Hessische Polizei - Polizeiautos
 
08.05.2017

Spezialisierte Verkehrsüberwachung der regionalen Verkehrsdienste

Verkehrszeichen VekehrskontrolleIm Rahmen der Verkehrsüberwachung wird durch spezialisierte Kräfte insbesondere der gewerbliche Güter- und Personenverkehr in Mittelhessen überwacht. Schwerpunkte liegen hierbei auf der Fahrzeugtechnik, den Sozialvorschriften, dem Fahrpersonalgesetz, dem Güterkraftverkehrsgesetz sowie weiteren Spezialgesetzen und EU-Richtlinien in diesem Bereich. Ebenso fällt hierunter die Überwachung des Gefahrgutverkehrs, der land- und forstwirtschaftlichen Fahrzeuge, sowie auch von Krädern und Pkws, insbesondere hinsichtlich technischer Veränderungen.

In einer Liste der häufigsten Beanstandungen müssen an erster Stelle hier die Verstöße gegen die Lenk- und Ruhezeiten genannt werden. Diese werden häufig überschritten, teilweise in erheblichem Maße!

Das Unrechtsbewusstsein ist beim Fahrer oder Halter bzw. Disponenten nur schwach ausgeprägt. Häufigste Begründung für die zu langen Fahrzeiten oder nicht eingehaltenen Ruhezeiten ist der Druck des "Chefs“, der die Fahrer „zwingt“ zu fahrenein stehender LKW bringt kein Geld ein. Eine enge Disponierung führt dazu, dass den Fahrern kaum Zeit bleibt unvorhergesehene Situationen, wie z.B. Stau auf den Autobahnen, auszugleichen. Diese verlorene Zeit muß wieder aufgeholt werden. Dies geht oftmals nur durch überhöhte Geschwindigkeit, durch Überschreiten der Lenkzeiten, Unterlassung der notwendigen Ruhezeiten und/oder von anderen notwendigen Maßnahmen wie z.B. der Ladungssicherung, oder aber man „spart“ eine Tour ein, indem man überlädt.

Folgen davon sind immer wieder Unfälle, bei denen nicht gesicherte Ladung, übermüdete Fahrer, Geschwindigkeitsüberschreitungen und/oder Konzentrationsmängel beim Fahrpersonal die Ursache sind.

Bild einer mobilen Radlastwaage, die Messeinheit befindet sich in der Mitte, zwischen den beiden Laufbahnen
Foto oben: Archivfoto einer mobilen Radlastwaage bei einer Kontrollstelle

Ein weiterer Schwerpunkt der Kontrollen liegt auf technischen Veränderungen an Zweirädern und Personenkraftwagen. Hierbei werden immer wieder „frisierte“ Roller und Kleinkrafträder, nicht zugelassene Auspuffanlagen, Fahrwerke oder Reifen und Lenkräder festgestellt. Dies führt in aller Regel zum Erlöschen der Betriebserlaubnis, häufig zur Sicherstellung des Fahrzeuges, der Auspuffanlage oder der Untersagung der Weiterfahrt.

Eine nähere Vorstellung der regionalen Verkehrsdienste und Jugendverkehrsschulen sowie deren Erreichbarkeiten und die Ansprechpartner bekommen Sie hier.