Luftbildaufnahme des Polizeipräsidiums Südosthessen
 
17.03.2017 | Aktuell seit 17.03.17 mit "Grüner Broschüre"

Polizeiliche Kriminalstatistik 2016 des Polizeipräsidiums Südosthessen

Polizeipräsident Roland Ullmann erläutert die Kriminalstatistik 2016 für das Polizeipräsidium Südosthessen

Südosthessen wird immer sicherer

Straftaten auf niedrigstem Stand

Aufklärungsquote auf Allzeithoch

Gewaltkriminalität auf niedrigstem Stand

Straßenraub auf niedrigstem Stand

 

„Als geradezu hervorragend muss das Ergebnis der polizeilichen Kriminalstatistik des Polizeipräsidiums Südosthessen für das Jahr 2016 bezeichnet werden: Das Straftatenaufkommen erreichte mit 47.369 registrierten Delikten ein Allzeittief und sank gegenüber dem Vorjahr um 3,6 Prozent. Gleichzeitig stieg die Aufklärungsquote um 2,5 Prozentpunkte auf den Rekordwert von nunmehr 61,5 Prozent – damit setzte sich die Erfolgsgeschichte des Polizeipräsidiums Südosthessen ungeachtet der großen Herausforderungen im vergangenen Jahr fort“, so skizzierte Polizeipräsident Roland Ullmann die beiden wesentlichen Kennzahlen im Rahmen der Veröffentlichung der Kriminalstatistik 2016.

 

Polizeiführung auf der Pressekonferenz am 23.02.2017 zur Vorstellung der Polizeilichen Kriminalstatistik 2016

Die Polizeiführung bei der Präsentation der Polizeilichen Kriminalstatistik 2016
auf der Pressekonferenz am 23.02.2017

v.l.n.r.: Erster Polizeihauptkommissar Henry Faltin, Leitender Polizeidirektor Alexander König,
Polizeipräsident Roland Ullmann, Kriminaldirektor Klaus Blaesing,
Polizeihauptkommissar Oliver Geyer

„Wesentlicher als der Jahresvergleich ist mir jedoch die Betrachtung über einen längeren Zeitraum - erst hieraus lässt sich eine Entwicklung der Kriminalität lesen. So registrierten wir im Jahre 2004 noch 64.221 Straftaten – also fast 17.000 mehr als aktuell“, führte Ullmann weiter aus. „Diese Entwicklung ist mir besonders wichtig, denn grundsätzlich steht jede Straftat auch für ein Opfer. Vor 12 Jahren registrierten wir täglich 176 Straftaten – aktuell sind es 129 pro Tag und somit täglich 47 Opfer weniger.

 

PKS 2016 Gesamtkriminalität

 

Gleichzeitig konnten wir die Aufklärungsquote binnen dieser 12 Jahre von 45,4 Prozent im Jahre 2004 auf gegenwärtige 61,5 Prozent heben – eine Steigerung von 16,1 Prozentpunkten. Mehr als 3 von 5 Straftaten wurden geklärt.“

 

PKS 2016 Aufklärungsquote

 

Die Häufigkeitszahl (Fälle pro 100.000 Einwohner) liegt im Hessendurchschnitt bei 6.672. Für das Polizeipräsidium Südosthessen beträgt die Häufigkeitszahl 5.364 (Vorjahr: 5.646). Somit liegt die hiesige Region abermals deutlich unter dem Landesdurchschnitt. Dies ist ein weiterer Beleg dafür, dass die Menschen hier in einer sicheren Region leben.

In der Zusammenfassung bleibt festzustellen:

Das Gesamtstraftatenaufkommen sank um 3,6 Prozent (-1.771 Straftaten) auf den niedrigsten je registrierten Stand; die Aufklärungsquote stieg erstmals über 60 Prozent und liegt mit 61,5% auf einem historischen Hoch!
Gewaltdelikte und hier insbesondere der Straßenraub, also Straftaten, die für das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung eine besondere Relevanz besitzen, sanken auf Tiefststände seit Bestehen des Polizeipräsidiums Südosthessen im Jahre 2001.

Maßgeblich für den Rückgang der Fallzahlen um 1.771 Delikte im vergangenen Jahr waren

  • die deutliche Abnahme bei Einbruchs- und Diebstahlsdelikten (Minus 1.687), darunter auch Einbrüche in Wohnungen (Minus 280) und Geschäfte (Minus 110)
  • eine Verringerung der Verstöße gegen das Aufenthalts- und das Asylverfahrensgesetz (Minus 301).

In den einzelnen Deliktsbereichen zeigten sich folgende Entwicklungen:

Die Gewaltkriminalität konnte um -2,8% erneut auf ein Allzeittief gesenkt, die Aufklärungsquote erneut auf einen Rekordwert von jetzt 79,0% gesteigert werden.

Der Straßenraub nahm nochmals stark ab und konnte um 24,0% reduziert werden – mit aktuell 174 Delikten der tiefste Stand seit Bestehen des Polizeipräsidiums Südosthessen, die Fallzahlen wurden binnen 10 Jahren weit mehr als halbiert; die AQ sank auf 45,4%.

Körperverletzungsdelikte im öffentlichen Raum sanken um 3,3% - weniger als 500 Delikte bedeuten Tiefststand seit 2003. Die Aufklärungsquote stieg auf hohe 78,9%.

Geschäfts- und Wohnungseinbrüche nahmen deutlich ab:
Geschäftseinbrüche mit einem Minus von 12,5% (Tiefststand seit Bestehen des PP SOH) bei einer Rekordaufklärung von 26,6%.
Wohnungseinbrüche um 280 Fälle und so mit einem klaren Minus von 14,1%. Die Aufklärungsquote sank auf 19,5%.

Pkw-Aufbrüche stiegen um 16,4%; sie sind damit noch immer weit entfernt von den hohen Zahlen nach dem Jahrtausendwechsel, aber dennoch ein wenig das „Sorgenkind“. Die Aufklärungsquote sank auf 28,2%.

Der Betrug stieg um 6,5% an - im Wesentlichen liegt dies an einer geklärten Serie. Dadurch stieg allerdings auch die Aufklärungsquote beim Betrug erneut auf einen Rekordwert und liegt nun bei 90,1%.

Der Fahrraddiebstahl sank erneut, aktuell um 5,9% (minus 162 Delikte). Die Aufklärungsquote stieg auf 11,6% (fast Verdopplung gegenüber Vorjahr).

Die Sachbeschädigung sank um 3,5% auf Tiefstwert, bleibt aber mit 4.275 Delikten das fallzahlenstärkste Einzeldelikt. Die AQ stieg auf 20,7%.

 

PKS 2016 Analyse und Fazit

 

Die gesamte Pressemeldung zur PKS 2016 sowie die Folien zur PKS 2016 finden Sie als PDF-Dateien im Anhang.

Auf dieser Seite wird demnächst (im März) auch die sogenannte „Grüne Broschüre“ mit den kommunalen Betrachtungen zur PKS 2016 erscheinen.

 

Quelle: Henry Faltin, PÖA

 

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