Luftbildaufnahme des Polizeipräsidiums Nordhessen
 
08.04.2021

"Saisonstart" der Raser und Autoposer am "Carfreitag"

Polizei begegnet der Szene mit Kontrollen

Saisonstart der Raser und Autoposer am Carfreitag

 

Pressemitteilung vom 07. April 2021 - Polizeidirektion Waldeck-Frankenberg

Am Karfreitag kontrollierten Polizisten im Rahmen eines landesweiten Aktionstages "Raser", "Tuner" und sogenannte "Autoposer" an zahlreichen Stellen im Landkreis Waldeck-Frankenberg. Die Schwerpunkte der Verkehrskontrollen lagen am Eder- und am Diemelsee, wo Treffpunkte der Szene festgestellt werden konnten.

Insgesamt wurden an dem von der "Autoposerszene" sogenannten "Carfreitag" etwa 130 Fahrzeuge kontrolliert, darunter etwa 110 Autos und 20 Zweiräder. Der Schwerpunkt der Kontrollen lag neben den technischen Veränderungen an den Fahrzeugen auch auf verbotenen Kraftfahrzeugrennen.

Am Morgen des Kontrolltages führten Beamte des Regionalen Verkehrsdienstes Geschwindigkeitsmessungen am Diemelsee durch. Dabei konnte aber lediglich ein Verstoß im Verwarnungsbereich festgestellt werden. Darüber hinaus stellten die Polizisten an den Kontrollstellen noch einen Fahrzeugführer fest, der ohne gültige Fahrerlaubnis unterwegs war, zwei Autofahrer hatten keine Fahrzeugpapiere dabei. Gegen einen Verkehrsteilnehmer leiteten sie ein Verfahren wegen Urkundenfälschung ein, drei müssen ihr Fahrzeug demnächst wegen Mängeln bei der Polizei vorführen. Bei einem Autofahrer führten Veränderungen am Fahrzeug zum Erlöschen der Betriebserlaubnis.

Gegen Mittag nahm der Verkehr am Diemelsee deutlich zu. Die Polizisten trafen nun auf zwei Gruppen der "Poserszene", dabei handelte es sich insgesamt um etwa 25 Autos aus Nordrhein-Westfalen. Bei den anschließenden Überprüfungen der Autos und Fahrer stellten die Polizeibeamten mehrere Mängel fest, die in zwei Fällen eine Verwarnung und in drei Fällen eine Mängelkarte nach sich zogen. Bei zwei Autos führten nicht eingetragene Veränderungen wiederum zum Erlöschen der Betriebserlaubnis. Da sich die Fahrer und Mitfahrer der kontrollierten Gruppen nicht an die gültigen Corona-Regeln hielten, leiteten die Polizisten insgesamt 26 Ordnungswidrigkeitenverfahren wegen Verstößen gegen die Corona-Verordnung ein. Außerdem wurde allen ein Platzverweis für den Diemelsee erteilt.

Ab Nachmittag kontrollierten die Polizeibeamten des Verkehrsdienstes am Edersee, wobei hier der Schwerpunkt im Bereich an der sogenannten "Taucherbucht" lag. Es konnten insgesamt über 100 Fahrzeuge festgestellt werden, die sich überwiegend in Kleingruppen auf Parkplätzen um den Edersee aufhielten. Zwischen Waldeck und Waldeck-West standen viele junge Menschen, die offensichtlich die vorbeifahrenden "Poser" beobachteten. Die Polizisten ahndeten über 20 Parkverstöße und beanstandeten knapp 10 Fahrzeuge. Letztlich erteilten sie etwa 60 Platzverweise an Personen der "Poserszene" und in etwa die gleiche Anzahl an die Zuschauer.

Auch hier wurden wieder Verstöße gegen die Corona-Verordnung festgestellt, es kam zu insgesamt sieben Anzeigen. Die betraf insbesondere eine Gruppe von jungen Männer und Frauen aus dem Werra-Meißner-Kreis, die sich auf einem Parkplatz an der "Taucherbucht" aufhielten und dabei die Kontaktbeschränkungen und Hygienevorschriften nicht beachteten.

Bei den Kontrollen im restlichen Kreisgebiet konnten keine gravierenden Verstöße festgestellt werden.

