Luftbildaufnahme des Polizeipräsidiums Mitelhessen
 
15.07.2016

Freiwilliger Polizeidienst wieder in Gießen eingeführt

Seit dem 14. Juli 2016 gibt es wieder einen Freiwilligen Polizeidienst in Gießen. Sieben ehrenamtliche Helfer/innen laufen ab Montag Streife in der Universitätsstadt. Vier von ihnen erhielten am heutigen Donnerstag Dienstausweise und Urkunden aus den Händen des mittelhessischen Polizeipräsidenten Manfred Schweizer und Gießens Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz.

Gruppenbild von der Wiedereinführung Freiwilliger Polizeidienst in Gießen am 14. Juli 2016 mit Gießens Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz (links) und dem mittelhessischen Polizeipräsidenten Manfred Schweizer (rechts) sowie vier der Freiwilligen Polizeihelfer
Foto: Gruppenbild von der Wiedereinführung Freiwilliger Polizeidienst in Gießen am 14. Juli 2016 mit Gießens Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz (links) und dem mittelhessischen Polizeipräsidenten Manfred Schweizer (rechts) sowie vier der Freiwilligen Polizeihelfer

 

Wappen -Freiwilliger Polizeidienst- HessenZwei weitere, die bislang schon in Heuchelheim und Pohlheim ihren Dienst versehen, werden ebenfalls auf Gießens Straßen unterwegs sein.

Einer war erkrankt und wird seinen Ausweis später in Empfang nehmen. Sie alle sollen künftig vor allem in der Gießener Innenstadt, auf dem Gießener Marktplatz, aber auch auf dem Bahnhofsvorplatz Präsenz zeigen. Die Zahl der Ehrenamtler in Uniform wird dabei weiter steigen. Bis zu 20 Helfer möchte die Stadt gerne einsetzen. Dafür laufen bereits Auswahlgespräche.

Der mittelhessische Polizeipräsident Manfred Schweizer Die ehrenamtlichen Kräfte in Uniform seien „kein Ersatz für die Polizei“, betonte Polizeipräsident Schweizer (Foto rechts) in seiner Ansprache an die neuen Helfer/innen. Sie sollten vor allem Präsenz zeigen, beobachten und melden.

„Wo Uniform sichtbar ist, passieren keine Straftaten und die Bürger fühlen sich sicherer“, beschrieb der Polizeipräsident die Wirkung. Schweizer bezeichnete den hessenweit seit 16 Jahren bestehenden Freiwilligen Polizeidienst als ein Erfolgsmodell.

Gießens Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-BolzAuch Oberbürgermeisterin Grabe-Bolz (Foto links) verspricht sich vom Einsatz der Helfer/innen, für welche die Stadt jährlich maximal 20.000 Euro aufwenden wird, eine Erhöhung des subjektiven wie auch objektiven Sicherheitsgefühls der Gießener Bürger/innen. Grabe-Bolz: „Die Helfer/innen werden sicher auch präventiv und deeskalierend wirken können.“

Die Stadt hatte sich – nach Einstellung des Dienstes aufgrund von Sparmaßnahmen im Rahmen der Schutzschirmverhandlungen im Jahre 2013 – im vergangenen Jahr dazu entschieden, dem vom Land Hessen bezuschussten Einsatz wieder einzuführen. Als Grund dafür gab Grabe-Bolz „veränderte Rahmenbedingungen“ an. So hätten sich vermehrt neuralgische Punkte in der Innenstadt ergeben, die mehr Präsenz von Menschen in Uniform erforderten. Vor allem am Gießener Marktplatz kam es in der Vergangenheit immer wieder zu Situationen, in denen sich Bürger/innen und Anwohner des Gebietes in ihrem Sicherheits- und Ordnungsgefühl beeinträchtigt gesehen hatten.

Wappen der Stadt GießenDie Stadt Gießen (Wappen rechts) erhöhte vor diesem Hintergrund den Einsatz der eigenen Ordnungspolizei, verstärkte die Kooperation mit der Polizei durch den Einsatz eines Mobilen Stützpunktes am Marktplatz und gemeinsame Streifengänge, setzte aber auch gleichzeitig vermehrt auf die Stärkung der Straßensozialarbeit.

Oberbürgermeisterin Grabe-Bolz hatte in diesem Zusammenhang von einem Mix aus Prävention und Repression gesprochen, der bereits Wirkung zeige. In diesem Zusammenhang und auf der Grundlage der guten Kooperation mit der Polizei werde auch der Freiwillige Polizeidienst künftig Gutes bewirken, so die Oberbürgermeisterin.

Ihr Ansprechpartner für die Stadt und den Landkreis Gießen hinsichtlich Freiwillige Polizeihelfer

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