wirken dadurch sehr seriös. Das Impressum wird gefälscht. Die Preise werden zum absoluten Schnäppchenpreis angeboten, um die Kunden zu locken.

Aber betroffen sind nicht nur Online-Shops, sondern auch Produkte, die über Verkaufsplattformen privat oder gewerblich verkauft werden. Gerade hier sind der Kreativität der Betrüger keine Grenzen gesetzt.

Doch wie kann ich mich schützen, um nicht auf den beliebten Service zu verzichten? Einen 100 prozentigen Schutz gibt es nicht, aber es gibt einige Dinge die Sie im Vorfeld beachten können um einen Betrug zu vermeiden:

 

Schauen Sie sich die Kundenbewertungen an. Gibt es keine oder viele negative Bewertungen, spricht dies nicht unbedingt für das Produkt.
Suchen Sie nach Informationen zu dem Anbieter im Internet. Ist es ein Fake-Shop, so existieren oftmals Beschwerden von anderen Kunden.
Seit wann gibt es den Shop oder Anbieter? Ein langjähriger Anbieter ist meist seriöser als ein Shop, der erst ein paar Monate existiert.
Welche Bezahlmethoden werden angeboten? Kauf auf Rechnung, Kreditkarte, Abbuchungssysteme, Sofortüberweisung, Lastschrift, Vorkasse oder Nachnahme? Wer die Wahl hat, hat die Qual. Wählen Sie sichere Zahlungswege: Der Kauf auf Rechnung kann vor Betrug durch Fake-Shops schützen. Getätigte Überweisungen können aber kaum rückgängig gemacht werden. Ebenso benutzen Betrüger gerne auch gefälschte Treuhandservices, die dem Kunden Sicherheit vorgaukeln. Nutzen Sie beim Onlinekauf keine anonymen Zahlungsdienste! Eine gute Alternative ist die Nutzung von seriösen Abbuchungsdiensten. Hier muss sich der Kunde  einmalig registrieren und seine Kontodaten hinterlegen. Der Anbieter agiert dann wie eine elektronische Geldbörse. Der Kunde hat hierbei in der Regel einen Käuferschutz.
Ein Anruf bei der Verbraucherzentrale hilft. In der Regel können diese Ihnen auch Informationen zum Online-Shop mitteilen.
Schauen Sie ins Impressum. Vorsicht, dies kann auch gefälscht sein. Ausländische Adressen oder Bankverbindungen sollten sehr argwöhnisch betrachtet werden.
Versuchen Sie telefonischen Kontakt aufzubauen. Seriöse Online-Shops sind immer gut zu erreichen.

Was tun, wenn man doch Opfer geworden ist?

Informieren Sie umgehend Ihre Bank und versuchen Sie die Zahlung rückgängig zu machen.
Sichern Sie alle Beweise für den Online-Kauf. Bestellbestätigung, E-Mails, Produktbeschreibungen per Screenshots, Telefonnummern und Kontaktpersonen.
Erstatten Sie umgehend Anzeige bei der Polizei. Bringen Sie hierzu alle gesicherten Unterlagen mit. Auch wenn die strafrechtliche Verfolgung von Tätern schwierig ist, weil diese oft aus dem Ausland agieren, kann so zumindest eine Löschung von Fake-Shops vorangetrieben werden.
Schreiben Sie selbst Bewertungen in Beschwerdeforen, um weitere Kunden vor einem Betrug zu warnen.

Weiter aktuelle Informationen zu Gefahren im Internet finden Sie auch auf der Internetseite www.polizei-beratung.de

(Quelle: Polizeipräsidium Osthessen - Kriminaldirektion)

Martin Schäfer
Leiter Pressestelle