Außenaufnahme des Polizeipräsidiums Osthessen
 
09.12.2016

Achtung, Betrug!

Täter mit verschiedenen Maschen auch in Osthessen unterwegs - gerade in der Weihnachtszeit

Achtung, Betrug! Täter mit verschiedenen Maschen auch in Osthessen unterwegs - gerade in der Weihnachtszeit
So wurde zum Beispiel ein 41-jähriger Neuhofer im November das Opfer von Betrügern, die ihn als angebliche Mitarbeiter einer großen US-amerikanischen Softwarefirma anriefen und in ein Gespräch verwickelten. Dabei forderten sie den Mann auf, mit Hilfe einer Fernwartungssoftware Zugriff auf seinen Computer zu gewähren. Hier zeigten sie dem Geschädigten sodann angeblich defekte oder mit Schadsoftware infizierte Dateien. Gegen Überweisung eines Geldbetrages bot ihm der vermeintliche Computerhelfer die Reparatur des Systems an.

Durch geschicktes Fragen und das parallele Ausspionieren von Kontodaten gelang es den Tätern, viermal kurz hintereinander Geld vom Konto des Geschädigten ins Ausland zu transferieren. Insgesamt über 1.000 Euro. Obwohl der Geschädigte dies bereits kurz nach dem Anruf bemerkte, war sein Geld futsch.

Doch damit nicht genug. Etwa vier Wochen später, Anfang Dezember, meldeten sich offenbar die gleichen Betrüger erneut bei dem Mann und gaben sich wiederum als Mitarbeiter der Softwarefirma aus. Sie wollten ihn nun glauben machen, nur versehentlich das Geld transferiert zu haben und baten ihn erneut um Angabe seiner Kontozugangsdaten für eine angebliche Rückabwicklung. Diesmal war der Mann jedoch auf der Hut und beendete das Gespräch, bevor ein Schaden eintreten konnte.

Eine weitere Masche von Betrügern, um ihre Opfer übers Ohr zu hauen, hat vor allem in der Vorweihnachtszeit Hochkonjunktur: Bei der Suche nach dem passenden Weihnachtsgeschenk sind Schnäppchenjäger auch auf den vielfältigen Verkaufsplattformen im Internet unterwegs.

Hier locken die Täter mit vermeintlichen Sonderangeboten, beispielsweise für hochwertige Küchenmaschinen, Fernseher oder Unterhaltungselektronik. Sie bieten dabei oftmals Nachlässe von mehreren hundert Euro. Natürlich geben sie dabei vor, dass das Angebot äußerst begrenzt ist und deswegen schnelles Zugreifen erforderlich sei. Damit setzen sie die Kaufinteressenten unter Druck und sorgen dafür, dass sie sich auf eine Zahlungsabwicklung auf exotische oder zumindest für den seriösen Internethandel unübliche Weise einlassen. Am Ende steht in den meisten Fällen, dass der Betrogene eine Zahlung leistet, die erwünschte Lieferung jedoch ausbleibt.


Die Polizei rät im Zusammenhang mit den geschilderten Fällen:

  • 1. Bleiben Sie besonders bei ungewöhnlich günstigen Angeboten kritisch. Vermeintliche Superangebote werden oft teuer. Kein Händler hat etwas zu verschenken. Betrüger arbeiten gern mit dem Bedürfnis der Menschen, ein Schnäppchen machen zu wollen.
  • 2. Seien Sie misstrauisch, wenn Überweisungen auf Auslandskonten oder mit exotischen Bezahlmethoden verlangt werdeb. Wenden Sie sich im Zweifel an einen Händler, der auf Rechnung liefert oder der eine Kontoverbindung im Inland hat.
  • 3. Kein seriöser Händler oder Dienstleister erfragt persönliche Bankdaten wie Geheimzahlen oder Transaktionsnummern am Telefon, im Internetchat oder per E-Mail!
  • 4. Öffnen Sie keine Anhänge von unbekannten E-Mails. In vielen Fällen verbirgt sich dahinter eine Schadsoftware, die ein gesamtes Netzwerk lahmlegen und die Rechner zerstören kann.
  • 5. Nutzen Sie auf ihren PCs ein aktuelles Virenschutzprogramm.