Luftbildaufnahme des Polizeipräsidiums Mitelhessen
 
17.07.2013

Wer hilft wie bei Häuslicher Gewalt im Wetteraukreis?

Neue Broschüre des Runden Tischs gegen Häusliche Gewalt

Der Runde Tisch gegen häusliche Gewalt hat eine Informationsbroschüre zum Thema herausgegeben. Sie beschreibt das Präventions-, Beratungs- und Schutzangebot in der Wetterau bei häuslicher Gewalt.

Teilnehmer/innen des Runden Tisches gegen häusliche Gewalt im Wetteraukreis mit der Informationsbroschüre
Foto: Teilnehmer/innen des Runden Tisches gegen häusliche Gewalt im Wetteraukreis mit der Informationsbroschüre

Bei diesem „Runden Tisch“ sind neben Vertretern des Landkreises und anderer Institutionen auch die 2 rote Pfeile Beauftragte für Opferschutz, Kriminaloberkommissarin Kirsten Schäfer (Foto oben 5. von links) und die 2 rote Pfeile Migrationsbeauftrage, Frau Dorothee Horn-Sagbili (Foto oben 3. von rechts) vom 2 rote Pfeile Polizeipräsidium Mittelhessen vertreten.

260 bis 280 Fälle häuslicher Gewalt im Wetteraukreis im Jahresdurchschnitt der letzten fünf Jahre. Das ist das Ergebnis der  2 rote Pfeile Kriminalstatistik. Auch eine andere Zahl gibt zu denken: Das Frauenhaus Wetterau bietet 24 Plätze und ist fast immer voll belegt; 2011 mit 101 Frauen und 126 Kindern.

Titelfoto der Broschüre Runder Tisch gegen häusliche Gewalt im Wetteraukreis - Bildquelle: la dina / photocase.com  Die rund 30 Seiten starke Informationsbroschüre

2 rote Pfeile HÄUSLICHE GEWALT im Wetteraukreis
(PDF, 1,43 MB)  - siehe Titelfoto der Broschüre links -

beschreibt Formen und Folgen häuslicher Gewalt und geht auch auf ihre Auswirkungen für Kinder und Jugendliche ein. Interessierte können erfahren, welche Interventionsstellen es gibt und wie sie fachlich vernetzt im Runden Tisch gegen häusliche Gewalt zusammen arbeiten. Nachzulesen sind auch die jeweiligen fachlichen Schwerpunkte, Hilfsmöglichkeiten, Zielgruppen und Arbeitsweisen, wie zum Beispiel Vertraulichkeit.

Die Broschüre wird ergänzt durch Auszüge aus rechtlichen Bestimmungen, wie der UN Kinderrechtskonvention, dem Grundgesetz, dem Bürgerlichen Gesetzbuch sowie dem Gewaltschutzgesetz. Sie gibt Empfehlungen für Privatpersonen, wenn diese den Eindruck haben, dass in ihrem Umfeld Menschen von häuslicher Gewalt betroffen sind. Und es gibt ein ausführliches Verzeichnis zu Informationsstellen und spezialisierten Beratungsstellen für Erwachsene, Kinder und Jugendliche, sowie Ärztinnen und Ärzte.

Für wen ist die Broschüre?

Die Broschüre wendet sich hauptsächlich an Personen, die in ihrem beruflichen Zusammenhang mit häuslicher Gewalt und deren Auswirkungen konfrontiert werden. Sie wird verteilt an Polizeibeamte, Lehrer/Innen, in Kindertagesstätten, der Jugendarbeit, Kirchlichen Einrichtungen, der Jugendhilfe, in Beratungsstellen und sozialen Einrichtungen und an interessierte Bürger und Bürgerinnen im Wetteraukreis.

Finanziert wurde die Broschüre ebenfalls gemeinschaftlich durch: Wetteraukreis, Diakonisches Werk Wetterau, Zonta-Club Bad Nauheim Friedberg, der Paritätische und die Deutsche Polizeigewerkschaft Mittelhessen.

Der Runde Tisch gegen häusliche Gewalt

Den Runden Tisch gibt es seit 2006 (siehe auch dazu Seite 6 - 7 der Informationsbroschüre). Ihm gehören viele Organisationen und öffentliche Stellen an:

  • Diakonisches Werk Wetterau,
  • Ev. Familien-Bildungsstätte Wetterau e.V.
  • Frauen helfen Frauen Wetterau e.V. - Beratungsstelle c/o Pro familia
  • Frauenhaus Wetterau e.V.,
  • Frauen-Notruf  Wetterau e.V.,
  • Frauenzentrum Wetterau e.V.
  • Polizeidirektion Wetterau
  • Weißer Ring e. V.
  • Wetteraukreis, Fachbereich Jugend, Familie und Soziales
  • Wetteraukreis, Fachdienst Frauen und Chancengleichheit
  • Wetteraukreis, Beratungsstelle für Kinder, Jugendliche und Eltern,
  • Wildwasser Wetterau e.V.,

Er hat sich drei Ziele gesteckt:

Nachhaltiger Schutz von Frauen und Kindern und Beratung nach erfolgter Gewalt

Entwicklung von Standards für die Zusammenarbeit in Fällen von häuslicher Gewalt

Rahmenbedingungen schaffen, die Schutz gewährleisten