Luftbildaufnahme des Polizeipräsidiums Südosthessen
 
12.11.2019

Das Sicherheitsempfinden von Neu-Isenburger Bürgerinnen und Bürgern objektiv verbessern

im KOMmunalProgrAmmSicherheitsSiegel

Seit dem 14. Juni 2018 ist die Stadt Neu-Isenburg eine von sieben teilnehmenden Kommunen (58 hessenweit) im KOMPASS-Programm, der Sicherheitsinitiative des Hessischen Innenministeriums. Der hessische Staatsminister Peter Beuth übergab das Starterkit KOMPASS der Stadt Neu-Isenburg, stellvertretend an Herrn Bürgermeister Hunkel und Stadtrat Schmitt.

 

v.l.n.r. Cornelia Marburger, Andrea Ziegler, Matthias Vogel, Herbert Hunkel (BM), Hartmut Honka (MdL), Peter Beuth (Staatsminister), Roland Ullmann (PP), Stefan Schmitt (1.Stadtrat), EPHK´in Susanne Wendt

Nach einer repräsentativen Bevölkerungsbefragung, von März bis Mai 2019, fand eine erste Sicherheitskonferenz im Rathaus statt. Hierzu hatte Bürgermeister Herbert Hunkel die Mitglieder des Präventionsrates, die Leitungen der Polizeidirektion Offenbach und der Polizeistation Neu-Isenburg sowie das KOMPASS-Beratungsteam am 19. Juni 2019 eingeladen.

Neben der objektiven Sicherheitslage aus der Polizeilichen Kriminalstatistik 2018 wurde das wissenschaftlich ausgewertete Ergebnis der Bevölkerungsbefragung zum Sicherheitsempfinden der Neu-Isenburger Bürgerinnen und Bürger durch die Justus-Liebig-Universität in Gießen den Teilnehmenden vorgestellt.

Für die repräsentative Sicherheitsbefragung wurden über das Einwohnermeldeamt 3.810 Bürgerinnen und Bürger in Neu-Isenburg über 14 Jahre angeschrieben. 821 Einwohner (21,55 Prozent) beteiligten sich an der Befragung. Die Ergebnisse sind unter  www.neu-isenburg.de veröffentlicht.

 

 

Teilnehmende der 1. SiKo (Präventionsrat, Justus-Liebig-Universität Gießen und Polizei)

In der Folgesitzung der ersten Sicherheitskonferenz (SiKo) sollte das Ergebnis mit den herausgestellten Problemfeldern sowie den von den Bürgerinnen und Bürgern genannten „Angstorten“ näher beleuchtet werden. Die Themen sollten priorisiert und in einer Arbeitsgruppe ein Maßnahmenkatalog mit ersten Lösungsvorschlägen erarbeitet werden.

Die zweite Sicherheitskonferenz 1 b fand am 02. November 2019 im Plenarsaal des Isenburger Rathauses statt. Eingeladen waren die Mitglieder des Präventionsrates, einzelne Fachbereiche der Stadt Neu-Isenburg, der Verein Mobile Jugendhilfe (Moja e.V.) und die Polizei. Der Prozess wurde von Herrn Hans-Georg Weigel, externe Team- und Orgaberatung, moderiert.

 

Kriminalrat Christian Pfister

Im Vorfeld wurden Ortsbegehungen, zu den von den Bürgerinnen und Bürgern erwähnten „Angstorten“ aus der Sicherheitsbefragung, in

  • der Kernstadt Neu-Isenburg am 16.10.2019 mit Herrn Stadtrat Schmitt
  • Gravenbruch am 24.10.2019 mit Herrn Bürgermeister Hunkel
  • Zeppelinheim am 29.10.2019 mit Herrn Stadtrat Schmitt,

unter Beteiligung des Präventionsrates, der Ortsbeiräte, der einzelnen Fachdienste der Stadtverwaltung (Städtebau und Stadtwerke), Stadtkümmerer*innen, Polizei und der Zivilgesellschaft durchgeführt.

Von den Örtlichkeiten wurden Lichtbilder gefertigt und das Ergebnis durch den FB Zentrale Dienste und das Ordnungsamt der Stadt Neu-Isenburg dokumentiert.

 

Ortsbegehung Kernstadt

 

Ortsbegehung Gravenbruch

 

Ortsbegehung Zeppelinheim

Diese Ergebnisse wurden durch den Fachbereichsleiter der Zentralen Dienste der Stadt Neu-Isenburg und kommunalen Ansprechpartner, Herrn Thomas Peters, zusammengefasst und den Teilnehmenden in der Konferenz vorgestellt.

Kriminalrat Christian Pfister, Regionalinspektion Hochtaunus, präsentierte das Ergebnis aus seiner Masterarbeit „Die Sicherheitsanalyse als Einflussfaktor kriminalpräventiver Maßnahmen am Beispiel der Stadt Neu-Isenburg,“ welches sich nicht signifikant zu anderen Kommunen darstellt.

Im Anschluss wurden in Kleingruppen vier Schwerpunktthemen erarbeitet:

  • Verstärkung und Präsenz der Ordnungskräfte
  • Stärkung von bürgerschaftlichem Engagement
  • unangemessenes Verhalten junger Menschen
  • Optimierung der Informationspolitik in der Stadt Neu-Isenburg.

 

v.l.n.r. Cornelia Mateos (FB Soziales), Cornelia Marburger (FB Straßenverkehrsbehörde, Sicherheit und Ordnung)

Diese Themen sollen gemeinsam unter der Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern (Anwohner, Stadtkümmerer*innen, Senioren- und Ausländervertretungen…) sowie unter Berücksichtigung von Expertisen aus Schule, Jugendhilfe, Suchtberatung, Polizei und Stadtverwaltung mit dem Ziel einer noch intensiveren Vernetzung und im Sinne der Nachhaltigkeit für passgenaue Maßnahmen im KOMPASS-Programm verifiziert werden.

Stephanie Padberg

PP SOH, Abt. E/ E 4 KOMPASS