Luftbildaufnahme des Polizeipräsidiums Südosthessen
 
18.12.2014

Neue Mitarbeiter für den Freiwilligen Polizeidienst beim Polizeipräsidium Südosthessen

Staatssekretär Koch und Polizeipräsident Ullmann begrüßten die neuen freiwilligen Polizeihelferinnen und -helfer

Für die Präventionsarbeit im Bereich des Polizeipräsidiums Südosthessen setzen sich ab sofort 13 weitere engagierte Bürgerinnen und Bürger ein. Staatssekretär Werner Koch und Polizeipräsident Roland Ullmann begrüßten die neuen freiwilligen Polizeihelferinnen und -helfer und übergaben Ihnen im Beisein des Herrn LPD König und der jeweilig zuständigen Bürgermeister Urkunden sowie Dienstausweise.

„Der Freiwillige Polizeidienst in Hessen ist ein Erfolgsmodell. Als Ansprechpartner stärken die Polizeihelferinnen und -helfer das Sicherheitsgefühl der Bürgerinnen und Bürger“, würdigte Staatssekretär Werner Koch die neuen Polizeihelferinnen und Polizeihelfer bei ihrer offiziellen Indienststellung im Polizeipräsidium Südosthessen.

Polizeipräsident Roland Ullmann verdeutlichte die wichtige Rolle des bürgerlichen Engagements als ein Grundpfeiler der Gesellschaft und betonte insbesondere die hohe Akzeptanz und Anerkennung der Ehrenamtlichen in der Bevölkerung.

Seit der Erprobung von Oktober 2000 bis Dezember 2001 mit insgesamt 90 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern in Hessen (Offenbach, Wiesbaden, Fulda, Marburg), schätzt man das Engagement der freiwilligen Polizeihelferinnen und Polizeihelfer in den Städten und Gemeinden.

Die Tätigkeiten des Freiwilligen Polizeidienstes tragen zur Erhöhung der Sicherheit des Bürgers bei und unterstützen die Polizei bei präventiven Aufgaben.

Angehörige des Freiwilligen Polizeidienstes dürfen im Rahmen ihrer Aufgaben Personen befragen, Personalien aufnehmen, Platzverweise aussprechen und verdächtige Gegenstände sicherstellen. Darüber hinaus ist es Ihnen in Absprache der Dienststellenleitung gestattet, Zeichen und Weisungen im Straßenverkehr zu erteilen.

Eingriffe in die Freiheit der Bürger und Durchsuchungen (Ausnahme sind die sog. „Jedermannsrechte” und das Festhalten zum Zwecke der Identitätsfeststellung) dürfen sie allerdings nicht vornehmen. Die Anwendung unmittelbaren Zwangs durch Hilfsmittel der körperlichen Gewalt oder durch Waffen ist ihnen nicht gestattet. Bewusst hat man davon abgesehen, den Freiwilligen Polizeidienst zu bewaffnen; das Pfefferspray dürfen sie nur in Fällen der Notwehr und Nothilfe gebrauchen.

Neue Mitarbeiter für den Freiwilligen Polizeidienst - Gruppenbild auf der Treppe vor dem Haupteingang des Polizeipräsidiums Südosthessen

Gruppenbild auf der Treppe vor dem Haupteingang des Polizeipräsidiums

Mit dieser Indienststellung versehen nun insgesamt 75 Polizeihelferinnen und Polizeihelfer ihren Dienst in den Kommunen Wächtersbach, Brachttal, Freigericht, Gründau und Erlensee im Bereich des Main-Kinzig-Kreises und in den Kommunen Dietzenbach, Rödermark, Mühlheim, Rodgau, Dreieich, Obertshausen und Neu-Isenburg des Kreises Offenbach.

Gemeinsam wünschten der Staatssekretär, der Polizeipräsident und die Bürgermeister den Polizeihelferinnen und Polizeihelfern viel Glück und Erfolg bei ihrer Dienstverrichtung.

Informationen

  • Insgesamt werden durch das Polizeipräsidium Südosthessen 42 Städte- und Gemeinden mit insgesamt 868.000 Einwohnern betreut.
  • Die neuen Polizeihelferinnen und Polizeihelfer wurden für die Kommunen Dietzenbach und Rödermark (IKZ)*, Wächtersbach und Brachttal (IKZ)*, Gründau, Mühlheim am Main, Neu-Isenburg und Obertshausen ausgebildet.
  • Die bisherigen Erfahrungen belegen, dass die Helferinnen und Helfer als zusätzliche kompetente Ansprechpartner in Sicherheitsfragen gesehen werden. „Freiwillige Polizisten“ können Eindrücke von Bürgernöten und des von der Polizei geforderten Handelns gewinnen und so zum Verständnis zwischen Bürger und Polizei beitragen. Durch Beraten, Melden und Vermitteln ist in vielen Fällen Abhilfe möglich. Als Bindeglied zur Polizei erhöhen sie das Verständnis für Polizeiarbeit bei den Bürgerinnen und Bürgern.

Neue Mitarbeiter für den Freiwilligen Polizeidienst - v.l.n.r.: Polizeipräsident Roland Ullmann, Staatssekretär Werner Koch, Polizeihelfer Horst Schmidt, Polizeihelferin Olga Safran, Anna Budziarek-Bologna, Erster Stadtrat Jörg Rotter (Rödermark), Polizeihelferin Emel Yildirim, Bürgermeister Jürgen Rogg (Dietzenbach), Leitender Polizeidirektor Alexander König

 v.l.n.r.: Polizeipräsident Roland Ullmann, Staatssekretär Werner Koch, Polizeihelfer Horst Schmidt, Polizeihelferin Olga Safran, Anna Budziarek-Bologna, Erster Stadtrat Jörg Rotter (Rödermark), Polizeihelferin Emel Yildirim, Bürgermeister Jürgen Rogg (Dietzenbach), Leitender Polizeidirektor Alexander König

Entgegen dem allgemeinen, hessenweiten Trend der Personalrückgänge im Bereich des Freiwilligen Polizeidienstes, konnte das PP Südosthessen das Personal weiter ausbauen.

Nach derzeitigen Prognosen können wir für das Jahr 2015 weitere Kommunen von den positiven präventiven Aspekten des FPolD überzeugen und das Projekt strukturell und personell weiter voranbringen.

Der Stabsbereich Prävention möchte sich bei den Dienststellenleitern, den betrauten Kollegen und den Aus- und Fortbildern herzlich bedanken. Wir freuen uns auf eine weitere erfolgreiche und vertrauensvolle Zusammenarbeit.

*(IKZ - Interkommunale Zusammenarbeit  Verwaltungstechnische Zusammenarbeit von Kommunen mit förderfähiger Unterstützung des Landes Hessen)

Für Rückfragen

Polizeipräsidium Südosthessen, Stabsbereich Prävention - E4

Koordinator Freiwilliger Polizeidienst

Herr Kristen Kempf

Telefon: 069 / 8098 - 1223

E-Mail: fpold.ppsoh@polizei.hessen.de

18.12.2014|ppsoh|jb