Außenaufnahme des Polizeipräsidiums Osthessen
 
23.10.2020 | Passt auf euch auf!

Herbstgefahren im Straßenverkehr

Sicher durch die dunkle Jahreszeit

 

23.10.2020

Wie sich Autofahrer schützen

Um das Unfallrisiko in der dunklen Jahreszeit zu minimieren, gilt es, die Autos winterfest zu machen. Die Reifen sind gewechselt? Die Lichter eingestellt und überprüft? Gerade die einwandfreie Beleuchtung ist im Herbst und Winter wichtiger, denn je. Und hier gibt es kostenfreie Hilfe: Die Innungsbetriebe des Kfz-Gewerbes bieten Autobesitzern während des Oktobers Lichttests an und überprüfen Scheinwerfer, Leuchten und Blinker. Tipp: Auch, wenn in Deutschland keine Pflicht besteht, Ersatzglühlampen dabei zu haben - es kann sicherlich nicht schaden.

 

Frühzeitig Licht einschalten

AlsAutofahrer sollte ich außerdem wissen, wann ich welches Licht benutze und wie ich es einschalte. Oft stellt die Polizei bei Verkehrskontrollen fest, dass die Fahrzeugführer bei der Bedienung ihrer Beleuchtungseinrichtungen unsicher sind. Hier ein paar Tipps: Abblendlicht frühzeitig einschalten! Tagfahrlicht alleine reicht bei schlechter Sicht nicht aus. Nebelscheinwerfer dagegen sind nur bei Sichtbehinderungen durch Nebel, Regen oder Schneefall erlaubt und Nebelschlussleuchten dürfen nur eingeschaltet werden, wenn die Sichtweite bei Nebel weniger als 50 Meter beträgt. Die erlaubte Maximalgeschwindigkeit beträgt dann nur noch 50 km/h.

 

Fahrweise anpassen

Aber auch Matsch, Laub und Nässe stellen die Autofahrer im Herbst vor einige Herausforderungen. Die Bremswege sind jetzt zum Beispiel deutlich länger. Hier gibt es ein paar einfache Faustregeln: Autofahrer sollten Ihre Fahrweise anpassen - die Fahrgeschwindigkeit ist mit der Sichtweite in Metern gleichsetzen; bei einer Sichtweite von 50 Metern wäre das also Tempo 50.

Außerdem sollte immer genügend Abstand zum Vordermann gehalten werden – mindestens einen halben Tacho Abstand. Heißt zum Beispiel: 40 Meter Abstand bei Tempo 80. Eine gute Hilfe zur Orientierung bieten hier die Leitpfosten, die in 50 Metern Abstand voneinander aufgestellt sind.

 

Tiefstehende Sonne

Auch tagsüber und ohne Nebel kann es im Herbst allerdings auf den Straßen problematisch werden: Jährlich gibt es bundesweit einige tausend Unfälle, weil Autofahrer von der Sonne geblendet werden. Vorbeugend hilft hier eine sauber geputzte Frontscheibe und auch eine Sonnenbrille kann sicherlich schützen.

 

Vorsicht an kritischen Stellen

Letztendlich gilt: Egal, ob Nebel, Nässe oder Wind: Eine aufmerksame, dem Wetter angepasste Fahrweise schützt. Im Zweifel lieber anhalten und besonders am frühen Morgen oder nachts in Senken, auf Brücken und anderen kritischen Stellen langsam und umsichtig fahren.

 

Weitere Tipps und Infos online

Noch mehr Infos zum Thema Herbstgefahren gibt es auf dem Instagram-Account der osthessischen Polizei @polizei_oh

Stefanie Burmeister

 


22.10.2020

Wie sich RadfahrerInnen schützen

Nicht nur für Autofahrer - auch für alle anderen StraßenverkehrsteilnehmerInnen gilt: Vorsicht in der dunklen Jahreszeit. Regen, Matsch und schlechte Lichtverhältnisse sorgen für eine erhöhte Unfallgefahr; das Unfallrisiko lässt sich jedoch leicht minimieren.

Das richtige Licht und wie es eingestellt werden muss

Ganz wichtig für alle, die auf dem Rad unterwegs sind: Licht an. Und das am besten schon in der Dämmerung. Gesetzlich vorgeschrieben sind eine Frontleuchte mit weißen Reflektoren, eine Rückleuchte mit zwei roten Reflektoren, Reflexstreifen an den Reifen oder Reflektoren an den Speichen und gelbe Reflektoren an den Pedalen. Wichtig: Die Beleuchtung am Rad sollte so eingestellt werden, dass die Mitte des Lichtkegels etwa zehn Meter vor dem Rad auf die Straße fällt. Ist die Lampe zu hoch justiert, werden andere VerkehrsteilnehmerInnen geblendet. Auch abnehmbare Lampen sind ok: Die müssen dann allerdings so am Rad fixiert sein, dass sie sich nicht von selbst verstellen können. Stirnlampen oder Lampen, die am Helm oder am Arm des Radlers befestigt sind, dienen als Zusatzlicht, sind aber nicht vorgeschrieben.

