Luftbildaufnahme des Polizeipräsidiums Südosthessen
 
06.12.2016

Projekt „LEON-Hilfeinseln“ in Schöneck

Polizei-Maskottchen Leon macht den Schulweg sicherer

Angst vor Fremden, ein aufgeschlagenes Knie oder einfach nur großen Durst: All das kann Kindern, die auf dem Weg zur Schule oder in der Freizeit alleine unterwegs passieren. Dank der Aktion „LEON-Hilfeinseln“ sollen sich Schönecks Jungen und Mädchen nun noch sicherer fühlen.

Große Augen machten die Grundschüler der Schönecker Sterntalerschule und der Friedrich-Ebert-Schule, als Polizei-Löwe Leon in den Raum gestapft kam. Sie schlossen LEON sofort ins Herz. Geduldig schüttelte Kinderfreund LEON Hände und winkte in die Runde. Die Kinder waren total begeistert.

 

Polizeilöwe LEON

Bild: Polizei-Löwe LEON zwischen Kollegin Margarete Hauschild vom Hauptsachgebiet E-4 und Matthias Kessler, Dienststellenleiter der Pst. Maintal, bei der Ausgabe von LEON-Schlüsselanhängern und Kinderkommissar-Ausweisen.

Die Idee kommt bei den Grundschülern gut an. Sie werden von Polizei-Löwe Leon höchstpersönlich zu Kinderkommissaren ernannt. Strahlend holen sich die Kinder ihren ganz persönlichen Kommissar-Ausweis bei Leon ab.

Dabei hat das Projekt, das den Jungen und Mädchen an diesem Morgen vorgestellt wurde, einen ernsten Hintergrund. „Ihr Kinder werdet älter und zunehmend selbstständiger. Ihr geht alleine zur Schule oder fahrt mit dem Rad zum "Bolzplatz", erklärt Matthias Kessler, Dienststellenleiter der Polizeistation Maintal. „Aber da kann auch schnell mal etwas passieren.“ Ein aufgeschlagenes Knie, Bauchweh oder Angst vor einem Fremden. Kinder brauchen sichere Orte, an denen sie Hilfe suchen können. Genau dafür soll die Aktion „LEON-Hilfeinseln“ in Schöneck sorgen.

Die Gemeinde hat dafür insgesamt 18 örtliche Geschäfte und Institutionen ins Boot geholt. Sie haben seit gestern deutlich sichtbar ein Plakat am Schaufenster hängen, das vorbeilaufenden Kindern signalisiert, dass sie sich hier sicher fühlen und jederzeit um Hilfe bitten können. Auch den Eltern sollen so Sorgen genommen werden.

„Kinder im Grundschulalter wenden sich in einer Notsituation in der Regel nicht einfach an einen Passanten. Denn die Eltern mahnen zur Vorsicht gegenüber Fremden – das ist auch gut so“, betonte Kessler. Zwar sei die Schönecker Unfall- und Kriminalstatistik unbedenklich, jedoch soll das Projekt auch etwas für das subjektive Sicherheitsempfinden tun. „Die LEON-Hilfeinseln sind nicht nur im Gefahrenfall, sondern auch im Alltag ein wichtiger Bestandteil für die Sicherheit unserer Kinder“, erklärte auch Bürgermeisterin Cornelia Rück.

 

Einweihung der ersten LEON-Hilfeinsel

Bild: Einweihung der ersten LEON-Hilfeinsel, Blumenhaus Müller in der Bleichstraße.
V.l.: Frau Werder, Dienststellenleiter Kessler, Bürgermeisterin Rück, LEON mit Grundschulkindern und das Inhaberehepaar Müller.

Im Einzugsbereich des Polizeipräsidiums Südosthessen gibt es mittlerweile bereits 16 Kommunen mit 1048 LEON-Hilfeinseln, die an dem Polizeiprojekt teilnehmen. Das ist eine erfreuliche Anzahl und ein Beleg für die Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung resümiert Jugendkoordinator Kriminalhaupkommissar Krause.

 

Karsten Krause, Jugendkoordinator, E 4