Luftbildaufnahme des Polizeipräsidiums Mitelhessen
 
13.06.2017

Informationsveranstaltung „Einfach nur “Anders“ oder „Radikal“?“

Am Mittwoch, 31.05.2017, konnten im Polizeipräsidium Mittelhessen gut 160 Teilnehmer zur Veranstaltung

„Einfach nur „Anders“ oder „Radikal“?“

begrüßt werden. Genau wie gewünscht, hatten sich Interessentinnen und Interessenten aus den unterschiedlichsten Bereichen, wie der Polizei, Lehrer, Pädagogen, Schulpsychologie, Gemeinden usw. zur Informationsgewinnung eingefunden, siehe Foto unten:

Interessierte Teilnehmer/innen der Veranstaltung: Einfach nur Anders oder Radikal?


Aufgrund der aktuellen Entwicklungen in Bezug auf das Thema „Radikalisierung“ sowie diversen Anschlägen mit religiösextremistischem Hintergrund entsteht bei vielen Menschen in Deutschland eine große Verunsicherung.

Es stellt sich die Frage: Wer kann unterstützen und wie geht man richtig mit der Problematik „Radikalisierung“ um?

Häufig wird in diesen Situationen als Erstes die Polizei angesprochen. Insbesondere die Jugendkoordination, die durch ihre Arbeit an den Schulen oder im Bereich der Wohngruppen tätig ist, wird als Ansprechpartner genutzt. Es erfolgen hier in der Regel die Hinweise auf das sogenannte

  • VPN (Violence Prevention Network),
  • das Landesamt für Verfassungsschutz (LfV) oder
  • das HKE (Hessisches Kompetenzzentrum gegen Extremismus), bzw.
  • das Fachkommissariat ZK 10 Staatsschutz der Polizeipräsidien.

Durch die Informationsveranstaltung sollte den Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Gelegenheit gegeben werden, diese Institutionen einmal selbst kennenzulernen und festzustellen, welche Angebote zur Unterstützung von wem geleistet werden können.

Somit sollen Unsicherheiten, die aus der Arbeit mit Personen mit muslimischen Glauben entstehen und im Zusammenhang mit Radikalisierung stehen könnten, abgebaut und Hilfestellung gegeben werden. Hierzu sollen Anhaltspunkte für eine salafistische Radikalisierung durch die verschiedenen Referenten erläutert werden und Hinweise gegeben werden. Durch die verschiedenen Referenten wurden hierzu Anhaltspunkte für eine salafistische Radikalisierung erläutert und Hinweise gegeben, was man in solchen Fällen tun kann.

Folgende Referenten konnten die Teilnehmer anschaulich über ihren Tätigkeitsbereich informieren und fanden großen Zuspruch:

  • Für das Violence Prevention Network (VPN) Herr Hakan Celik mit der Präsentation „ Jugend zwischen Religion und Extremismus“
  • Für das Hessische Kompetenzzentrum gegen Extremismus (HKE), Herr Dr. Bott mit der Präsentation „ Extremismusprävention in Hessen“
  • Für das Landesamt für Verfassungsschutz (LfV), Herr Gerngroß mit der Präsentation „Salafismus: Definition, Radikaliiserung, Prävention“
  • Für das ZK 10 im PP Mittelhessen, Herr Hofmann mit der Präsentation Aktueller Stand im PP Mittelhessen, Sachbearbeitung durch das Fachkommissariat ZK 10 (Staatsschutz)

Referenten der Veranstaltung: Herr Dr. Bott, Herr Gerngroß und Herr Celik
Foto v. l.: Herr Dr. Bott (HKE), Herr Gerngroß (LfV) und Herr Hakan Celik (VPN)

Alle Besucher der Veranstaltung hatten in den Pausen ausreichend Möglichkeit, sich miteinander auszutauschen und Fragen zu klären. 

Antje Suppmann     

Durch die Abteilung Einsatz, E 4 - Zentrale Jugendkoordination,

Kriminalhauptkommissarin Antje Suppmann (siehe Foto links)

wurde in Kooperation mit dem ZK 10 des PP Mittelhessen ein Flyer erstellt:

„Umgang mit radikalisierten Jugendlichen“ 
( 120 KB)

Flyer: Umgang mit radikalisierten Jugendlichen 

Der Flyer wurde während der Veranstaltung für alle Interessentinnen und Interessenten vorgestellt, welcher künftig im PP Mittelhessen erhältlich ist.


Quelle: E4 - Prävention, Suppmann, KHK`in