Auch außerhalb von Aktionstagen wird die Polizei weiterhin regelmäßig gezielte Kontrollmaßnahmen vornehmen, um den Gefahren, die durch "Tuner" und "Poser" im Straßenverkehr verursacht werden, entgegenzuwirken, schwere Verkehrsunfälle zu verhindern und die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer zu erhöhen.


Pressemitteilung vom 06. April 2021 - Polizeipräsidium Nordhessen

Am Karfreitag haben die Beamten der der Direktion Verkehrssicherheit/ Sonderdienste ihre Kontrollen gegen Raser und sogenannte "Autoposer" auf den Straßen in Nordhessen anlässlich eines landesweiten Aktionstages fortgesetzt.

Die gemeinsamen Kontrollen mit Kolleginnen und Kollegen aus dem Werra-Meißner-Kreis, Schwalm-Eder-Kreis sowie Kreis Waldeck-Frankenberg konnten mit einem Großaufgebot nordhessenweit durchgeführt werden. Der Schwerpunkt lag neben den technischen Veränderungen an den Fahrzeugen auch auf verbotenen Kraftfahrzeugrennen. Verschiedene Treffpunkte der Szene konnten in ganz Nordhessen, beispielsweise am Edersee im Kreis Waldeck-Frankenberg, einem Discounter-Parkplatz in Edermünde und Baumarkt in Fritzlar im Schwalm-Eder-Kreis festgestellt werden.

200 Fahrzeuge am Sandershäuser Berg in Kassel

Am Sandershäuser Berg sammelten sich zu Spitzenzeiten bis zu 200 hochmotorisierte Autos. Doch die eingesetzten Beamten hatten sämtliche Treffpunkte aufmerksam im Blick und lösten die Ansammlungen auf. Insgesamt sprach die Polizei 152 Platzverweise aus. Die Polizei kontrollierte am vergangenen Freitag 322 Fahrzeuge. Dabei handelte es sich um 284 PKW und 38 Motorräder. 43 PKW und sechs Motorräder wurden beanstandet. Dabei kontrollierte die Polizei auch 347 Personen. Insgesamt legten die Beamten acht Strafanzeigen, u.a. wegen Fahrens unter Drogeneinfluss, Kennzeichenmissbrauch, Verstoß nach dem Pflichtversicherungsgesetz sowie einem Urkundendelikt, vor. Von 70 Personen wurde die Identität festgestellt. Bei den Kontrollen stellten die Beamten 27 Fahrzeuge fest, die schneller als erlaubt unterwegs waren. Gegen die Fahrer leiteten die Polizisten aus diesem Grund entsprechende Bußgeldverfahren ein.

Insgesamt hat die Polizei am "Carfreitag" 74 Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet und 24 Barverwarnungen ausgesprochen. Letztendlich mussten die Beamten drei Fahrzeuge, vier Fahrzeugschlüssel, sieben Kennzeichen sowie sechs Dokumente sicherstellen. Bei 27 PKW und einem Motorrad wurden Geschwindigkeitsverstöße festgestellt. Drei PKW-Fahrer telefonierten mit ihrem Handy am Steuer.

Motorradfahrer verletzt Polizisten bei Anhaltekontrolle

Im Rahmen der Kontrollmaßnahmen sollte in Fritzlar ein Motorrad angehalten und überprüft werden, da der Fahrer ohne amtliches Kennzeichen unterwegs war. Der eingesetzte Beamte befand sich bereits an dem angehaltenen Motorrad, als der Fahrer plötzlich wieder Gas gab, augenscheinlich um sich der bevorstehenden Überprüfung zu entziehen. Der Beamte konnte den Kradfahrer nicht aufhalten, sodass der Polizist und auch der Motorradfahrer zu Fall kamen. Beide trugen leichte Verletzungen davon. Wie sich herausstellte, handelte es sich bei dem Motorradfahrer um einen 15-Jährigen aus Fritzlar, der auch im Verdacht steht, das Motorrad vergangenen März in Fritzlar unterschlagen zu haben. Der Jugendliche wurde an seine Erziehungsberechtigten übergeben und das Zweirad sichergestellt. Er muss sich nun wegen Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, Unterschlagung sowie Fahren ohne Fahrerlaubnis verantworten.