Luftbildaufnahme des Polizeipräsidiums Mitelhessen
 
16.11.2020

Gemeinsame Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Gießen und der Polizei

Polizei Presse A 49 - Stand: 16.11.2020


Polizei informiert zum Weiter-/Neubau A 49

Im mittleren Bereich des Dannenröder Forstes näherte sich am Samstagvormittag (14.11.2020) eine Gruppe von etwa 40 Personen den Einsatzkräften und zündete Pyrotechnik. Darüber hinaus kam es zu mehreren Steinwürfen. Einer der Beteiligten konnte hierbei festgenommen werden. Bei seiner Durchsuchung fanden die Beamten außer Steinen auch ein Messer und einen "Böller". Dem Mann, der bislang seine Personalien nicht offenbart hat, wird konkret vorgeworfen, zwei Beamte durch gezielte Steinwürfe am Schienbein verletzt zu haben.

Bereits am Mittwoch, 11.11.2020, gegen 17.20 Uhr, befand sich außerdem eine weibliche Person im Dannenröder Forst. Der Frau wird zur Last gelegt, aus Unmut über die in diesem Bereich stattfindenden Baumfällarbeiten einen faustgroßen Stein gezielt in Richtung des Kopfes eines Polizisten geworfen zu haben. Der Stein verfehlte den Kopf dabei nur knapp, sodass der Beamte glücklicherweise nicht verletzt wurde. Eine Festnahme gelang zu diesem Zeitpunkt durch die eingesetzten Kräfte zunächst nicht.

Am darauffolgenden Samstag (14.11.2020) konnte die Frau jedoch von den Einsatzkräften wiedererkannt und aus einem Baum sicher zu Boden gebracht werden. Sie wurde vorläufig festgenommen, verweigerte allerdings die Angaben zu ihren Personalien, führte keine Ausweisdokumente mit sich und hatte verklebte Fingerkuppen und Handflächen.

Beide Aktivisten wurden am Sonntag, 15.11.2020, beim Amtsgericht Gießen vorgeführt. Die Ermittlungsrichterin ordnete sodann auf Antrag der Staatsanwaltschaft Gießen die Untersuchungshaft wegen des dringenden Verdachts des Landfriedensbruchs, des tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte in einem besonders schweren Fall sowie der versuchten bzw. vollendeten gefährlichen Körperverletzung an. Die Beschuldigten, gegen die der Haftgrund der Fluchtgefahr besteht, befinden sich aktuell in einer Justizvollzugsanstalt.

Weitere Auskünfte behält sich die Pressestelle der Staatsanwaltschaft Gießen vor (0641-934-3215).

Polizeipräsidium Mittelhessen, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

 

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