Aussenaufnahme des Polizeipräsidiums Südhessen
 
08.08.2018

Drei neue "Leon-Hilfe-Inseln" in Heppenheim

Sicherheit: Anlaufstellen für Kinder in Gefahr

Drei neue "Leon-Hilfe-Inseln" in Heppenheim - auf dem Foto v.l.:Christian Merz, Rainer Burelbach, Holger Wedel, Medrida Serdani und Reinhard Eck
In der Kreisstadt Heppenheim gibt es seit 2010 "Leon-Hilfe-Inseln" für Kindern. Zu den vorhandenen 31 "Leon-Hilfe-Inseln" sind jetzt noch drei weitere hinzugekommen. Medrida Serdani vom Fachbereich Zentrale Dienste/Soziales der Stadtverwaltung Heppenheim hatte Kontakt zu dem Autohaus Eck, dem Edeka-Markt Merz und der Firma Feuerwehrbedarf Weinhold aufgenommen und die Geschäftsinhabern über die "Leon-Hilfe-Inseln" informiert. Schnell stand der Entschluss von Holger Wedel (Feuerwehrbedarf Weinhold), Reinhard Eck (Autohaus Eck) und Christian Merz (Edeka-Markt) fest, dass sie ihre Geschäfte zukünftig den jüngsten Mitbürgern der Kreisstadt Heppenheim als Anlaufstellen bieten möchten, an denen diese Hilfe in den unterschiedlichsten Situationen bekommen können.

Die Verantwortlichen der drei Geschäfte haben dazu einen Vertrag mit der Stadt geschlossen und zudem einen entsprechenden Notfallplan sowie Verhaltenshinweise zum Umgang mit einem hilfesuchenden Kind erhalten. Durch ein von außen deutlich sichtbares "Leon-Hilfe-Insel-Plakat" an den Geschäftsräumen sind sie als Anlaufstelle für jedermann erkennbar. Die Drei neuen "Leon-Hilfe-Inseln" liegen an der Kalterer Straße und Im Schlüssel, einem stark frequentierten Schulweg, der von der Nordstadt zur Nibelungenschule führt.

Heppenheimer Bürgermeister Rainer Burelbach bedankte sich bei den Geschäftsleuten und sagte, dass sie mit ihrem Engagement einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Sicherheit in Heppenheim leisten. Burelbach verwies darauf, dass die Anlaufstellen für Kindern in der Praxis genutzt werden. "Und wenn es nur ein einziges Mal gebraucht wird, hat es sich schon gelohnt" sagte Christian Merz vom Edeka-Markt.

Bei den Leon-Hilfeinseln handelt es sich um Anlaufstellen für Kinder, die sich in Geschäften oder öffentlichen Institutionen befinden und an die sich Kinder wenden können, wenn sie sich in Gefahr befinden, von Fremden angesprochen werden oder wenn sie sich verlaufen haben. Die Hilfeinseln sind mit einem gelben Schild, auf dem Leon, der Kinderkommissar, abgebildet ist, gekennzeichnet. Sie sind somit für die Kinder leicht zu erkennen. "Kinder trauen sich eher bei solchen Zeichen hineinzugehen", sagte Nicole Wedel von der Firma Weinhold. Zumal der Löwe die bekannte Sympathiefigur der Hessischen Polizei ist, ergänzte Fahri Erfiliz vom Verein Bürger und Polizei. Der Verein trägt gemeinsam mit der Polizei, den beteiligten Kommunen und den Geschäftsinhabern das Projekt "Leon-Hilfe-Inseln", das auch im Kreis Bergstraße als Erfolg gilt.

Text und Foto: Fahri Erfiliz, Polizeidirektion Bergstraße

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