Außenaufnahme des Polizeipräsidiums Osthessen
 
14.10.2020 | Partner mit der kalten Schnauze

Brunox, Vučko und Co – die Diensthunde der osthessischen Polizei

Toller Job

 

Dass es bei der hessischen Polizei auch Spür- und Schutzhunde gibt, ist kein Geheimnis: Aber wie genau finden Hund und Polizist/in zusammen? Und wie wird dann gemeinsam trainiert? Wir haben ein Schutzhunde-Training der Diensthundestaffel Fulda begleitet und schnell festgestellt: Toller Job.

Es ist kalt und windig als einer der Diensthundeausbilder der osthessischen Polizei sich an diesem Morgen mit seinen Hundeführern trifft. Den Hunden ist das egal. Und auch ihre Herrchen und Frauchen sind längst abgehärtet. Treffpunkt an diesem Morgen: Eine abgelegene Grillhüte in der Rhön. Sieben Diensthundeführer(innen) gibt es im Moment in Fulda – vier davon sind heute zusammen mit ihren Hunden beim Training dabei. Darunter auch eine junge Polizistin, für die schon immer feststand, dass sie Hundeführerin werden möchte, wenn sie bei der Polizei anfängt: „Ich finde den Mehrwert der Hunde als Einsatzmittel toll. Und da ich super tierlieb bin und es mit Schichtdienst privat schwierig wäre, einen Hund zu halten, ist der Job für mich perfekt.“

 

 

 

Die Hundeschule kümmert sich um Ankauf und Grundausbildung

Die junge Frau ist neu im Team der Diensthundestaffel. Ihr und auch ihrem Hund Vučko, einem Deutschen Schäferhund, steht die dreimonatige Ausbildung noch bevor. Aktuell heißt es: Vertrauen aufbauen und sich aneinander gewöhnen. Zugeteilt werden die Hunde von der Hundeschule in Mühlheim, die die passenden Tiere ankauft und dann auch ausbildet. An diesem Vormittag greift der Diensthundeausbilder vor Ort der Polizistin undVučkounter die Arme und übt mit beiden gesondert: Futtertreiben zum Beispiel. Dabei hält die junge Hundeführerin ein Stück Wurst in ihrer Hand und Vučko treibt dieses dann in ihre Hand hinein.

 

Hund und Hundeführer müssen eine Einheit werden

Aber auch die geübteren Hundeführer trainieren mehrmals im Monat: „Die regelmäßigen Übungen sind wirklich wichtig“, erklärt der Ausbilder, „Nur so werden Hundeführer und Hund zu einer echten Einheit.“ Bei einer dieser Übungen wird heute zum Beispiel gestöbert. Ein Hundeführer spielt dabei den Täter und versteckt sich im Wald. Die Aufgabe des Hundes ist es nun, den Täter zu finden, zu bellen und ihn an einer Flucht zu hindern. Brunox, Nemo und Rex meistern ihre Aufgabe mit Bravur. Es hat mittlerweile angefangen zu regnen. Das stört hier aber keinen. Die Hundeführer und der Ausbilder sind zufrieden und planen: Schon bald gibt es das nächste Training, damit es im Ernstfall läuft zwischen Hund und Herrchen/ Frauchen.

 

Stefanie Burmeister