Luftbildaufnahme des Polizeipräsidiums Mitelhessen
 
12.03.2021 | Polizeipräsidium Mittelhessen

Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) 2020 für Mittelhessen

Große Herausforderungen in Mittelhessen gemeistert - Straftaten weiter rückläufig – Fast zwei Drittel aller Straftaten aufgeklärt

Symbolische Grafik: Polizeiliche Kriminalstatistik 2020 - Polizeipräsidium Mittelhessen
 

Mittelhessen: Am 12.03.2021 stellte Polizeipräsident Bernd Paul die wichtigsten Inhalte der polizeilichen Kriminalstatistik 2020 für den Bereich des  Polizeipräsidiums Mittelhessen sowie der vier Landkreise Gießen, Wetterau, Marburg-Biedenkopf und Lahn-Dill vor.

   Übersichten PKS: Mittelhessen + Gießen | Wetterau | Marburg-Biedenkopf | Lahn-Dill

Das Jahr 2020 war für uns in mehrfacher Hinsicht ein ereignisreiches, herausforderndes und trotz aller Umstände ein sehr erfolgreiches Jahr. Neben den Auswirkungen der Pandemie hatten wir über Monate während des Einsatzes entlang des Neubaus zur A 49 erhebliche zusätzliche Belastungen zu meistern. Trotz dieser vielen und weit über das übliche Maß hinausgehenden Einsätze konnten wir dazu beitragen, dass sich die Sicherheitslage für die Menschen in Mittelhessen weiter verbessert hat. Bei den angezeigten Straftaten kam es gegenüber 2019 nochmals zu einem Rückgang von 2,44 Prozent. Auch bei der Aufklärungsquote konnten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Polizeipräsidiums Mittelhessen trotz der schwierigen Voraussetzungen fast zwei Drittel aller angezeigten Delikte aufklären. Dafür möchte ich mich ausdrücklich bedanken und betonen, dass dieser sehr gute Wert neben den vielen und wertvollen Hinweisen aus der Bevölkerung insbesondere dem Engagement und der Arbeit aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern unseres Präsidiums zu verdanken ist“, so Polizeipräsident Bernd Paul.

Herausgenommen in der Gesamtbetrachtung werden weiter die ausländerrechtlichen Verstöße. Diese 3.032 Verstöße nach dem Aufenthalts- und Asylverfahrensgesetz, die gerade in Gießen mit dem Standort der Hessischen Erstaufnahmeeinrichtung als obligatorische Erfassung die polizeiliche Kriminalstatistik entsprechend beeinflussen, wurden in den folgenden Tabellen nicht berücksichtigt.

„Mittelhessen ist weiter eine der sichersten Regionen in Hessen. Trotz der guten Entwicklung der objektiven Sicherheitslage beobachten wir, dass das Sicherheitsempfinden in der Bevölkerung mit den blanken Zahlen der polizeilichen Kriminalstatistik nicht immer übereinstimmt. Das im Jahr 2017 ins Leben gerufene Kommunalprogramm KOMPASS hilft uns dabei, verschiedene Aspekte, die das subjektive Sicherheitsgefühl negativ beeinflussen, aufzugreifen und nachhaltig in Zusammenarbeit mit den Kommunen und den Bürgern zu verbessern. In Mittelhessen gibt es inzwischen schon 17 KOMPASS – Kommunen. Vier weitere haben sich bereits beworben, während sieben ihr Interesse bekundet haben. Sehr wichtig sind auch die Beratungen rund um den Einbruchschutz und die Präventionsangebote, die in Zusammenhang mit den Straftaten zum Nachteil älterer Menschen stehen. Gerade Delikte wie der Enkeltrick oder der Anruf eines „falschen Polizeibeamten“ haben deutlich zugenommen und beschäftigen uns immer mehr. Daher haben wir vermehrt die App hessenWARN und soziale Medien eingesetzt, um so möglichst viele Menschen schnell zu erreichen und vor solchen skrupellosen Anrufern rechtzeitig zu warnen.“, so der Leiter der Abteilung Einsatz, der Leitende Polizeidirektor Manfred Kaletsch.

„Die Häufigkeitszahl ist für uns ein Wert, mit dem man die Sicherheitslage bzw. die Kriminalitätsbelastung auch in einer Langzeitentwicklung festmachen kann. Mit einem Wert von 3.862, der die Straftaten pro 100.000 Einwohnern in einem Jahr wiedergibt, liegt das Polizeipräsidium Mittelhessen so gut wie noch nie seit Bestehen. Wir liegen damit auch deutlich unter dem Landesdurchschnitt von 5.092 und im Vergleich mit den anderen Präsidien in Hessen sehr weit vorne.“, so Polizeipräsident Bernd Paul.

Grafik: Häufigkeitszahl 2008 bis 2020 ohne ausländerrechtliche Verstöße

Grafik: Häufigkeitszahl 2008 bis 2020 ohne ausländerrechtliche Verstöße 

Sorge machen dem Polizeipräsidenten jedoch weiter die angestiegenen Angriffe auf Rettungskräfte und Polizeibeamte. 229 Polizistinnen und Polizisten wurden 2020 im Dienst Opfer einer solchen Tat.  

Infos zur polizeilichen Kriminalstatistik: 

Grafik Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS)

Die polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) ist eine sogenannte Ausgangsstatistik, das heißt, sie erfasst alle der Polizei bekannt gewordenen und endbearbeiteten Straftaten. Nicht erfasst werden Staatsschutzdelikte, Verkehrsdelikte sowie Straftaten, die außerhalb Deutschlands verübt wurden. Die PKS dient der Beobachtung der Kriminalität im Ganzen sowie einzelner Deliktsarten. 

Jörg Reinemer, Pressesprecher | 12.03.2021 | PPMH | Ac. 
 

Die Straftaten im Überblick sowie die komplette PKS 2020 finden Sie in der PDF-Datei unten.
Die PKS der vier Landkreise sind demnächst abrufbar.


 (PKS) des Polizeipräsidiums Mittelhessen und der Polizeidirektionen

Logo des Polizeipräsidiums Mittelhessen

 

 PKS 2020 des Polizeipräsidiums Mittelhessen (882 KB) - 12.03.2021 - Ac.

inklusive der vier Landkreise Gießen, Wetterau, Marburg-Biedenkopf und Lahn-Dill 

Wappen für den Landkreis GießenWappen für den Landkreis Marburg-Biedenkopf Wappen für den Lahn-Dill-Kreis Wappen für den Wetteraukreis  nach oben 
  


 Hier finden Sie die Kriminalstatistiken der vergangen Jahre.