Luftbildaufnahme des Polizeipräsidiums Westhessen
 
20.11.2019 | Polizeipräsidium Westhessen

Neue Seniorensicherheitsberater/ -innen im Rheingau-Taunus und in Wiesbaden

 

Ehrenamtliche Helfer wurden in Bad Schwalbach an zwei Tagen von der Polizei beschult

„Hallo Oma, rate mal wer dran ist…!“ – Bekommen Senioren solche Anrufe, erkennen sie in der Regel den sogenannten „Enkeltrick“, legen schnell auf und rufen die Polizei. Die intensive Aufklärungsarbeit von Polizei und Presse in den letzten Jahren hat dazu geführt, dass viele über die Tricks der Betrüger gut informiert sind. Das Deliktsfeld der typischen Straftaten zum Nachteil älterer Menschen spielt aber immer noch eine große Rolle. Es zeigt sich immer wieder, dass es doch noch Menschen gibt, die die Maschen noch nicht kennen und darauf hereinfallen. Außerdem lassen sich die Täter immer neue Tricks einfallen, um an das Geld der Senioren heranzukommen. Die Polizei setzt zur Bekämpfung dieses Deliktsfeldes weiterhin auf gute Präventionsarbeit. Sie arbeitet seit einigen Jahren erfolgreich mit sogenannten Sicherheitsberaterinnen und Sicherheitsberatern für Seniorinnen und Senioren (SfS) zusammen. Hierbei handelt es sich um engagierte Bürger ab 50, die von der Polizei beschult und beauftragt werden, damit sie die Präventionsarbeit der Polizei bezüglich Straftaten zum Nachteil älterer Menschen unterstützen können. Jeder investiert dabei so viel Zeit und Mühe, wie er kann. Einige informieren regelmäßig bei Senioren-Cafés und organisieren sogar Info-Veranstaltungen, andere dienen einfach nur als Ansprechpartner für Senioren und beraten auf Anforderung.

Am 08. und 09.11. wurden in Bad Schwalbach neun neue SfS für den Bereich Rheingau-Taunus erfolgreich ausgebildet. Darüber hinaus nahmen drei weitere angehende Berater für Wiesbaden an der Beschulung teil.

Begrüßt wurden die Teilnehmer durch die Leiterin der Polizeidirektion Rheingau-Taunus, Eva Hertel. Diese ließ eine hohe Wertschätzung für das Engagement der Freiwilligen erkennen und wies dabei darauf hin, wie schwerwiegend die Folgen eines Trickbetruges für die Betroffenen sind. Hierbei ginge es nicht nur um den materiellen Schaden. Senioren, die Opfer einer solchen Tat werden, sind oft nachhaltig in ihrem Sicherheitsgefühl beeinträchtigt. „Der Rheingau-Taunus-Kreis steht mit seiner Kriminalstatistik sehr gut da, auch im Bereich Straftaten zum Nachteil älterer Menschen. Für diejenigen, die aber Opfer einer Straftat geworden sind, ist das kein Trost.“ macht Eva Hertel deutlich.

Vortrag durch Sven Opitz

Sven Opitz ist der Jugendkoordinator der Polizeidirektion Rheingau-Taunus und somit für die Koordinierung der Präventionsarbeit im Kreisgebiet beauftragt, so auch für die Seniorensicherheitsberatung. Er schloss sich an und stellte die Arbeit der SfS im Rheingau-Taunus kurz dar. Er steht im ständigen Kontakt mit den SfS. Sein Pendant für Wiesbaden ist Anja Schmitt, ebenfalls Jugendkoordinatorin und Koordinatorin der SfS für ihren Bereich. Sie begrüßte die Teilnehmer im Namen der Polizeidirektion Wiesbaden.

 Vortrag

Den Begrüßungen folgend durften die angehenden Berater verschiedene Vorträge genießen, die ihnen das Handwerkszeug für ihre künftige Arbeit liefern sollten. Von der Abteilung Prävention des Polizeipräsidium Westhessen waren verschiedene Referenten dabei: Andreas Grillich informierte in seinem Vortrag „Cybercrime“ über kriminelle Tricks im Internet und wie man sich am besten davor schützt. Andrea Hailbronner gab Tipps zur Sicherheit im Straßenverkehr. Bettina Chrysakopoulos, Fachberaterin für Seniorenprävention, klärte rund um das Thema „Straftaten zum Nachteil älterer Menschen“ auf, und ging dabei vor allem auf die Vorgehensweisen der Betrüger, besonders in den Phänomenbereichen „Enkeltrick“, „Falsche Polizeibeamte“ oder die dubiosen Haustürgeschäfte ein.

Sven Opitz sensibilisierte die Teilnehmer in einem Vortrag zum Thema Opferschutz.

Gruppenbild

Am Ende wurden die Urkunden feierlich an die neuen Sicherheitsberater übergeben.

Mit den neun neuen Sicherheitsberatern sind aktuell 49 SfS im Bereich des Rheingau-Taunus-Kreises tätig. Sven Opitz ist zufrieden: „Mittlerweile wirken in fast allen Kommunen SfS. Diese leisten wertvolle Arbeit, vernetzen sich dabei gut und helfen sich gegenseitig aus. Die Rückmeldungen der Bürgerinnen und Bürger sind nach wie vor sehr positiv“.