Luftbildaufnahme des Polizeipräsidiums Mitelhessen
 
12.03.2021

Durchsuchungen des Staatsschutzes bringen Waffen zutage

Logo des Polizeipräsidiums Mittelhessen

 

Gemeinsame Pressemeldung der Staatsanwaltschaft Wetzlar und des Polizeipräsidiums Mittelhessen

Am 09.03.2021 vollstreckte der Staatsschutz des Polizeipräsidiums Mittelhessen zwei Durchsuchungsbeschlüsse. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Wetzlar erließ das Amtsgericht in Wetzlar die Beschlüsse gegen einen 67-Jährigen und einen Jugendlichen.

 

Der Jugendliche steht im Verdacht in einem Messenger-Chat verbotene Bilder mit nationalsozialistischem Hintergrund weitergeleitet zu haben. Der Staatsschutz stellte sein Handy sicher – eine Auswertung der dort aufgefundenen Daten dauert derzeit an. Der Jugendliche ist bisher polizeilich nicht in Erscheinung getreten. Ihn erwartet ein Strafverfahren wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen.

Mit volksverhetzenden und beleidigenden Äußerungen in der Öffentlichkeit machte ein 67-jähriger Wetzlarer die Ermittlungsbehörden auf sich aufmerksam. Unter anderem hetzte er gegen farbige Menschen und verteilte Zettel mit gleichlautenden Inhalten. Der Rentner war als Sportschütze legal im Besitz zweier Handfeuerwaffen und verfügt über eine entsprechende Waffenbesitzkarte. Bei der Durchsuchung entdeckten die Ermittler eine weitere scharfe – nicht registrierte – Pistole, ein Kleinkalibergewehr sowie rund 500 Schuss Munition.

Zusätzlich zu allen Waffen und der Munition stellten die Ermittler mehr als 100 sogenannter Hieb-, Stich- und Stoßwaffen verschiedenster Bauarten und Größen sicher.

Foto: Durch die Ermittler sichergestellte Waffen

Zusätzlich zu allen Waffen und der Munition stellten die Ermittler mehr als 100 sogenannter Hieb-, Stich- und Stoßwaffen verschiedenster Bauarten und Größen sicher. Seine Wohnung hat der Wetzlarer mit NS Devotionalien ausgestattet. Er ist ebenfalls bisher nicht polizeilich in Erscheinung getreten. Ihn erwarten Ermittlungsverfahren wegen Beleidigung, Volksverhetzung sowie Verstößen gegen das Waffengesetz.

Momentan haben Staatsanwaltschaft und Polizei keine Erkenntnisse darüber, dass die beiden Wetzlarer Kontakt zu ideologisch gleichgestellten Netzwerken oder Organisationen haben.

Christopher Roth, Staatsanwalt
Guido Rehr, Polizeihauptkommissar