Rad pflegen und winterfest machen

Zusätzlich wichtig: Das Fahrrad sollte – wie das Auto auch – winterfest gemacht werden. Es gibt sogar Winterreifen fürs Rad, die den Grip auf rutschigen Straßen verbessern. Wer keine Winterreifen auf die Fahrradfelgen aufzieht, sollte den Luftdruck der Reifen reduzieren. Damit vergößert sich die Auflagefläche des Reifens und die RadfahrerInnen haben mehr Halt und Stabilität. Wer seine Pedale rutschfester machen möchte: Einige Firmen bieten spezielle Pedale an, die eine rauere Oberfläche haben, die mehr Halt gibt. Die beweglichen Teile des Rads sollten außerdem regelmäßig geschmiert werden, um sie vor Nässe, Schmutz und Streusalz zu schützen. Besonders die Kette des Rads ist empfindlich und sollte regelmäßig geölt und gereinigt werden.

Die richtige Kleidung sorgt für Sichtbarkeit

Auch die Kleidung kann im Herbst und Winter helfen, Unfälle zu vermeiden. Sicherlich nicht schick und schön, aber super sicher: Die Warnweste. Wer diese nicht tragen will, greift auf helle Kleidung, sowie Zusatzreflektoren an Jacke, Hose oder Helm zurück, um besser gesehen zu werden.

Allgemein gilt: Aufmerksames, vorrauschauendes Fahren schützt – nicht nur im Herbst.

Noch mehr Infos zum Thema Herbstgefahren gibt es auf dem Instagram-Account der osthessischen Polizei @polizei_oh

Stefanie Burmeister

 


13.10.2020
 
Wir alle merken es deutlich: Der Herbst ist da. Es wird später hell und früher dunkel; die Temperaturen sind spürbar frischer; und auch die Straßenverhältnisse haben sich schlagartig verschlechtert.
 
Egal ob Nebel, nasse Straßen oder rutschiges Laub - der Herbst sorgt bei Autofahrern für eine Menge
Herausforderungen. Das zeigt auch die Unfallstatistik der letzten Tage: Wegen der schlechten Sicht und den nassen Straßen gab es in allen osthessischen Regionen deutlich mehr Unfälle.
 
 
Mehr Unfalle durch Nässe und Nebel
 
In Schotten zum Beispiel überschlug sich ein junger Mann am Montag (5.10.) samt Wagen - blieb aber Gott sei Dank unverletzt. Nicht ganz so viel Glück hatten die Autofahrer, die am Dienstag (6.10.) an einem Unfall in Fulda beteiligt waren:
Hier geriet ein Auto wegen der regennassen Fahrbahn von der Straße ab und prallte mit einem anderen zusammen. Die Fahrer der jeweiligen Autos wurden schwer verletzt. Ein weiterer Unfall sorgte am Dienstag (6.10.) sogar für eine fünfstündige Fahrbahnsperrung: Ein Sattelzug geriet ins Schlingern und crashte auf der A4 bei Wildeck gegen die Schutzplanke.
 
 
Sicherheit im Verkehr steigern
 
Um das Risiko von Straßenunfällen zu minimieren, gilt es spätestens jetzt:
Fahrzeug überprüfen und winterfest machen. Außerdem sind die drei Faustregeln, um die Sicherheit zu steigern:
 
  • Auf gute Sichtbarkeit achten! Sind alle Lichter am Auto richtig eingestellt?
  • Geschwindigkeit den Witterungsverhältnissen anpassen!
  • Aufmerksam fahren, denn nicht alle Straßenverkehrsteilnehmer achten auf Punkt 1 und 2.
 
Wer unsicher ist, ob sein Fahrzeug "winterfit" ist, schaut vorsichtshalber in der Werkstatt vorbei und lässt es
überprüfen.
 
 
Noch mehr Tipps
 
Weitere Tipps, wie Auto-, Radfahrer, aber auch Fußgänger sicher durch die dunkle Jahreszeit kommen, gibt es in den nächsten Wochen auf dem Instagram-Account der osthessischen Polizei @polizei_oh und dieser Homepage.
Auch zwei Specials zu den Themen "Wildunfälle" und "Einbruchsschutz" sind geplant.
 
 
 
Stefanie Burmeister
Polizeipräsidium Osthessen
Zentrale Pressestelle
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E-Mail: Pressestelle.PPOH@Polizei.Hessen.de