Luftbildaufnahme des Polizeipräsidiums Westhessen
 
16.05.2019 | Polizeipräsidium Westhessen

IDAHOT und die Polizei

 

 

Am 17.05.1990 strich die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Homosexualität von der Liste der psychischen Erkrankungen.

Gleichzeitig stellten die Zahlen des Datums in anderer Schreibweise den Paragraphen 175 des Strafgesetzbuches dar. Dieser wurde erst vier Jahre später endgültig aus dem StGB gestrichen.

Der 17. Mai ist inzwischen international zum Tag gegen Homo- und Trans*phobie ernannt worden (international day against homo- & trans*phobia, kurz IDAHOT oder auch IDAHOBIT).

Weltweit erinnern an diesem Tag verschiedene Aktionen daran, dass Lesben, Schwule, Bisexuelle, Trans*personen und Intergeschlechtliche Menschen auch heute noch im Alltag diskriminiert und in vielen Ländern sogar strafrechtlich verfolgt werden (in acht Ländern droht Homosexuellen die Todesstrafe; Erhebung aus 2017).

 

 

Nicht nur wegen rechtlichen Vorgaben, sondern auch auf Grund unserer Rolle in der Gesellschaft sind wir als Polizei dazu verpflichtet, vorurteilsfrei und unabhängig der sexuellen oder geschlechtlichen Identität zu handeln. Seit 2010 bestehen in Hessen die „Ansprechpartner für gelichgeschlechtliche Lebensweisen“ (Agl). Sie nehmen landesweit diesen besonderen Tag zum Anlass, um auf ihr nebenamtliches Angebot aufmerksam zu machen. Ihre Arbeit richtet sich nach innen und außen.

Die AgL unterstützen Opfer von Hasskriminalität, betreiben Netzwerkarbeit mit örtlichen LSBT*IQ Vereinen oder Institutionen oder betreiben Öffentlichkeitsarbeit. Teilweise haben Opfer eine Hemmschwelle gegenüber der Polizei, welche unsere AgL senken sollen. 

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 Mehr zu den AgL der Polizei Westhessen


Begriffserklärung:

Lesben, Schwule, Bisexuelle

Homosexuelle Menschen, also Personen die sich zu Personen des gleichen Geschlechts hingezogen fühlen, bevorzugen oftmals die Selbstbezeichnungen „lesbisch“ oder „schwul“.

Wer sich sowohl zu Männern als auch zu Frauen hingezogen fühlt, versteht sich meist als bisexuell.

Trans*Menschen

Transsexuell, transgender, transident – Personen, deren bei der Geburt zugewiesenes Geschlecht mit dem eigenen Erleben ihrer Geschlechtszugehörigkeit nicht vereinbar ist, nutzen für sich verschiedene Bezeichnungen. Der Überbegriff trans* lässt die genaue Zuschreibung offen.

Intersexuelle Menschen

Personen, die genetisch, anatomisch oder hormonell nicht eindeutig dem weiblichen oder dem männlichen Geschlecht zugeordnet werden können, werden intersexuell genannt. Der dritte Personenstand „divers“ ist in Deutschland gleichberechtigt zu männlich und weiblich anerkannt.

Queer

Was früher ein englisches Schimpfwort war, wird heute als positive Sammelbezeichnung für Lesben, schwule, Bisexuellem trans* und intergeschlechtliche Personen benutzt. Zudem bezeichnen immer mehr Menschen ihre Lebensweise oder Identität als queer. 


Quelle Begriffserklärungen: LSBT*IQ-Koordinierungsstelle der Stadt Wiesbaden