Luftbildaufnahme des Polizeipräsidiums Mitelhessen
 

Spannend und wichtig zugleich: Ermittlungen in Sachen Umweltschutz

Hochwertige Ausstattung unterstützt die Spezialisten der Polizei

Es ist eines der herausragenden Themen unserer Zeit:

Der Umweltschutz.

Für die  Polizei in Mittelhessen ist das Thema nicht neu. Speziell ausgebildete Ermittler gehen schon lange mit hochmoderner Technik gegen diejenigen vor, die es mit dem Umweltschutz nicht so genau nehmen. In dieser Woche stellte die Polizei in Mittelhessen im Rahmen einer Arbeitsschutzunterweisung den Medienvertretern die Arbeit des Umweltkommissariats vor.

Medienvertreter halten die Arbeit der Ermittler in Bild und Ton fest

Foto: Medienvertreter halten die Arbeit der Ermittler in Bild und Ton fest

Zum sogenannten  ZK20, also der  Zentralen Kriminalinspektion in Gießen, gehören die Ermittler, in deren Aufgabengebiet der Umwelt- und Verbraucherschutz fällt. Für ganz Mittelhessen ist dieses Umweltkommissariat zuständig, welches aus absoluten Spezialisten besteht. Unter der Leitung von Kriminalhauptkommissar Michael Rupp stehen die vier Beamten, die zwei Verwaltungsangestellten und ein Kriminaltechnischer Angestellter. Die Mitarbeiter des Kommissariats stehen in engem Kontakt zu den Umweltermittlern, welche in fast allen Ermittlungsgruppen mittelhessischer Dienststellen für den Ersten Angriff an Umwelttatorten ausgebildet wurden.

„Neben der geballten Fachkompetenz setzt das Polizeipräsidium Mittelhessen auf eine technische Unterstützung auf höchstem Niveau. Schon seit einigen Jahren steht unseren Umweltermittlern ein hochwertig ausgestattetes Tatortfahrzeug für erste Ermittlungen und Arbeiten am Tatort zur Verfügung. Neben den technischen Möglichkeiten, die das Fahrzeug bietet, waren uns dabei vor allem die Arbeitsschutzaspekte wichtig. Für den Umgang mit möglicherweise giftigen und krankheiterregenden Stoffen müssen unsere Mitarbeiter gut ausgestattet und geschützt sein“, erläuterte Polizeivizepräsident Peter Kreuter den vielen erschienenen Medienvertretern.

Polizeivizepräsident Peter Kreuter im Interview

Foto: Polizeivizepräsident Peter Kreuter im Interview

Der Einsatz des Tatortfahrzeuges ist bei vielen Einsatzlagen im Umweltbereich denkbar. Vor allem dann, wenn unbekannte Stoffe oder Flüssigkeiten untersucht werden müssen, kommt es zum Einsatz. Bis zu 100 Mal pro Jahr rückt vor allem der Kriminaltechnische Angestellte, Dirk Schorge, mit dem Tatortfahrzeug aus und steht nicht nur den eigenen Kollegen aus dem Umweltbereich damit unterstützend zur Seite. Gerade auch bei Kontrollen von LKW und Kleintransportern wird beispielsweise immer wieder Ladung gefunden, bei der eine Stoffbestimmung notwendig ist. Als Haupteinsatzgebiet hat sich jedoch die Untersuchung von Gewässern herausgestellt.

Die Verunreinigung von Gewässern stellt nicht nur eine Straftat mit hohem Strafmaß nach dem Strafgesetzbuch dar, sondern vor allem eine Gefahr für Mensch, Tier und Umwelt.

Untersuchung der Probe vor dem Tatortfahrzeug

Foto: Untersuchung der Probe vor dem Tatortfahrzeug

Im Tatortfahrzeug befindet sich neben der notwendigen Schutzausstattung alles was zur Entnahme von Gewässerproben und deren Beprobung gebraucht wird. Von diversen Aufbewahrungsmöglichkeiten, über verschiedenste Probensets bis hin zur DIN-gerechten Kühlmöglichkeit für die Proben ist das Fahrzeug auf die Bedarfe der Ermittler abgestimmt. Sogar einen schwarz/weiß-Bereich kann das Tatortfahrzeug vorweisen. Für die Dunkelheit stehen leistungsstarke Scheinwerfer zur Arbeitsunterstützung zur Verfügung, bei ungünstigen Witterungsbedingungen schützen eine Markise und ein Anbauzelt die Ermittlungsarbeiten.

Das Tatortfahrzeug ist aber nicht die einzige technische Unterstützung bei den Umweltermittlungen, die das Polizeipräsidium Mittelhessen aufweisen kann. Auch in ein gut ausgestattetes Labor zur weiteren Untersuchung von Proben wurde investiert.

Ausgestattet mit einem Spektralfotometer können, nach kurzer Vorarbeit, binnen Sekunden die in Flüssigkeiten gelösten Fremdstoffe analysiert werden. So kann beispielsweise schnell bestimmt werden, womit ein Fluss verunreinigt ist und woran die Fische darin gestorben sind. Wichtige Anhaltspunkte zur Polizeivizepräsident Peter Kreuteranschließenden Reinigung des Gewässers und zur Ermittlung der Umweltsünder.

Peter Kreuter stellt klar: „Wir Mittelhessen leben in einer landschaftlich ausgesprochen schönen Gegend, die es ebenso zu schützen gilt, wie ihre Bewohner. Daher werden wir auch in Zukunft in gut ausgebildete Ermittler und modernste Technik investieren, um gegen Umweltsünder vorzugehen.“

Foto: Polizeivizepräsident Peter Kreuter  

 

Einmal im Jahr führen die Umweltermittler eine Arbeitsschutzunterweisung durch, bei der die in der Bildergalerie befindlichen Bilder entstanden:

Weitere Bilder:

 Sylvia Frech, Pressesprecherin