Luftbildaufnahme des Polizeipräsidiums Nordhessen
 
04.09.2019 | Polizeipräsidium Nordhessen

Innenminister nimmt Kassel als 54. Kommune in KOMPASS-Programm auf

"Sicherheitsgefühl in Kassel weiter stärken"

Kassel nimmt an der Sicherheitsinitiative KOMPASS des Landes Hessen teil. Innenminister Peter Beuth hat am 31. August 2019 die Stadt als hessenweit 54. Kommune in der Sicherheitsinitiative KOMPASS begrüßt. KOMPASS (KOMmunal-ProgrAmmSicherheitsSiegel) ist ein Angebot des Hessischen Innenministeriums an die hessischen Städte und Gemeinden. Ziel des Programms ist es, die Sicherheitsarchitektur in den Kommunen individuell weiterzuentwickeln.

Auftakt Sicherheitsprogramm KOMPASS, (v.l.n.r.) Dirk Stochla (Ordnungsdezernent), Christian Geselle (Oberbürgermeister), Peter Beuth (Hess. Innenminister), Konrad Stelzenbach (Polizeipräsident)
(v.l.n.r.) Dirk Stochla (Ordnungsdezernent), Christian Geselle (Oberbürgermeister),
Peter Beuth (Hess. Innenminister), Konrad Stelzenbach (Polizeipräsident)

„In Kassel arbeiten künftig Bürger, Kommune und Polizei noch enger zusammen, um durch passgenaue Lösungen die Sicherheit vor Ort zu verbessern. Insbesondere die Kasselerinnen und Kasseler werden im Rahmen von KOMPASS zu Wort kommen und die Möglichkeit haben, ihre Sicherheitsbedürfnisse in lokale Maßnahmen einfließen zu lassen. Die aktuelle Polizeiliche Kriminalstatistik belegt, dass Hessen sehr sicher ist. Mit zielgerichteten Präventionsmaßnahmen wollen wir auch das Sicherheitsgefühl der Bürgerinnen und Bürger in Kassel weiter stärken und spezifische Lösungen für etwaige Probleme vor Ort schaffen. In Kassel werden alle relevanten Sicherheitspartner in mehreren Regionalkonferenzen nun an einen Tisch geholt, um gemeinsam für mehr Sicherheit zu sorgen. Dies wird für ein weiteres Sicherheitsplus vor Ort sorgen", sagte Innenminister Peter Beuth.

„Die Stadt Kassel greift das KOMPASS-Programm des Landes Hessen gern auf", sagte Oberbürgermeister Christian Geselle. „KOMPASS bietet die Chance, Synergien zu nutzen und das bereits breit aufgestellte Präventionsangebot in Kassel durch individuelle Maßnahmen zu ergänzen. Sicherheit ist ein Grundbedürfnis und ein zentraler Bestandteil der Lebensqualität in unserer Stadt." In Kooperation mit der Polizei wolle man die Kasseler Bürgerinnen und Bürger dafür gewinnen, den Prozess aktiv zu begleiten. Dafür soll im ersten Schritt eine Umfrage durchgeführt und das persönliche Sicherheitsempfinden abgefragt werden. „Ziel sind individuelle und nachhaltige Lösungen für Kassel – mit dem KOMPASS-Auftakt sind wir auf dem besten Weg dahin."

Kassel ist die 54. Kommune, die am Sicherheitsprogramm KOMPASS teilnimmt. Somit profitieren nun bereits rund 1,8 Millionen Bürgerinnen und Bürger in Hessen von der Sicherheitsinitiative des Landes. Weitere 19 Kommunen stehen in den Startlöchern und sollen zeitnah in das Programm aufgenommen werden. Zusätzlich haben weitere 40 Städte und Gemeinden ihr Interesse bekundet.

„In Kassel wurden in den vergangenen Jahren bereits vielfältige Maßnahmen zur Stärkung der Sicherheit auf den Weg gebracht, wie die Einrichtung eines Präventionsrats, die Durchführung eines Präventionstages oder etwa Kooperationen aller im öffentlichen Raum aktiven Gruppen. Im Rahmen des KOMPASS-Programms wird nun diese gute Zusammenarbeit der Sicherheitspartner noch einmal gebündelt, enger verzahnt und weiter intensiviert. Als neue KOMPASS-Kommune steht Kassel schon jetzt dafür, dass in Kooperation mit der Polizei gemeinsam und in besonderem Maße an der Stärkung der Sicherheit gearbeitet wird. Kassel greift die Sorgen und Ängste der Bürgerinnen und Bürger der Stadt auf, setzt sich für sie ein und ist gewillt, gemeinsam mit der Polizei Sicherheitsmaßnahmen erfolgreich umzusetzen", so Innenminister Peter Beuth.

Das Programm KOMPASS wurde 2017 in vier hessischen Modellkommunen gestartet und Mitte 2018 landesweit eingeführt. Für KOMPASS wies das Hessische Innenministerium den Polizeipräsidien jeweils zwei zusätzliche Stellen – hessenweit insgesamt 14 – zu, um so den Bereich der Prävention flächendeckend zu stärken. Zusätzlich wurde eine Geschäftsstelle für KOMPASS beim Hessischen Landeskriminalamt eingerichtet. Darüber hinaus werden 30 weitere „Schutzmänner vor Ort" landesweit eingesetzt. Jede KOMPASS-Stadt und jede KOMPASS-Gemeinde wird bei erfolgreicher Zusammenarbeit mit dem Land Hessen ihr eigenes Sicherheitssiegel erhalten.

Weiterführende Informationen zum KOMmunalProgrAmmSicherheitsSiegel finden Sie unter
 kompass.hessen.de. Interessierte Kommunen können sich an  kompass@hmdis.hessen.de wenden.