Luftbildaufnahme des Polizeipräsidiums Mitelhessen
 
09.03.2017

Nein, es war kein Wolf!

Polizei setzt auf gesicherte Informationen

Im östlichen Wetteraukreis machte dieser Tage das Gerücht die Runde, ein Wolf sei bei einem Unfall angefahren und getötet worden. Die Untersuchungen dazu sind abgeschlossen und ergaben ein klares Ergebnis:

Es war kein (!) Wolf.

In diesem Zusammenhang kamen Mutmaßungen auf, die Polizei wolle den Sachverhalt „unter der Decke“ halten. Bürgerinnen und Bürger meldeten sich auch bei der Presse und prangerten die fehlende Information an. Diesem Gerücht möchten wir hiermit entschieden wiedersprechen.

Auf uns können Sie sich verlassen!

Sie können sich sicher sein: Wir behalten keine Informationen unter der Decke, wir möchten als Polizei stattdessen eine verlässliche Quelle für Informationen sein. FAKE-News gibt es von uns nicht. Um keine Unwahrheiten und Gerüchte zu verbreiten, prüfen wir die dahinter stehenden Informationen und warten Untersuchungsergebnisse ab. Die Bevölkerung mit Fehlinformationen, Halbwahrheiten und beängstigenden falschen Informationen zu versorgen überlassen wir gerne anderen, die sich in unzählbarer Weise vor allem in den sozialen Medien bewegen. Auch am „Dorftratsch“ und an Stammtischparolen möchten wir uns nicht beteiligen.

Was war passiert?

Am vergangenen Montagabend (06.03.2017), gegen 18.50 Uhr, stieß auf der Bundesstraße 275 zwischen Gedern und Hartmannshain ein 75-jähriger Verkehrsteilnehmer aus Frankfurt mit seinem Mercedes gegen ein Tier, welches plötzlich vor ihm die Straße querte. Welcher Gattung dieses Tier zuzuordnen ist, war zunächst allen Beteiligten nicht eindeutig klar. Es konnte sich um einen Hund handeln, es bestanden jedoch auch gewisse Ähnlichkeiten mit einem Wolf. Ein Jagdpächter nahm das Tier mit und die Polizei informierte die Wolfsbeauftragte des Hessischen Landesamtes für Naturschutz, Umwelt und Geologie und bat um weitere Untersuchungen.

Diese begutachtete das getötete Tier persönlich und nahm sogar eine genetische Probe, um auf Nummer sicher zu gehen. Die Ergebnisse der Untersuchung sind eindeutig: Es handelt sich um einen Hund.

Wolf oder kein Wolf?

Da heulen ja die Wölfe! - Hier gibt es keine FAKE-News - Symbolbild Wolf
Foto: Symbolbild Wolf


Jeder Bürger, der meint einen Wolf in Hessen gesichtet zu haben, kann sich an das Wolfsmanagement wenden.

Wolfsmail:         wolf@umwelt.hessen.de
Wolfshotline:     0611 / 815 3999 (Bitte eine Sprachnachricht hinterlassen)


Alle weiteren wichtigen Informationen dazu finden sich auf der Seite des
Hessischen Landesamtes für Naturschutz, Umwelt und Geologie:
Wolfsmanagement