Luftbildaufnahme des Polizeipräsidiums Mitelhessen
 
25.01.2017

Lkw-Kontrolle auf der A5 - gefährliche Kreativität

Schriftzug Polizeiautobahnstation Mittelhessen mit Polizeistern und Autobahnsymbol und NummernEs sind die Momente im Arbeitsalltag der Beamtinnen und Beamten der   Autobahnpolizei Mittelhessen, in denen sie sich gar nicht vorstellen möchten, was alles hätte passieren können.

Am Freitag, 10.02.2017, stoppte eine Streife de Autobahnpolizei, gegen 11.20 Uhr, einen Sattelzug aus Polen auf dem Parkplatz Limes, also zwischen dem Gambacher Kreuz und der Anschlussstelle Fernwald. Routinemäßig wollten die Beamten die Verkehrstüchtigkeit von Fahrer und Fahrzeug überprüfen und eine Blick auf die Ladung werfen.

Vier PKW auf einem Sattelauflieger - so ging es nicht weiter

Das Öffnen des Laderaumes ist immer wieder mit Überraschungen für die Beamten verbunden - so auch in diesem Fall. Denn was die geöffnete Plane des Sattelaufliegers Preis gab, war leider einmal wieder ein trauriges Beispiel für eine gefährliche Kreativität. Vier Schrott-Fahrzeuge hatte der 58-jährige Fahrer in Frankreich gekauft und wollte sie mit dem Sattelzug in seine Heimat nach Polen bringen (Foto oben). Zwar gelang es dem Fahrer die vier Fahrzeuge auf den Auflieger zu bringen, aber eine Sicherung auf diesem konnte ihm nicht gelingen, da der Auflieger für einen Fahrzeugtransport schlicht nicht geeignet ist.

Autofelgen und -reifen dienten zur Fixierung der Fahrzeugen auf dem Lkw

Mit Böcken zum Anheben der PKW, Felgen als Unterlage und wild und lose verwickelten Spanngurten gelang ihm die Ladungssicherung nicht (Foto oben). Darüber hinaus war die Zuladung des Aufliegers deutlich überschritten worden. Etwa eine Tonne zu viel transportierte der Fahrer durch die Lande.

 

Für die Beamten ergab sich daher nur eine Möglichkeit, welche hieß: Abladen!

 

Zwei Fahrzeuge musste der Fahrer zurücklassen bzw. für diese ein anderes Fahrzeug zum Abtransport bestellen, zwei andere konnte er ausreichend auf dem Auflieger sichern und mit diesen nach Polen weiterfahren.

Den Fahrer erwartet nun ein sogenanntes Gewinnabschöpfungsverfahren, welches ihn rund 2000 Euro Strafe kosten wird. Die Unannehmlichkeiten, durch die Mühen die die Polizei ihm gemacht hatte, kommen natürlich noch oben drauf.

 

Plakat zu verkehrssicher-in-mittelhessen

 

Solche Kontrollen gehören auch zu dem Verkehrspräventionsprogramm verkehrssicher-in-mittelhessen

Die hohen Beanstandungsquoten bei den aktuellen Kontrollen verdeutlichen die Notwendigkeit stetiger weiterer Kontrollen und Präventionsmaßnahmen in allen Beriechen der Verkehrssicherheit.

 

Mehr zum Verkehrspräventionsprogramm 

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